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Klaprothia

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Klaprothia
Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Ordnung: Hartriegelartige (Cornales)
Familie: Blumennesselgewächse (Loasaceae)
Unterfamilie: Loasoideae
Gattung: Klaprothia
Wissenschaftlicher Name
Klaprothia
Kunth

Klaprothia ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Blumennesselgewächse (Loasaceae). Sie enthält nur zwei Arten, die in der Neotropis weitverbreitet sind und in vielen Gebieten der Welt als invasive Pflanzen gelten. Der Gattungsname ehrt den deutschen Chemiker Martin Heinrich Klaproth (1743–1817).<ref name="Burkhardt2018" />

Beschreibung

Vegetative Merkmale

Es handelt sich um aufrechte, einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen. Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind einfach mit gesägten Blattrand.<ref name="ManualPlantasCostaRica" />

Generative Merkmale

Die Blütenstände sind endständig und entweder thyrsenähnlich oder Dichasien, vor jeder der aufrecht stehenden Einzelblüten stehen zwei winzige Vorblätter.

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und vierzählig mit doppelter Blütenhülle.<ref name="FoPanama" /><ref name="ManualPlantasCostaRica" /> Es sind vier Kelchblätter vorhanden. Die vier freien Kronblätter<ref name="FoPanama" /> sind weiß. Die gelben Staminodien stehen in Gruppen zu zwei bis sechs Stück miteinander und sind entweder unverwachsen oder die drei bis vier äußeren sind am Ansatz miteinander verwachsen, dicht papillös behaart und an der Spitze unregelmäßig keulenförmig und gelappt. Vier Fruchtblätter sind zu einem unterständigen, einkammerigen Fruchtknoten verwachsen. Der Griffel ist fadenförmig.<ref name="FoPanama" />

Die kleine Kapselfrucht ist eiförmig und gerade bis schwach verdreht, sie öffnet mit vier Klappen<ref name="FoPanama" /><ref name="ManualPlantasCostaRica" /> am oberen Ende der Frucht oder entlang länglicher Schlitze und enthält 2 bis 200 Samen<ref name="ManualPlantasCostaRica" />. Die Samen sind schwach eiförmig.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24 bzw. 48.

Verbreitung

Die Gattung Klaprothia ist vom südlichen Mexiko über Zentralamerika bis nach Brasilien und Bolivien weitverbreitet und strahlt bis auf die Galapagos-Inseln und Karibische Inseln aus.

Systematik

Die Erstbeschreibung von Klaprothia erfolgte 1823 durch Karl Sigismund Kunth in Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt, Aimé Jacques Alexandre Bonpland, Karl Sigismund Kunth: Nova Genera et Species Plantarum (folio ed.), 6, Seite 96. Typusart ist Klaprothia mentzelioides <templatestyles src="Person/styles.css" />Bonpl. & Kunth.<ref name="Tropicos" /> Synonyme für Klaprothia <templatestyles src="Person/styles.css" />Kunth sind: Ancyrostemma <templatestyles src="Person/styles.css" />Poepp. & Endl., Sclerothrix <templatestyles src="Person/styles.css" />C.Presl.<ref name="GRIN" />

Die Gattung Klaprothia gehört zur Tribus Klaprothieae in der Unterfamilie Loasoideae innerhalb der Familie Loasaceae.<ref name="GRIN" /> Bis Poston & Nowicke 1990" waren in Tribus Klaprothieae zwei monotypische Gattungen Klaprothia und Sclerothrix. Sclerothrix fasciculata wurde 1990 in die Gattung Klaprothia gestellt.<ref name="Poston-Nowicke1990" />

Die Gattung Klaprothia enthält nur zwei Arten:

  • Klaprothia fasciculata <templatestyles src="Person/styles.css" />(C.Presl) Poston (Syn.: Ancyrostemma micranthum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Ruiz & Pav. ex G.Don) Poepp. & Endl., Blumenbachia micrantha <templatestyles src="Person/styles.css" />Ruiz & Pav. ex G.Don, Loasa micrantha <templatestyles src="Person/styles.css" />Poepp., Loasa micrantha <templatestyles src="Person/styles.css" />Ruiz & Pav., Loasa micrantha <templatestyles src="Person/styles.css" />Ruiz & Pav. ex A.López, Sclerothrix fasciculata <templatestyles src="Person/styles.css" />C.Presl): Sie kommt von Mexiko bis ins tropische Südamerika und auf Hispaniola vor.<ref name="POWO" /><ref name="Tropicos" />
  • Klaprothia mentzelioides <templatestyles src="Person/styles.css" />Kunth: Sie kommt von Costa Rica bis Bolivien und dem nördlichen Brasilien vor.<ref name="POWO" />

Quellen

Literatur

  • Maximilian Weigend: Loasaceae. In:
  • Maximilian Weigend: Loasaceae – Familial and generic classification. Online, Zugriff am 1. August 2008
  • Muriel S. Poston, Joan W. Nowicke: A reevaluation of Klaprothia and Sclerothrix (Loasaceae: Klaprothieae). In: Systematic Botany, Volume 15, Issue 4, 1990, S. 675. Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="Tropicos"> Klaprothia bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="FoPanama"> Klaprothia bei Tropicos.org. In: Flora of Panama (WFO). Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="ManualPlantasCostaRica"> Klaprothia bei Tropicos.org. In: Manual de Plantas de Costa Rica. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Poston-Nowicke1990"> Muriel S. Poston, Joan W. Nowicke: A reevaluation of Klaprothia and Sclerothrix (Loasaceae: Klaprothieae). In: Systematic Botany, Volume 15, Issue 4, 1990, S. 675. Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)</ref> <ref name="POWO">Datenblatt Klaprothia bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science.</ref> <ref name="Burkhardt2018">Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition. Teil I und II. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5, doi:10.3372/epolist2018.</ref> </references>

Weblinks