Loasa
<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />
| Loasa | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Loasa vulcanica 001.JPG | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Loasa | ||||||||||||
| Adans. |
Loasa ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Blumennesselgewächse (Loasaceae). Die etwa 36 Arten kommen fast alle in Chile und Argentinien vor.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Bei Loasa-Arten handelt es sich um einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen, selten um kleine Sträucher. Sie wachsen aufrecht, rosettenförmig oder kletternd. Die oberirdischen Pflanzenteile sind mit Nesselhaaren besetzt. Die Primärwurzel ist dünn oder bildet eine verdickte Pfahlwurzel oder auch eine Knolle.
Die Laubblätter sind entweder überall gegenständig angeordnet oder nur in der unteren Hälfte und in der oberen wechselständig. Die Blattspreiten sind meist eiförmig und gefiedert, gelegentlich doppelt gefiedert. Gelegentlich sind die Blattspreiten auch breit-eiförmig bis annähernd kreisförmig und annähernd handförmig gelappt.
Generative Merkmale
Die Blüten stehen selten einzeln, meist in endständigen Blütenständen, die die Form von Dichasien oder thyrsenähnlich sind. Unter den meist hängenden, bei rosettenförmig wachsenden Arten auch aufrecht stehenden Einzelblüten stehen jeweils zwei frondose Vorblätter.
Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und meist fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Kelchblätter sind haltbar. Die meist weißen, gelben oder roten Kronblätter sind meist genagelt. Die äußeren Staminodien sind verwachsen und bilden ein Schuppenblatt („nectar scale“), an dessen äußerer Seite drei lange flaggenförmige weiße, rote oder gelbe Fortsätze stehen.
Die zylindrischen bis annähernd runden Kapselfrüchte öffnet sich mit drei bis fünf Klappen am oberen Ende der Frucht. Die Samen sind eiförmig, selten groß und rund.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 12, 24, 26 bzw. 36.
Verbreitung
Die Loasa-Arten sind fast ausschließlich in Chile und Argentinien beheimatet, mit der Ausnahme einer Art, die sich auch an der peruanischen Küste findet.
Systematik
Die Gattung Loasa wurde 1763 durch Michel Adanson in Familles des Plantes, 2, Seite 501 aufgestellt. Typusart ist Loasa acanthifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />Desr.<ref name="Tropicos" />
Die Gattung Loasa gehört zur Tribus Loaseae in die Unterfamilie Loasoideae innerhalb der Familie Loasaceae.<ref name="GRIN" /> Die Gattung Loasa ist eng verwandt mit den Gattungen Caiophora, Scyphanthus und Blumenbachia. Die Gattung Loasa wurde von Ignatz Urban und Ernest Friedrich Gilg 1900 in mehrere Sektionen und Serien unterteilt, diese Untergliederung wird so nicht mehr verwendet. Es wird davon ausgegangen, dass die Gattung paraphyletisch ist. Es wurden seit 1997 viele Arten in die Gattung Nasa ausgegliedert.
Die Gattung Loasa umfasst etwa 36 Arten, darunter:
- Loasa acanthifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />Desr.: Sie kommt vom zentralen und südlichen Chile bis Argentinien vor.<ref name="POWO" />
- Loasa acerifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />Dombey ex A.Juss.: Sie kommt vom zentralen und südlichen Chile bis ins südliche Argentinien vor.<ref name="POWO" />
- Loasa argentina <templatestyles src="Person/styles.css" />Urb. & Gilg: Sie kommt in Argentinien und in Chile vor.<ref name="GRIN" />
- Loasa arnottiana <templatestyles src="Person/styles.css" />Gay: Sie kommt in Chile vor.<ref name="POWO" />
- Loasa artemisiifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />Poepp. ex Urb. & Gilg
- Loasa bergii <templatestyles src="Person/styles.css" />Hieron. (Syn.: Pinnasa bergii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Hieron.) Weigend & R.H.Acuña): Sie kommt vom südlichen Chile bis Argentinien vor.<ref name="POWO" />
- Loasa cuzcoensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Killip: Dieser Endemit kommt nur in der peruanischen Region Cusco vor.<ref name="GRIN" />
- Loasa elongata <templatestyles src="Person/styles.css" />Hook. & Arn. (Syn.: Loasa urmenetae <templatestyles src="Person/styles.css" />Phil.): Sie kommt im nördlichen und nördlich-zentralen Chile vor.<ref name="POWO" />
- Loasa insons <templatestyles src="Person/styles.css" />Poepp.: Sie kommt vom zentralen Chile bis Argentinien vor.<ref name="POWO" />
- Loasa lateritia <templatestyles src="Person/styles.css" />Gillies ex Arn. (Syn.: Grausa lateritia <templatestyles src="Person/styles.css" />(Gillies ex Arn.) Weigend & R.H.Acuña): Chile bis Argentinien.<ref name="POWO" />
- Loasa nitida <templatestyles src="Person/styles.css" />Lam.: Peru bis nördliches Chile.<ref name="POWO" />
- Loasa malesherbioides <templatestyles src="Person/styles.css" />Phil. (Syn.: Presliophytum malesherbioides <templatestyles src="Person/styles.css" />(Phil.) R.H.Acuña & Weigend): Chile bis Argentinien.<ref name="POWO" />
- Loasa pallida <templatestyles src="Person/styles.css" />Gillies ex Arn.: Nördliches und zentrales Chile.<ref name="POWO" />
- Loasa rudis <templatestyles src="Person/styles.css" />Benth.: Südliches Mexiko bis Peru.<ref name="POWO" />
- Loasa rupestris <templatestyles src="Person/styles.css" />Gardner (Syn.: Aosa rupestris <templatestyles src="Person/styles.css" />(Gardner) Weigend): Sie kommt im nordöstlichen Brasilien vor.<ref name="POWO" />
- Loasa speciosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Donn.Sm. (Syn.: Nasa speciosa <templatestyles src="Person/styles.css" />(Donn.Sm.) Weigend): Costa Rica bis Panama.<ref name="POWO" />
- Loasa tricolor <templatestyles src="Person/styles.css" />Ker Gawl.: Nördliches und zentrales Chile bis westliches Argentinien.<ref name="POWO" />
- Loasa triloba <templatestyles src="Person/styles.css" />Dombey ex Juss.: Peru bis nördliches und zentrales Chile.<ref name="POWO" />
- Loasa triphylla <templatestyles src="Person/styles.css" />Juss. (Syn.: Nasa triphylla <templatestyles src="Person/styles.css" />(Juss.) Weigend): Kolumbien bis Peru.<ref name="POWO" />
- Loasa vulcanica <templatestyles src="Person/styles.css" />André (Syn.: Nasa triphylla subsp. papaverifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />(Kunth) Weigend): Sie kommt in Kolumbien, Venezuela und Ecuador vor.<ref name="POWO" />
Nachweise
- Maximilian Weigend: Loasaceae. In:
- Maximilian Weigend: Familial and generic classification, Online, Zugriff am 1. August 2008
Einzelnachweise
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="Tropicos"> Loasa bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="POWO">Datenblatt Loasa bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science.</ref> </references>
Weblinks
- Loasa bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum