Zum Inhalt springen

Gutsbezirk Reinhardswald

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 19. Juli 2025 um 02:13 Uhr durch imported>Diopuld (Gliederung).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wappen Deutschlandkarte
Vorlage:Platzhalterbild
Basisdaten
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 51° 26′ N, 9° 36′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|06633200}}Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 51° 26′ N, 9° 36′ O
 {{#coordinates:51,441518|9,592741|primary
dim= globe= name= region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Bundesland: Hessen
Landkreis: Landkreis Kassel
Fläche: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km²
Einwohner: {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|06633200}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code QUELLE}}</ref>
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km²
Postleitzahlen: keineVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/PLZ falsch
Vorwahl: 05541
Kfz-Kennzeichen: KS, HOG, WOH
Gemeindeschlüssel: 06 6 33 200
Adresse der
Gebietsverwaltung:
Forstamt Reinhardshagen
Obere Kasseler Str. 27
34359 Reinhardshagen
Lage des gemeindefreien Gebiets Gutsbezirk Reinhardswald im Landkreis Kassel
Datei:Gutsbezirk Reinhardswald in KS mit Labels.svg
Karte

Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata

Der Gutsbezirk Reinhardswald (auch Forstgutsbezirk Reinhardswald genannt)<ref name="starweb" /><ref name="tagesspiegel" /> ist als Gutsbezirk ein gemeindefreies Gebiet im nordhessischen Landkreis Kassel. Es ist 184,16 km² groß; davon sind 180,81 km² Wald.<ref name="lagis" /> Als größter der drei noch verbliebenen hessischen Gutsbezirke umfasst er fast die gesamte Fläche des rund 200 km² großen Reinhardswaldes. Es gibt ferner in Nordhessen den Gutsbezirk Kaufunger Wald und in Südhessen den Gutsbezirk Spessart.

Verwaltung

Gemäß § 153 Absatz 1 Buchstabe c der Hessischen Gemeindeordnung gilt die Verordnung über gemeindefreie Grundstücke und Gutsbezirke vom 15. November 1938 fort.<ref name="Gv35-v238" /> Der Gutsbezirk Reinhardswald ist ein Forstgutsbezirk im Sinne des § 4 Absatz 2 der Verordnung; daher ist der zuständige staatliche Forstbeamte Gutsvorsteher. Der Bezirk wird deshalb vom Reinhardshagener Forstamtsleiter verwaltet. Dieser fungiert als Bürgermeister, wobei er nicht gewählt, sondern vom Landkreis ernannt wird. Wesentliche Aufgaben des Bürgermeisters sind unter anderem die Erhebung von Steuern, Müllbeseitigung, die Betreuung der Einwohner, Aufgaben der Ortspolizei, des Standesamtes sowie die Aufgaben als Träger öffentlicher Belange.

Gliederung

Laut Hessischem Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hessisches Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (Memento vom 9. November 2017 im Internet Archive)</ref> gliedert sich der Gutsbezirk in sieben Gemarkungen:

Gemarkungs-
schlüssel
Gemarkung Fläche<ref>Geolytics.de 2019</ref>
km²
Bemerkungen
061558 Oberförsterei Gahrenberg 44,04 Südteil
061559 Oberförsterei Gottsbüren 24,48 Norden, mit Exklave im Westen
061560 Oberförsterei Hofgeismar 13,08 Westen
061562 Oberförsterei Karlshafen 25,84 Nordteil
061564 Oberförsterei Veckerhagen 35,92 Osten
061619 Oberförsterei Hombressen 37,57 Westen
061627 Trendelburg 0,66 5 separate Gebietsteile im Westen
  Gutsbezirk Reinhardswald 184,16  
Datei:Gutsbezirk Reinhardswald GMK Karte.jpg
Gliederung des Gutsbezirks in Gemarkungen

Im Gutsbezirk Reinhardswald sind 38 Flurnamen dokumentiert,<ref>Flurnamen (Hessen)</ref> desgleichen neun Wüstungen.<ref name="Wüstung">Historisches Ortslexikon</ref>

Einwohner

Laut Angaben des Hessischen Statistischen Landesamtes ist der Gutsbezirk unbewohnt.<ref name="HSL" /> Allerdings leben zwei Einwohner in dem Gebiet, wenige hundert Meter von der Altstadt Hann. Mündens entfernt, welche die Gaststätte Tillyschanze neben dem gleichnamigen Aussichtsturm bis 2020 betrieben haben.<ref>Tillyschanze Waldbiergarten und mehr. Abgerufen am 19. Januar 2025.</ref> Zwischen der Gaststätte und dem Turm verläuft die Landesgrenze von Hessen und Niedersachsen. Beide Personen sind beim Forstamt in Reinhardshagen gemeldet, das für Verwaltungsangelegenheiten zuständig ist. In finanziellen Angelegenheiten müssen die beiden Bewohner das Finanzamt in Hofgeismar aufsuchen, in ordnungsrechtlichen Gaststättenangelegenheiten die Ordnungsbehörde in Kassel. Das Abwasser wird nach Niedersachsen abgeleitet. Das zuständige Wahllokal liegt in Reinhardshagen, Ortsteil Veckerhagen.<ref name="GT" /><ref name="Spiegel" /><ref name="TiSchaKu" /> Warum der Gutsbezirk dennoch weiterhin als unbewohnt geführt wird, ist unbekannt.

Zwischen 1950 und 1967 war der Bezirk bewohnt:<ref name="Wüstung"/>

  • 1950: 63
  • 1956: 65
  • 1961: 46
  • 1967: 37

Da der Gutsbezirk bis Dezember 2015 keine Postleitzahl besaß, wurde er auch nicht mit Post beliefert. So richteten sich die beiden Einwohner ein Postfach in Hann. Münden ein. Insbesondere das Kuriosum der fehlenden Postleitzahl war bereits Gegenstand einer Kleinen Anfrage im Hessischen Landtag.<ref name="starweb" /> Im Dezember 2015 erhielt die Tillyschanze die Adresse Bierweg 1, 34346 Hann. Münden und wird seitdem auch mit Post beliefert.<ref name="TiSchaKu" />

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="starweb">Kleine Anfrage des Abgeordneten Schäfer-Gümbel (SPD) vom 7. September 2012 betreffend Zustellung von Post im Forstgutsbezirk Reinhardswald, auf starweb.hessen.de (PDF; 71,1 kB)</ref> <ref name="tagesspiegel">Die Tillyschanze – Leben im Niemandsland, vom 5. August 2013, auf tagesspiegel.de</ref> <ref name="lagis">„Gutsbezirk Reinhardswald, Landkreis Kassel“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS)., Stand von 1961, in Flächennutzungsstatistik</ref> <ref name="Gv35-v238">Verordnung über gemeindefreie Grundstücke und Gutsbezirke, § 119, Nr. 2 der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 (RGBl. I, S. 4), vom 15. November 1938, auf verfassungen.de</ref> <ref name="HSL">Hessisches Statistisches Landesamt: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Bevölkerung der hessischen Gemeinden am 30. Juni 2020 (Memento vom 26. April 2021 im Internet Archive), S. 45, auf statistik.hessen.de</ref> <ref name="GT">Keine Postleitzahl, aber 100 Prozent Wahlbeteiligung, in Göttinger Tageblatt, vom 26. August 2005</ref> <ref name="Spiegel">Sebastian Winter: Waldmenschen von Reinhardswald: Die einsamsten Wähler des Landes. In: Spiegel Online. 16. Januar 2009 (spiegel.de [abgerufen am 3. September 2018]).</ref> <ref name="TiSchaKu">Kurioses: Der Forstgutsbezirk Reinhardswald – ein Kuriosum in Hessen!, auf tillyschanze.de</ref> </references>

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Städte:

Bad Karlshafen | Baunatal | Grebenstein | Hofgeismar | Immenhausen | Liebenau | Naumburg | Trendelburg | Vellmar | Wolfhagen | Zierenberg

Gemeinden:

Ahnatal | Bad Emstal | Breuna | Calden | Espenau | Fuldabrück | Fuldatal | Habichtswald | Helsa | Kaufungen | Lohfelden | Nieste | Niestetal | Reinhardshagen | Schauenburg | Söhrewald | Wesertal

Gemeindefreies Gebiet:

Gutsbezirk Reinhardswald

Vorlage:Klappleiste/Ende