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Brennende Waldrebe

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Brennende Waldrebe
Datei:Clematis flammula (1).jpg

Brennende Waldrebe (Clematis flammula)

Systematik
Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Unterfamilie: Ranunculoideae
Tribus: Anemoneae
Gattung: Waldreben (Clematis)
Art: Brennende Waldrebe
Wissenschaftlicher Name
Clematis flammula
L.

Die Brennende Waldrebe oder Mandel-Waldrebe (Clematis flammula) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Waldreben (Clematis) innerhalb der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Sie bildet dekorative und wohlriechende Blüten, die intensiv nach Bittermandel duften.<ref name="Steinbachs"/>

Beschreibung

Datei:Clematis flammula (dessin).jpg
Illustration
Datei:Clematis flammula Corsica.jpg
Blütenstand
Datei:Clematis flammula.jpg
Früchte
Datei:Clematis flammula MHNT.BOT.2008.1.7.jpg
Früchte im Detail

Vegetative Merkmale

Die Brennende Waldrebe ist eine kletternde, sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 3 bis 5 Metern erreicht.<ref name="Steinbachs"/><ref name="KMF"/>

Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die meist doppelt gefiederte Blattspreite besitzt gewöhnlich fünf Fiederblättchen. Die unteren Fiederblättchen sind breit oval und oft dreizählig oder mehrlappig, an der Basis abgerundet und sonst gezähnt, die oberen Fiederblättchen sind meist einfach. Die Fiedern sind lang gestielt und oberseits glänzend.<ref name="Steinbachs"/><ref name="KMF"/>

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Mai bis August. In den oberen Blattachseln stehen zahlreiche Blüten in großen bis zu 25 Zentimeter breiten, rispigen Blütenständen zusammen. Die wohlriechenden und zwittrigen, gestielten Blüten sind bei einem Durchmesser von 2 bis 3 Zentimetern radiärsymmetrisch mit einfacher Blütenhülle, die Kronblätter fehlen. Am Blütenstiel sind zwei Vorblätter. Die vier weißen, petaloiden Kelchblätter sind schmal und außen am Rand dicht behaart.<ref name="Steinbachs"/><ref name="KMF"/> Es sind einige Staubblätter und bis zu 8 freie, oberständige, einkammerige Stempel vorhanden.

Die flachen, bis 5 Millimeter großen Achänen besitzen einen bis zu 2 Zentimeter langen, fedrigen Schweif (Schnabel), sie stehen zu mehreren in einer Sammelfrucht zusammen.<ref name="Steinbachs"/><ref name="KMF"/>

Chromosomenzahl

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.<ref name="IPCN" />

Vorkommen

Die Brennende Waldrebe gedeiht in Macchien und Hecken im Mittelmeerraum und in Vorderasien.<ref name="Päonie"/> Sie ist im Mittelmeerraum häufig. Die Brennende Waldrebe ist in Mitteleuropa nicht winterhart.<ref name="Steinbachs"/>

Verwendung

Die Brennende Waldrebe war vom 17. bis zum 19. Jahrhundert eine in Mitteleuropa beliebte und häufige Gartenpflanze. Sie ist jedoch heute in unseren Gärten kaum zu sehen.<ref name="Päonie"/> Im Mittelalter wurde die Pflanze, wie auch andere Waldreben, Flammula genannt und in der Heilkunde<ref>Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 186.</ref> eingesetzt.

Literatur

  • Ingrid Schönfelder, Peter Schönfelder: Die Kosmos-Mittelmeerflora. 3. Auflage. Franckh, Stuttgart 1999, ISBN 3-440-07803-5, S. 84.
  • Bruno P. Kremer: Strauchgehölze. Erkennen & bestimmen. In: Steinbachs Naturführer. Mosaik, Niedernhausen 2002, ISBN 3-576-11478-5, S. 24.
  • Marilena Idžojtić: Dendrology. Academic Press, 2019, ISBN 978-0-12-819644-1, S. 182.

Weblinks

Commons: Brennende Waldrebe (Clematis flammula) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="Päonie"> Heinz-Dieter Krausch: Kaiserkron und Päonien rot... von der Entdeckung und Einführung unserer Gartenblumen. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2007, ISBN 978-3-423-34412-8, S. 114. </ref> <ref name="KMF"> Ingrid Schönfelder, Peter Schönfelder: Die Kosmos-Mittelmeerflora. 3. Auflage. Franckh, Stuttgart 1999, ISBN 3-440-07803-5, S. 84. </ref> <ref name="Steinbachs"> Bruno P. Kremer: Strauchgehölze. Erkennen & bestimmen. In: Steinbachs Naturführer. Mosaik, Niedernhausen 2002, ISBN 3-576-11478-5, S. 24. </ref> <ref name="IPCN">Clematis flammula bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> </references>