Gutsbezirk Reinhardswald
| Wappen | Deutschlandkarte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vorlage:Platzhalterbild |
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| Basisdaten | ||||||
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 51° 26′ N, 9° 36′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|06633200}}
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| Bundesland: | Hessen | |||||
| Landkreis: | Landkreis Kassel | |||||
| Fläche: | Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km² | |||||
| Einwohner: | {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|06633200}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | QUELLE}}</ref> | ||||
| Bevölkerungsdichte: | Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km² | |||||
| Postleitzahlen: | keine | |||||
| Vorwahl: | 05541 | |||||
| Kfz-Kennzeichen: | KS, HOG, WOH | |||||
| Gemeindeschlüssel: | 06 6 33 200 | |||||
| Adresse der Gebietsverwaltung: |
Forstamt Reinhardshagen Obere Kasseler Str. 27 34359 Reinhardshagen | |||||
| Lage des gemeindefreien Gebiets Gutsbezirk Reinhardswald im Landkreis Kassel | ||||||
Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata
Der Gutsbezirk Reinhardswald (auch Forstgutsbezirk Reinhardswald genannt)<ref name="starweb" /><ref name="tagesspiegel" /> ist als Gutsbezirk ein gemeindefreies Gebiet im nordhessischen Landkreis Kassel. Es ist 184,16 km² groß; davon sind 180,81 km² Wald.<ref name="lagis" /> Als größter der drei noch verbliebenen hessischen Gutsbezirke umfasst er fast die gesamte Fläche des rund 200 km² großen Reinhardswaldes. Es gibt ferner in Nordhessen den Gutsbezirk Kaufunger Wald und in Südhessen den Gutsbezirk Spessart.
Verwaltung
Gemäß § 153 Absatz 1 Buchstabe c der Hessischen Gemeindeordnung gilt die Verordnung über gemeindefreie Grundstücke und Gutsbezirke vom 15. November 1938 fort.<ref name="Gv35-v238" /> Der Gutsbezirk Reinhardswald ist ein Forstgutsbezirk im Sinne des § 4 Absatz 2 der Verordnung; daher ist der zuständige staatliche Forstbeamte Gutsvorsteher. Der Bezirk wird deshalb vom Reinhardshagener Forstamtsleiter verwaltet. Dieser fungiert als Bürgermeister, wobei er nicht gewählt, sondern vom Landkreis ernannt wird. Wesentliche Aufgaben des Bürgermeisters sind unter anderem die Erhebung von Steuern, Müllbeseitigung, die Betreuung der Einwohner, Aufgaben der Ortspolizei, des Standesamtes sowie die Aufgaben als Träger öffentlicher Belange.
Gliederung
Laut Hessischem Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hessisches Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation ( vom 9. November 2017 im Internet Archive)</ref> gliedert sich der Gutsbezirk in sieben Gemarkungen:
| Gemarkungs- schlüssel |
Gemarkung | Fläche<ref>Geolytics.de 2019</ref> km² |
Bemerkungen |
|---|---|---|---|
| 061558 | Oberförsterei Gahrenberg | 44,04 | Südteil |
| 061559 | Oberförsterei Gottsbüren | 24,48 | Norden, mit Exklave im Westen |
| 061560 | Oberförsterei Hofgeismar | 13,08 | Westen |
| 061562 | Oberförsterei Karlshafen | 25,84 | Nordteil |
| 061564 | Oberförsterei Veckerhagen | 35,92 | Osten |
| 061619 | Oberförsterei Hombressen | 37,57 | Westen |
| 061627 | Trendelburg | 0,66 | 5 separate Gebietsteile im Westen |
| Gutsbezirk Reinhardswald | 184,16 |
Im Gutsbezirk Reinhardswald sind 38 Flurnamen dokumentiert,<ref>Flurnamen (Hessen)</ref> desgleichen neun Wüstungen.<ref name="Wüstung">Historisches Ortslexikon</ref>
Einwohner
Laut Angaben des Hessischen Statistischen Landesamtes ist der Gutsbezirk unbewohnt.<ref name="HSL" /> Allerdings leben zwei Einwohner in dem Gebiet, wenige hundert Meter von der Altstadt Hann. Mündens entfernt, welche die Gaststätte Tillyschanze neben dem gleichnamigen Aussichtsturm bis 2020 betrieben haben.<ref>Tillyschanze Waldbiergarten und mehr. Abgerufen am 19. Januar 2025.</ref> Zwischen der Gaststätte und dem Turm verläuft die Landesgrenze von Hessen und Niedersachsen. Beide Personen sind beim Forstamt in Reinhardshagen gemeldet, das für Verwaltungsangelegenheiten zuständig ist. In finanziellen Angelegenheiten müssen die beiden Bewohner das Finanzamt in Hofgeismar aufsuchen, in ordnungsrechtlichen Gaststättenangelegenheiten die Ordnungsbehörde in Kassel. Das Abwasser wird nach Niedersachsen abgeleitet. Das zuständige Wahllokal liegt in Reinhardshagen, Ortsteil Veckerhagen.<ref name="GT" /><ref name="Spiegel" /><ref name="TiSchaKu" /> Warum der Gutsbezirk dennoch weiterhin als unbewohnt geführt wird, ist unbekannt.
Zwischen 1950 und 1967 war der Bezirk bewohnt:<ref name="Wüstung"/>
- 1950: 63
- 1956: 65
- 1961: 46
- 1967: 37
Da der Gutsbezirk bis Dezember 2015 keine Postleitzahl besaß, wurde er auch nicht mit Post beliefert. So richteten sich die beiden Einwohner ein Postfach in Hann. Münden ein. Insbesondere das Kuriosum der fehlenden Postleitzahl war bereits Gegenstand einer Kleinen Anfrage im Hessischen Landtag.<ref name="starweb" /> Im Dezember 2015 erhielt die Tillyschanze die Adresse Bierweg 1, 34346 Hann. Münden und wird seitdem auch mit Post beliefert.<ref name="TiSchaKu" />
Weblinks
- „Gutsbezirk Reinhardswald, Landkreis Kassel“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Einzelnachweise
<references> <ref name="starweb">Kleine Anfrage des Abgeordneten Schäfer-Gümbel (SPD) vom 7. September 2012 betreffend Zustellung von Post im Forstgutsbezirk Reinhardswald, auf starweb.hessen.de (PDF; 71,1 kB)</ref> <ref name="tagesspiegel">Die Tillyschanze – Leben im Niemandsland, vom 5. August 2013, auf tagesspiegel.de</ref> <ref name="lagis">„Gutsbezirk Reinhardswald, Landkreis Kassel“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS)., Stand von 1961, in Flächennutzungsstatistik</ref> <ref name="Gv35-v238">Verordnung über gemeindefreie Grundstücke und Gutsbezirke, § 119, Nr. 2 der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 (RGBl. I, S. 4), vom 15. November 1938, auf verfassungen.de</ref> <ref name="HSL">Hessisches Statistisches Landesamt: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Bevölkerung der hessischen Gemeinden am 30. Juni 2020 ( vom 26. April 2021 im Internet Archive), S. 45, auf statistik.hessen.de</ref> <ref name="GT">Keine Postleitzahl, aber 100 Prozent Wahlbeteiligung, in Göttinger Tageblatt, vom 26. August 2005</ref> <ref name="Spiegel">Sebastian Winter: Waldmenschen von Reinhardswald: Die einsamsten Wähler des Landes. In: Spiegel Online. 16. Januar 2009 (spiegel.de [abgerufen am 3. September 2018]).</ref> <ref name="TiSchaKu">Kurioses: Der Forstgutsbezirk Reinhardswald – ein Kuriosum in Hessen!, auf tillyschanze.de</ref> </references>
<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang
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