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Zwikker-Reaktion

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 31. Januar 2025 um 08:35 Uhr durch imported>Orci (Einzelnachweise: -Kat, Nachweisreaktionen werden üblicherweise nicht als Namensreaktion bezeichnet).
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Die Zwikker-Reaktion stellt eine Identitätsprüfung auf nicht am Stickstoff substituierte Barbiturate dar. Dabei werden Derivate der Barbitursäure mit Cobalt(II)- oder Kupfer(II)-salzen im alkalischen Milieu umgesetzt, wobei farbige Komplexe entstehen.<ref name=schmidt/><ref name=umlauff>W. Hänsel, S. Umlauff: Barbituratanalytik mit Schwermetallionen von den Anfängen bis zur Gegenwart, in: Pharmazie in unserer Zeit 1993, 22, 207–213; doi:10.1002/pauz.19930220423.</ref> Sie trägt den Namen ihres Entdeckers Jan Jacobus Lijnst Zwikker (1890–1956).<ref>Pharmac. Weekbl. 68 (1931), S. 975 ff. Abgerufen am 13. Januar 2019.</ref>

Zum Barbituratnachweis wird die zu untersuchende Probe mit dem Zwikker-Reagenz, bestehend aus einer mit Pyridin versetzten wässrigen Kupfer(II)-sulfatlösung, versetzt. Bei Anwesenheit von Barbituraten entsteht nach einiger Zeit ein rosa-violetter Niederschlag, Thiobarbiturate ergeben einen grünen Niederschlag.<ref name=schmidt>G. Schmidt: Über die Spezifität der Zwikker-Reaktion beim Barbituratnachweis, in: International Journal of Legal Medicine 1961, 51, 534–536; doi:10.1007/BF00575892.</ref> In den gebildeten Komplexen koordiniert das Barbiturat als zweizähniger Chelatligand über Stickstoff und Sauerstoff am Metallzentrum.<ref name=umlauff/>

Die Zwikker-Reaktion erlaubt jedoch nur einen Gruppennachweis, die Unterscheidung einzelner Barbiturate ist nicht möglich. Des Weiteren ergeben weitere Substanzen ebenfalls positive Nachweise. Hierzu gehören beispielsweise Theophyllin, Hydantoinderivate, Natriumsalicylat und Aureomycin.<ref name=schmidt/>

Einzelnachweise

<references />