Filzige Pestwurz
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| Filzige Pestwurz | ||||||||||||
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| Datei:Petasites spurius.JPG
Filzige Pestwurz (Petasites spurius) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Petasites spurius | ||||||||||||
| (Retz.) Rchb. |
Die Filzige Pestwurz (Petasites spurius) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Pestwurzen (Petasites) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Die Filzige Pestwurz wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 30 Zentimetern.<ref name="Hegi1987" /> Als Überdauerungsorgan wird ein weithin kriechendes, stielrundes und an den Enden knollig verdicktes Rhizom gebildet.<ref name="Hegi1987" />
Die erst nach der Blütezeit erscheinenden Laubblätter sind in der Jugend tütenförmig gefaltet<ref name="Hegi1987" /> und in Blattstiel sowie -spreite gegliedert. Der Blattstiel ist relativ lang.<ref name="Hegi1987" /> Die Blattspreiten sind im Umriss dreieckig herzförmig, breiter als lang, mit grob bis geschweift-gesägtem Blattrand, mit großer freier Blattbucht und zugespitzten basal-seitlichen Teilen. Die Blattunterseite ist dicht schneeweiß filzig behaart (daher der Trivialname).
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von März bis April.<ref name="Hegi1987" /> Der Schaft des Gesamtblütenstands ist dick, etwas kantig und weißflockig-wollig.<ref name="Hegi1987" /> Er trägt zahlreiche lanzettliche Stängelschuppen, die 5 bis 8 Zentimeter lang sind und am Grund den Stängel langscheidig umfassen.<ref name="Hegi1987" /> Im traubigen Gesamtblütenstand sind zahlreiche körbchenförmige Teilblütenstände dicht angeordnet. Die Blütenkörbchen stehen anfangs dicht gedrängt, später bilden sie an ihren verzweigten Ästen einen kegelförmigen Gesamtblütenstand.<ref name="Hegi1987" /> Die Blütenkörbchen sind walzenförmig. Die linealisch-länglichen Hüllblätter sind grünlich mit hellem Rand und an ihrer Basis filzig und sonst kahl.<ref name="Hegi1987" /> Die Blüten sind schmutzig-weiß bis blassgelb.<ref name="Hegi1987" />
Die Achänen haben einen weißlichen Pappus.<ref name="Hegi1987" />
Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 30.<ref name="Oberdorfer2001" />
Vorkommen
Die Filzige Pestwurz kommt an Stränden, auf Dünen und an Flussufern vor. An der Ostseeküste ist sie von Schleswig-Holstein bis Ostpreußen anzutreffen, außerdem auf den dänischen Inseln mit Ausnahme von Fünen. In Flusstälern ist sie zerstreut bis Magdeburg, Berlin und Küstrin anzutreffen. Sie ist eine Charakterart des Saponario-Petasitetum spurii aus dem Verband Convolvulo-Agropyrion.<ref name="Oberdorfer2001" />
Taxonomie
Die Erstbeschreibung erfolgt 1779 unter dem Namen (Basionym) Tussilago spuria durch Retzius. Die Neukombination zu Petasites tomentosus wurde 1805 durch De Candolle veröffentlicht. Den derzeit gültigen botanischen Namen Petasites spurius <templatestyles src="Person/styles.css" />(Retz.) Rchb. f. veröffentlichte 1853 Heinrich Gustav Reichenbach in Heinrich Gottlieb Ludwig Reichenbachs Icones Florae Germanicae et Helveticae..., Band 16, S. 3.
Das Artepitheton spurius bedeutet „unehelich, von einem unbekannten Vater mit einer Prostituierten gezeugt“ und bezieht sich auf Arten, deren taxonomische Einordnung Schwierigkeiten bereitete.<ref name="Genaust2005" />
Quellen
Literatur
- Schmeil – Fitschen: Flora von Deutschland und angrenzender Länder: ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen. Wiesbaden: Quelle & Meyer, 90., durchgesehene Auflage 1996, ISBN 3-494-01252-0.
Einzelnachweise
<references> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="Genaust2005"> Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7, S. 606 (Nachdruck von 1996). </ref> <ref name="Hegi1987"> Gerhard Wagenitz et al.: Familie Compositae II. S. 691–693. In: Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 2. Auflage Band VI, Teil 3, Verlag Paul Parey, Berlin, Hamburg 1987, ISBN 3-489-86020-9. </ref> </references>
Weblinks
- Petasites spurius (Retz.) Rchb., Filzige Pestwurz. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum
- Filzige Pestwurz. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
- Thomas Meyer: Pestwurz Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben).