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Rote Frangipani

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Rote Frangipani
Datei:Biligiriranga Hills, B R Hills - during PHMSTBGP-2020 (61).jpg

Rote Frangipani (Plumeria rubra)

Systematik
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Hundsgiftgewächse (Apocynaceae)
Unterfamilie: Rauvolfioideae
Tribus: Plumerieae
Gattung: Plumeria
Art: Rote Frangipani
Wissenschaftlicher Name
Plumeria rubra
L.
Datei:Flowers of Plumeria Rubra.jpg
Blütenstand mit roten Blüten
Datei:Frangipani White-Yellow-06+ (305886478).jpg
Blütenstand mit weißen Blüten
Datei:Plumeria rubra 10zz.jpg
Blätter von unten
Datei:Starr 030612-0082 Plumeria rubra.jpg
Geöffnete Frucht und Samen

Die Rote Frangipani (Plumeria rubra) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Plumeria in der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Sie ist die Nationalblume Nicaraguas und wird dort Sacuanjoche genannt.

Beschreibung

Die Rote Frangipani wächst als laubabwerfender, bis über 12 m hoher Baum, sie bleibt aber meist einiges kleiner. Der Stammdurchmesser erreicht über 25 Zentimeter. Der Stamm ist korkig, die Blattnarben sind deutlich hervorstehend. Die jüngeren Sprosse sind leicht filzig behaart. Der Baum führt einen Milchsaft, Latex.

Die wechselständigen und kurz gestielten, festledrigen Laubblätter an den Zweigenden sind verkehrt-eiförmig, -eilanzettlich oder eiförmig bis elliptisch, lanzettlich. Sie sind ganzrandig und werden bis 40 cm lang und 15 cm breit. Sie sind spitz oder bespitzt bis kurz zugespitzt, die Basis ist keilförmig. Die Oberseite ist meist unbehaart, die Unterseite ist mehr oder weniger behaart bis unbehaart. Die Nebenadern vereinen sich zu einer Randader, intramarginal. Die Blattstiele sind 3 bis 6 cm lang.

Die kurzen, rispenförmigen Blütenstände bestehen aus einigen bis vielen Blüten und stehen meist endständig. Die festen Blütenstandsstiele werden bis 12 cm lang, die Blütenstiele werden zwischen 0,4 und 2 cm lang und sind behaart. Die duftenden, fünfzähligen Blüten mit doppelter Blütenhülle sind zwittrig. Der Kelch hat eine Länge von etwa 3 mm und ist mit kurzen, eiförmig-quadratischen, behaarten, dachigen, stachelspitzigen Kelchlappen besetzt. Die Krone ist stieltellerförmig mit schraubigen Zipfeln, weiß bis leicht rosa und öfters mit einem gelben Schlund. Entgegen dem Epitheton ist also die ursprüngliche Blütenfarbe oft nicht rot. Bei den kultivierten Formen kann die Farbe zwischen Weiß, Rot, Rosa und Gelb oder auch mehrfarbig variieren. Die schlanke Kronröhre ist 15 bis 25 mm lang, die Kronzipfel sind breit verkehrt-eiförmig, 30 bis 50 mm lang und 2 bis 3 cm breit. Die kurzen, fast sitzenden Staubblätter sind eingeschlossen am Grund der Kronröhre. Die zwei genährten Stempel mit kurzen Griffeln und leicht gelapptem „Griffelkopf“ sind halbunterständig.

Die paarigen, hörnerartigen, ledrigen und spitzen, vielsamigen, dunkelbraunen Balgfrüchte sind 15 bis 30 cm lang und 1,3 bis 3 cm dick. Sie enthalten 20 bis 40 flache, einseitig geflügelte, 3,5–4,5 Zentimeter, mit Flügel, lange Samen. Der Fruchtansatz ist in Relation zur Menge der Blüten gering.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36.<ref name="IPCN" />

Vorkommen

Datei:Florence Iwalani Koanui (a0006927).jpg
Florence Iwalani Koanui mit Lei aus weiß-gelben pua melia

Die Art ist in Südmexiko und Mittelamerika bis Kolumbien und Venezuela beheimatet, wird aber in tropischen und subtropischen Regionen oft als Zierpflanze kultiviert, gelegentlich verwildert sie dort auch.

Taxonomie

Die Rote Frangipani wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum Band 1 Seite 209–210 als Plumeria rubra erstbeschrieben.

Nutzung

Besonders als Zierpflanze ist die Art in Florida für die Schmetterlingsart Pseudosphinx tetrio bedeutsam, deren Raupen sie als Nahrung dient.

Die weißblütigen Formen von Plumeria rubra werden nicht selten fälschlich als Plumeria alba bezeichnet; doch das ist der gültige Name einer anderen Art.

Die Art sowie Hybride sind in Hawaii eingeführt bzw. gezüchtet worden.<ref>Richard A. Criley: Plumeria in Hawai‘i. College of Tropical Agriculture and Human Resources, University of Hawai‘i at Mānoa, 2005</ref> Die Blüten aller Arten werden pua melia genannt.<ref name="melia">vgl. pua. In: Hawaiian Dictionaries., melia. In: Hawaiian Dictionaries.</ref>

Verwendung

In Hawaii werden die Blüten aller Arten von Plumeria werden pua melia genannt und – wie auch auf anderen pazifischen Inseln – bevorzugt für Leis verwendet.<ref name="melia" />

Die Rinde, Blätter, Blüten und der Milchsaft werden medizinisch genutzt.

Literatur

  • Henri Alain Liogier: Descriptive Flora of Puerto Rico and Adjacent Islands, Spermatophyta. Band IV: Melastomataceae to Lentibulariaceae. Universidad de Puerto Rico, 1995, ISBN 0-8477-2337-2, S. 217–218.
  • Elbert L. Little, Frank H. Wadsworth: Common Trees of Puerto Rico and the Virgin Islands. Agriculture Handbook No. 249, USDA, 1964, S. 462 f.
  • P. Schütt, U. Lang: Plumeria rubra. In: Peter Schütt et al.: Bäume der Tropen. Nikol, Hamburg 2004, ISBN 978-3-933203-79-3, S. 537–542.
  • Richard Stephen Felger, Matthew Brian Johnson, Michael Francis Wilson: The Trees of Sonora, Mexico. Oxford Univ. Press, 2001, ISBN 0-19-512891-5, S. 63 f, eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden..
  • T. K. Lim: Edible Medicinal and Non-Medicinal Plants. Volume 7: Flowers, Springer, 2014, ISBN 978-94-007-7394-3, S. 94–105.

Weblinks

Commons: Rote Frangipani (Plumeria rubra) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="IPCN">Plumeria rubra bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> </references>