Gillenia
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| Gillenia | ||||||||||||
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| Datei:Gillenia trifoliata0.jpg
Nördliche Dreiblattspiere (Gillenia trifoliata) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Gillenia | ||||||||||||
| Moench |
Die Gillenia sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae).
Beschreibung
Gillenia sind ausdauernde krautige Pflanzen. Ihre Blätter sind wechselständig, dreizählig gefiedert und kurzgestielt, die einzelnen Blättchen haben eingeschnittene Ränder. Nebenblätter sind sowohl groß als auch klein vorhanden.
Der Blütenstand ist eine endständige, schirmtraubenähnliche oder rispenähnliche zusammengesetzte Traube. Die Blüten sind langgestielt und recht groß. Der Blütenbecher ist glocken- bis röhrenförmig, ein Außenkelch fehlt. Die Kelchblätter liegen schuppenartig übereinander, die Kronblätter sind weiß bis blassrosa.
Ein Diskus ist nicht sichtbar, es gibt zehn bis zwanzig Staubblätter. Die fünf Stempel sind unverwachsen und stehen vor den Kelchblättern. Die zwei bis vier Samenanlagen sind nah am Ansatz eingewachsen und apotrop.
Die Frucht ist eine Balgfrucht mit knöchrigem Perikarp, die bald während des Wachstums den Blütenbecher sprengt. Die ein bis vier Samen sind relativ groß. Die Chromosomenzahl beträgt 2n=18.
Verbreitung
Gillenia kommt in Nordamerika in Kanada (Ontario) und den östlichen USA in Bergwäldern vor.
Systematik
Die Gattung wurde 1802 von Conrad Moench erstbeschrieben. Sie wird ohne Zuordnung zu einer Tribus in die Supertribus Pyrodae der Unterfamilie Spiraeoideae gestellt. Ein bis in die Gegenwart häufig gebrauchtes Synonym ist Porteranthus <templatestyles src="Person/styles.css" />Britton. Der Gattungsname ehrt den deutschen Arzt Arnold Gillen (Arnoldus Gillenius) (1586–1633).<ref name="Burkhardt2018" /> Es werden zwei Arten unterschieden:
- Südliche Dreiblattspiere (Gillenia stipulata <templatestyles src="Person/styles.css" />(Muhl. ex Willd.) Nutt.)
- Nördliche Dreiblattspiere (Gillenia trifoliata <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Moench)
Verwendung als Heilpflanze
In Nordamerika ist die Pflanze unter dem Namen Bowman’s Root („Wurzel des Bogenmannes“) bekannt, da sie von den Indianern als Heilmittel genutzt wurde. Dabei wurde sie als Abführmittel, zur Blutreinigung sowie zur Behandlung von Lebererkrankungen eingesetzt. Zudem spielte bei den spirituellen Reinigungsritualen der Indianer eine Rolle, da sie Erbrechen auslöst.
Dennoch ist die medizinische Wirkung nicht bewiesen, daher sollte von einem Verzehr abgesehen werden.<ref>Dreiblattspiere (Gillenia) als Heilpflanze. Abgerufen am 26. September 2017.</ref>
Nachweise
- C. Kalkman: Rosaceae. In: Klaus Kubitzki (Hrsg.): The Families and Genera of Vascular Plants - Volume VI - Flowering Plants - Dicotyledons - Celastrales, Oxalidales, Rosales, Cornales, Ericales. Springer-Verlag, Berlin 2004, S. 359, ISBN 978-3-540-06512-8
Einzelnachweise
<references> <ref name="Burkhardt2018">Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition. Teil I und II. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5, doi:10.3372/epolist2018.</ref> </references>