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Laudabiliter

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Das päpstliche Schreiben Laudabiliter ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) Hadrians IV. aus dem Jahre 1155 war an Heinrich II. von England gerichtet. Mit ihm erhielt Heinrich die Erlaubnis, in die Reformen der irischen Kirche einzugreifen.

Hadrians Absicht soll es gewesen sein, die päpstliche Kontrolle über Irland zu erlangen und den Ausbau weiterer Ordensklöster in Irland voranzutreiben. Der Papst, selbst Engländer, war an einer Ausweitung seiner Macht stark interessiert und gab in diesem Schreiben Irland zur „Eroberung“ durch den englischen König Heinrich II. frei; er billigte darin das Besitzrecht zu. Jedoch gibt es seit langem auch Zweifel an der Echtheit der Urkunde: „Die diesbezügliche Bulle Laudabiliter könnte aber auch eine englische Fälschung sein.“<ref>Irische Geschichte im Überblick <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Irische Geschichte im Überblick - Von der Frühzeit bis zum Friedensprozess (Memento vom 3. Dezember 2008 im Internet Archive)</ref> In den vatikanischen Archiven ist keine Kopie der Bulle gefunden worden. Auch dem späteren Papst Johannes XXII. war das Dokument unbekannt, so wie es sich in der Korrespondenz mit Robert I. Bruce darstellt.

Datei:BritLibRoyal14CVIIFol006rMattParisSelfPort.jpg
Selbstbildnis des Matthäus Paris

Unbestritten ist jedoch, dass Papst Alexander III. im September 1172 die Herrschaft Heinrichs über Irland bestätigt<ref>Wikisource: Privilege of Pope Alexander III to Henry II.</ref> und somit spätestens seit diesem Zeitpunkt die päpstliche Billigung der Herrschaft Heinrichs über Irland bestand.

Erwähnt wird der Text gut 33 Jahre nach seiner Entstehung bei Giraldus Cambrensis, der um 1188 die Expugnatio Hibernica<ref>Expugnatio Hiberniae.</ref> verfasste, eine Beschreibung der Eroberung Irlands durch die Normannen. Hier ist im zweiten Teil der Text der Littera wiedergegeben<ref>Text der Bulle.</ref><ref>Expugnatio Hibernica, p. 260.</ref><ref>Expugnatio Hibernica, p. 261.</ref><ref>Expugnatio Hibernica, p. 262.</ref>.

Weiterhin wird die Sache von Matthäus Paris, dem Verfasser der Historia Anglorum, im 13. Jahrhundert erwähnt<ref>Lateinischer Text der Bulle aus Magnum Bullarium Romanum.</ref>.

Literatur

Einzelnachweise

<references />