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Gefleckte Wolfsmilch

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Gefleckte Wolfsmilch
Datei:Euphorbia maculata.jpg

Gefleckte Wolfsmilch (Euphorbia maculata)

Systematik
Unterfamilie: Euphorbioideae
Tribus: Euphorbieae
Untertribus: Euphorbiinae
Gattung: Wolfsmilch (Euphorbia)
Untergattung: Chamaesyce
Art: Gefleckte Wolfsmilch
Wissenschaftlicher Name
Euphorbia maculata
L.

Die Gefleckte Wolfsmilch (Euphorbia maculata), auch Gefleckte Zwergswolfsmilch genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Wolfsmilch (Euphorbia) innerhalb der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae).<ref name="FoNA2016" /> Sie ist in der Neuen Welt verbreitet und in vielen gemäßigten Gebieten der Welt ein Neophyt.<ref name="FoNA2016" />

Beschreibung

Datei:Euphorbia maculata sl16.jpg
Die Laubblätter weisen das typische marmorierte Nervennetz der C4-Pflanzen auf.
Datei:Euphorbia maculata sl18.jpg
Die Früchte sind auf der ganzen Oberfläche anliegend behaart.
Datei:Euphorbia maculata sl20.jpg
Die Samen weisen drei bis fünf flache Längsfurchen auf.
Datei:Plantarum indigenarum et exoticarum icones ad vivum coloratae, oder, Sammlung nach der Natur gemalter Abbildungen inn- und ausländlischer Pflanzen, für Liebhaber und Beflissene der Botanik (14043395797).jpg
Illustration aus Plantarum indigenarum et exoticarum icones ad vivum coloratae, oder, Sammlung nach der Natur gemalter Abbildungen inn- und ausländischer Pflanzen, für Liebhaber und Beflissene der Botanik

Vegetative Merkmale

Die Gefleckte Wolfsmilch ist eine einjährige krautige Pflanze,<ref name="FoNA2016" /> die Wuchshöhen von 2 bis 5 Zentimetern erreicht. Es werden Pfahlwurzeln gebildet.<ref name="FoNA2016" /> Sie wächst niederliegend, stark verzweigt und ist behaart.<ref name="Hegi1966" />

Die gegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind in sehr kurzen Blattstiel und Blattspreite gegliedert.<ref name="FoNA2016" /> Die Blattspreite ist bei einer Länge von 5 bis 9 Millimetern sowie einer Breite von 2 bis 4 Millimetern eiförmig bis lineal-länglich.<ref name="Hegi1966" /> Ihr Rand ist von der Mitte bis zur Spitze hin fein gezähnelt.<ref name="Hegi1966" /> Die Blattoberseite weist oftmals einen dunklen Fleck auf. Alle Nebenblätter sind voneinander getrennt, sie sind lanzettlich-pfriemlich und fransig gezähnt.<ref name="Hegi1966" />

Generative Merkmale

Die Cyathien sind grün. Die Drüsen des Hüllbechers sind oval und weiß oder rötlich gefärbt.<ref name="Hegi1966" />

Die Kapselfrüchte sind gleichmäßig anliegend behaart.<ref name="Hegi1966" /> Die Samen sind rotbraun, später grau und sind von Querrunzeln durchzogen.<ref name="Hegi1966" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.<ref name="FoNA2016" /><ref name="Oberdorfer2001" />

Vorkommen

Euphorbia maculata ist in der Neuen Welt vom südöstlichen Kanada über die USA und Mexiko bis Belize weitverbreitet und umfasst Kuba sowie die Bahamas.<ref name="WCSP" /> Als Neophyt kommt Euphorbia maculata in Süd- und Mitteleuropa vor und ist hier vielerorts wie auch in anderen Ländern Asiens, Afrikas und der Neuen Welt<ref name="WCSP" /> eingebürgert. Auch in Neuseeland und Australien ist sie ein Neophyt,<ref name="FoNA2016" /> Euphorbia maculata in einigen Ländern wird sie als invasive Art bewertet.<ref name="FoNA2016" />

Die Gefleckte Wolfsmilch wächst in Mitteleuropa in Trittgesellschaften auf Wegen und in Pflasterfugen, z. B. auf Friedhöfen, Industriebrachen und Bürgersteigen. Hier wächst sie in Mitteleuropa oft in der Trittrasengesellschaft des Vogelknöterichs (Polygonetum calcati), ist aber eine Charakterart der Ordnung Plantaginetalia majoris.<ref name="Oberdorfer2001" /> Sie gedeiht am besten in trockenwarmen, nährstoffreichen, meist feinerdearmen Sandböden.<ref name="Oberdorfer2001" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 1+w (trocken aber mäßig wechselnd), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch).<ref name="InfoFlora" />

Taxonomie

Die Erstveröffentlichung von Euphorbia maculata erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Band 1, S. 455.<ref name="FoNA2016" /><ref name="WCSP" /> Das Artepitheton maculata bedeutet gefleckt. Synonyme für Euphorbia maculata <templatestyles src="Person/styles.css" />L. sind : Anisophyllum maculatum <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Haw., Chamaesyce maculata <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Small, Chamaesyce jovetii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Huguet) Holub, Chamaesyce pseudonutans <templatestyles src="Person/styles.css" />Thell., Chamaesyce supina <templatestyles src="Person/styles.css" />(Raf.) H.Hara, Chamaesyce tracyi <templatestyles src="Person/styles.css" />Small, Tithymalus maculatus <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Moench, Xamesike depressa <templatestyles src="Person/styles.css" />(Torr. ex Spreng.) Raf., Xamesike littoralis <templatestyles src="Person/styles.css" />Raf., Xamesike maculata <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Raf., Xamesike supina <templatestyles src="Person/styles.css" />(Raf.) Raf., Euphorbia depressa <templatestyles src="Person/styles.css" />Torr., Euphorbia jovetii <templatestyles src="Person/styles.css" />Huguet, Euphorbia supina <templatestyles src="Person/styles.css" />Raf., Euphorbia maculata var. detonsa <templatestyles src="Person/styles.css" />Engelm. ex Boiss., Euphorbia maculata var. parvula <templatestyles src="Person/styles.css" />Riddell.<ref name="WCSP" />

Literatur

  • Hans-Joachim Zündorf, Karl-Friedrich Günther, Heiko Korsch, Werner Westhus (Hrsg.): Flora von Thüringen. Die wildwachsenden Farn- und Blütenpflanzen Thüringens. Weissdorn, Jena 2006, ISBN 3-936055-09-2.
  • Paul E. Berry, Ricarda Riina, Jess A. Peirson Ya Yang, Victor W. Steinmann, Dmitry V. Geltman, Jeffery J. Morawetz, Natalia I. Cacho: Euphorbia Linnaeus. In: Flora of North America Editorial Committee: Flora of North America North of Mexico, Volume 12: Magnoliophyta: Vitaceae to Garryaceae, Oxford University Press, Oxford, New York, 2016, ISBN 978-0-19-064372-0. Euphorbia maculata Linnaeus. – textgleich online wie gedrucktes Werk.

Einzelnachweise

<references> <ref name="WCSP"> Vorlage:WCSP </ref> <ref name="InfoFlora"> Euphorbia maculata L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Hegi1966"> </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="FoNA2016"> Paul E. Berry, Ricarda Riina, Jess A. Peirson Ya Yang, Victor W. Steinmann, Dmitry V. Geltman, Jeffery J. Morawetz, Natalia I. Cacho: Euphorbia Linnaeus. In: Flora of North America Editorial Committee: Flora of North America North of Mexico, Volume 12: Magnoliophyta: Vitaceae to Garryaceae, Oxford University Press, Oxford, New York, 2016, ISBN 978-0-19-064372-0. Euphorbia maculata Linnaeus. – textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Gefleckte Wolfsmilch (Euphorbia maculata) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien