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Pivot-Grammatik

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Als Pivot-Grammatik ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) wird die vom US-amerikanischen Linguisten Martin Braine<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Martin Braine, 69, Cognitive Psychologist (Nachruf).] The New York Times, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 26. Januar 2015 (englisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> beschriebene theoretische Grammatik bezeichnet, welche Zweiwortsätze aus einem Pivot und einem weiteren offenen Wort bildet. Martin Braine formulierte damit 1963 die Spracherwerbtheorie, dass Kleinkinder in ihrer Zweiwortphase Zweiwort-Kombinationen nach festen Regeln bilden (beginnend zwischen 1. und 2. Lebensjahr).

Definition

Die Pivot-Grammatik besteht aus nur zwei Wortklassen: Einem Pivot (P) und einem weiteren offenen Begriff (O). Der Pivot ist hierbei der Angelpunkt und steht stets an derselben Stelle (zu Beginn P1 oder am Ende P2). Der Pivot „zu“ beispielsweise steht gewöhnlich stets an zweiter Stelle: „Tür zu“, „Auto zu“ usw. Die Anzahl der Pivots, die ein Kind in diesem Stadium besitzt, ist gering. Nach Braine entwickeln sich aus den Pivots später die Funktionswörter (Präpositionen, Pronomen usw.), während aus den anderen Wörtern inhaltliche Begriffe entstehen, wie z. B. Substantive oder Adjektive, obwohl ein Pivot auch zu dieser Wortgruppe gehören kann.

So gibt es drei mögliche Zwei-Wort-Kombinationen (P = Pivot; O = offenes Wort):

<math>P</math>1 <math>+ O</math>
<math>O + P</math>2
<math>O + O</math>

Die Kombination P + P ist dagegen nicht möglich.<ref>Dieter E. Zimmer: So kommt der Mensch zur Sprache. In: Die Zeit, 27. Juni 1980.</ref> Ebenso sind Wechselkombinationen (P2 + O; O + P1) unmöglich.

Heute

Erstmals kritisiert wurde die Pivot-Grammatik-Theorie Anfang der 1970er von den Kindersprachforschern Lois Bloom und Roger Brown von der Harvard University. So würde diese Grammatik die inhaltliche Bedeutung eines Wortes nicht berücksichtigen. Der gleiche Zwei-Wort-Satz eines Kindes könne unterschiedliche Bedeutungen haben: So kann „Papa Ball“ bedeuten, dass Papas Ball da liegt, oder auch, dass Papa ihn holen soll. Spätere Untersuchungen ergaben, dass die meisten Zwei-Wort-Kombinationen nicht nach der Pivot-Grammatik aufgebaut sind. Nach Brown besitzen Kinder in dieser Phase eine telegraphische Sprache.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig telegraphic speech.] In: ThoughtCo. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 1. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), frühere Veröffentlichung auf about.com 2010).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Literatur

  • Dieter E. Zimmer: So kommt der Mensch zur Sprache. Über Spracherwerb, Sprachentstehung und Sprache & Denken. Aktualisierte Neuausgabe. Heyne, München 2008, ISBN 978-3-453-60065-2, S. 44–47.

Weblinks

Wiktionary: Pivot-Grammatik – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references/>