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Ewers-Fetthenne

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Ewers-Fetthenne
Datei:Hylotelephium ewersii habit.jpg

Ewers-Fetthenne (Hylotelephium ewersii)

Systematik
Ordnung: Steinbrechartige (Saxifragales)
Familie: Dickblattgewächse (Crassulaceae)
Unterfamilie: Sempervivoideae
Tribus: Telephieae
Gattung: Hylotelephium
Art: Ewers-Fetthenne
Wissenschaftlicher Name
Hylotelephium ewersii
(Ledeb.) H.Ohba

Die Ewers-Fetthenne (Hylotelephium ewersii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Ledeb.) H.Ohba, Syn.: Sedum ewersii <templatestyles src="Person/styles.css" />Ledeb.), auch Ewers-Waldfetthenne<ref name="Schmeil-Fitschen2024" /> genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Hylotelephium innerhalb der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae).

Beschreibung

Datei:Hylotelephium ewersii 7.JPG
Blütenstand mit radiärsymmetrischen Blüten im Detail
Datei:Atlas roslin pl Rozchodnikowiec Ewersa 992 9019.jpg
Fruchtstand mit offenen Balgfrüchten

Vegetative Merkmale

Die Ewers-Fetthenne ist eine ausdauernde krautige Pflanze,<ref name="FoPakistan" /> die Wuchshöhen von 10 bis 20 Zentimetern erreicht. Das Rhizom ist verzweigt und verholzt.<ref name="FoPakistan" /> Die Wurzeln sind dünn und kordelartig.<ref name="FoPakistan" /> Die ausgebreitet-aufsteigenden, an ihrer verholzten Basis verzweigten Stängel sind violett-braun, kahl und 5 bis 30 Zentimeter lang; sie bilden Wurzeln an den Knoten (Nodien).<ref name="FoPakistan" />

Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind sitzend. Die einfache, fleischige Blattspreite ist bei einer Länge von 0,4 bis 3,6 Zentimetern sowie einer Breite von 0,4 bis 2,5 Zentimetern fast kreisförmig bis breit-eiförmig mit oft herzförmiger Spreitenbasis und stumpfem oberen Ende.<ref name="FoPakistan" /> Die drüsig behaarte Blattspreite ist meist braun gefleckt. Der Blattrand ist ganzrandig, gewellt<ref name="FoPakistan" /> oder unauffällig gezähnt.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Juli bis August in China<ref name="FoC2001" /> oder von April bis Oktober in Pakistan. Der endständige, zusammengesetzte, schirmrispige Blütenstand enthält viele Blüten<ref name="FoPakistan" /> und ist bis zu 3 Zentimeter breit. Der Blütenstiel ist 2 bis 4 Millimeter lang.<ref name="FoPakistan" />

Die zwittrige Blüte ist radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle.<ref name="FoPakistan" /> Die zwei oder drei kahlen Kelchblätter sind nur an ihrer Basis verwachsen. Die Kelchlappen sind bei einer Länge von 0,5 bis 2 Millimetern lanzettlich mit spitzem oberen Ende.<ref name="FoPakistan" /> Die fünf rosa- bis hell-purpurfarbenenref name="FoPakistan" /> oder violett-roten Kronblätter sind bei einer Länge von 4 bis 6 Millimetern sowie einer Breite von 1 bis 2 Millimetern elliptisch, lanzettlich oder eiförmig-lanzettlich mit spitzem oberen Ende.<ref name="FoPakistan" /> Es sind zwei Kreise mit je fünf Staubblättern vorhanden;<ref name="FoPakistan" /> sie sind kürzer als die Kronblätter. Die rötlichen Staubfäden sind auf fast 1/3 ihrer Länge mit den Kronblättern verwachsen.<ref name="FoPakistan" /> Die basifixen Staubbeutel sind 3 bis 5 Millimeter lang und schwärzlich<ref name="FoPakistan" /> oder violett. Die Nektarschuppen sind bei einer Länge von 0,5 bis 1 Millimetern länglich<ref name="FoPakistan" /> oder länglich-eiförmig mit gekerbtem oberen Ende.

Die aufrechten Balgfrüchte sind 3 bis 3 Millimeter lang sowie 1 bis 1,5 Millimeter breit<ref name="FoPakistan" /> und ihre oberen Enden sind kurz geschnäbelt; sie enthalten 7 bis 14 Samen.<ref name="FoPakistan" /> Die braunen, relativ kleinen Samen sind bei einer Länge von 0,8 bis 1 Millimetern sowie 0,2 bis 0,4 Millimetern ellipsoid<ref name="FoPakistan" /> oder lanzettlich und schmal geflügelt.

Vorkommen

Hylotelephium ewersii ist in Westsibirien, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Afghanistan, Indien, Pakistan, in der Mongolei, in der Inneren Mongolei, in Tibet sowie Xinjiang verbreitet.<ref name="FoC2001" /><ref name="FoPakistan" /> In Deutschland kommt Ewers-Fetthenne selten verwildert in Bayern und Sachsen vor.

Die Ewers-Fetthenne gedeiht in China in Wäldern, Felsspalten von Bergschluchten in Höhenlagen von 1800 bis 2500 Metern<ref name="FoC2001" /> und in Pakistan an Felsen und Felsspalten in Höhenlagen von 2000 bis 4000 Metern.<ref name="FoPakistan" />

Taxonomie

Die Erstbeschreibung erfolgte 1830 unter dem Namen (Basionym) Sedum ewersii durch Karl Friedrich von Ledebour in Flora Altaica, Band 2, S. 191.<ref name="Tropicos" /> Das Artepitheton ehrt den Geografen und Historiker Gustav von Ewers (1779–1830), einen Freund des Erstbeschreibers Ledebour. Die Neukombination zu Hylotelephium ewersii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Ledeb.) H.Ohba wurde 1977 durch Hideaki Ohba in Botanical Magazine, Tokyo = Shokubutsu-gaku zasshi – Tokyo Botanical Society, Tokio, Volume 90, S. 50 veröffentlicht.<ref name="FoC2001" /><ref name="Tropicos" />

Nutzung

Die Ewers-Fetthenne wird selten als Zierpflanze in Steingärten genutzt.<ref name="Schmeil-Fitschen2024" />

Quellen

Literatur

  • Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.
  • Kunjun Fu, Hideaki Ohba, Michael G. Gilbert: Crassulaceae Candolle. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 8: Brassicaceae through Saxifragaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2001, ISBN 0-915279-93-2. Hylotelephium ewersii Ledebour., S. 210 - textgleich online wie gedrucktes Werk.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Tropicos"> Hylotelephium ewersii bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoPakistan"> Hylotelephium ewersii bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoC2001"> Kunjun Fu, Hideaki Ohba, Michael G. Gilbert: Crassulaceae Candolle. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 8: Brassicaceae through Saxifragaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2001, ISBN 0-915279-93-2. Hylotelephium ewersii Ledebour., S. 210 - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="Schmeil-Fitschen2024"> Michael Koltzenburg: Hylotelephium. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024, ISBN 978-3-494-01943-7. S. 360. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Ewers-Fetthenne (Hylotelephium ewersii) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien