Uranylnitrat
| Strukturformel | ||||||||||
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| Nitration Uranylion Nitration | ||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||
| Name | Uranylnitrat | |||||||||
| Summenformel |
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| Kurzbeschreibung |
zitronengelber, gelbgrün fluoreszierender Feststoff<ref name="GESTIS"/> | |||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||
| Molare Masse | ||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||
| Dichte |
2,81 g·cm−3 (13 °C)<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> | |||||||||
| Schmelzpunkt |
Zersetzung > 100 °C<ref name="GESTIS"/> | |||||||||
| Löslichkeit |
gut in Wasser (550 g·l−1 bei 20 °C, Hexahydrat)<ref name="GESTIS"/> | |||||||||
| Gefahren- und Sicherheitshinweise | ||||||||||
| Datei:ISO 7010 W003.svg Radioaktiv | ||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||
Uranylnitrat (UO2(NO3)2) ist ein wasserlösliches gelbes Uransalz. Es kann durch Umsetzung von Uransalzen mit Salpetersäure erhalten werden.
Eigenschaften
Uranylnitrat löst sich sehr gut in Wasser, zudem in Ethanol, Aceton und Ether, jedoch nicht in Benzol, Toluol oder Chloroform. Die gelbgrünen Kristalle des Uranylnitrat-Hexahydrat sind tribolumineszent.<ref>D. E. Roberts, T. S. Modise: „Laser removal of loose Uran compound contamination from metal surfaces“, in: Applied Surface Science, 2007, 253, S. 5258–5267; doi:10.1016/j.apsusc.2006.11.050.</ref> Bei höheren Temperaturen zersetzt es sich zu Urantrioxid (UO3).
Verwendung
Zusammen mit Uranylacetat findet Uranylnitrat Verwendung zur Negativkontrastierung in Elektronenmikroskopen.
Bei der Wiederaufarbeitung entsteht Uranylnitrat beim Auflösen des abgebrannten nuklearen Brennstoffs (zumeist UO2) bzw. von Yellowcake in Salpetersäure. Es wird dann in weiteren Schritten zu Uranhexafluorid umgesetzt, welches zur Isotopentrennung und zur Produktion von angereichertem Uran dient.
Sicherheitshinweise
Uranylnitrat ist eine oxidierende und giftige Verbindung. Außerdem besteht die Gefahr der Anreicherung im menschlichen Körper, was vor allem die Leber und die Nieren betrifft. Für Wasserorganismen ist es ebenfalls giftig und kann Langzeitschäden in der Wasserwelt verursachen. Wie alle Uranverbindungen ist es radioaktiv. Die Aktivität ist von der Isotopenzusammensetzung des Urans abhängig. Zudem wirkt sich Uranylnitrat brandfördernd aus und kann beim Erhitzen im Kontakt mit oxidierbaren Substanzen zu Explosionen führen.
Einzelnachweise
<references/>
Literatur
- Ingmar Grenthe, Janusz Drożdżynński, Takeo Fujino, Edgar C. Buck, Thomas E. Albrecht-Schmitt, Stephen F. Wolf: Uranium, in: Lester R. Morss, Norman M. Edelstein, Jean Fuger (Hrsg.): The Chemistry of the Actinide and Transactinide Elements, Springer, Dordrecht 2006; ISBN 1-4020-3555-1, S. 253–698; doi:10.1007/1-4020-3598-5_5.
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Giftflasche Uranylnitrat; deutsch um 1950/60; Pressglas mit geschliffenem Stöpsel. Beschriftung: Merck's Reagenzien 25 g Uranium nitricum pro analysi. ( vom 8. September 2016 im Internet Archive)
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
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- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Radioaktiver Stoff
- Gehört zu einer als gefährlich eingestuften Stoffgruppe (CLP-Verordnung)
- Giftiger Stoff bei Einatmen
- Giftiger Stoff bei Verschlucken
- Gesundheitsschädlicher Stoff (Organschäden)
- Umweltgefährlicher Stoff (chronisch wassergefährdend)
- Wikipedia:P-Sätze fehlen
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Uranylverbindung
- Nitrat