Sarrod
Sarrod Stadt Steinau an der Straße
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(234)&title=Sarrod 50° 21′ N, 9° 24′ O
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| Höhe: | 362 (345–377) m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 8,27 km²<ref name="lagis" /> | |||||
| Einwohner: | 234 (30. Juni 2022)<ref name="DF">Haushalt 2024. (PDF; 33 MB) Einwohnerstatistik Stadt Steinau an der Straße. Abgerufen im August 2024.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 28 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. April 1972 | |||||
| Eingemeindet nach: | Ulmbach | |||||
| Postleitzahl: | 36396 | |||||
| Vorwahl: | 06667 | |||||
Sarrod ist ein Stadtteil von Steinau an der Straße im osthessischen Main-Kinzig-Kreis.
Geographie
Geographische Lage
Sarrod liegt im Norden des Main-Kinzig-Kreises etwa 8 km nordwestlich vom Hauptort im Vogelsberg. Durch den Ort führt die Landesstraße 3178.
Nachbarorte
Sarrod grenzt im Norden an den Ort Rabenstein, im Osten an den Ort Ulmbach, im Südosten an Steinau, im Süden an den Ort Marborn, im Südwesten an den Ort Kerbersdorf, im Südwesten an den Ort Katholisch-Willenroth und im Nordwesten an den Ort Obersotzbach.
Geschichte
Ortsgeschichte
Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Sarrod erfolgte unter dem Namen Sarrenroth im Jahr 1292. Hier wird Sarrod als Dorf bezeichnet. Im 15. Jahrhundert wird das Dorf als Wüstung und 1684 als adliges Gut erwähnt.<ref name="lagis" />
Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde zum 1. April 1972 die Gemeinde Sarrod auf freiwilliger Basis in die Nachbargemeinde Ulmbach eingegliedert. Dabei wurden die Wohnplätze Rabenstein und Rebsdorf der ehemaligen Gemeinde Sarrod als eigene Ortsteile in der Gemeinde Ulmbach geführt. Die Gemeinde Ulmbach wurde zum 1. Juli 1974 kraft Landesgesetz in die Stadt Steinau, heute „Steinau an der Straße“, eingemeindet.<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Gelnhausen, Hanau und Schlüchtern und der Stadt Hanau sowie die Rückkreisung der Städte Fulda, Hanau und Marburg (Lahn) betreffende Fragen (GVBl. 330–26) vom 12. März 1974. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 9, S. 149, § 13 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 3,0 MB]).</ref><ref></ref> Alle Ortsteile vom Ulmbach (Sarrod, Rabenstein und Rebsdorf) wurden Stadtteile, für die je ein Ortsbezirk eingerichtet wurde.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 367 kB) § 5. In: Webauftritt. Stadt Steinau an der Straße, abgerufen im August 2024.</ref>
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Sarrod angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
- 1684: Heiliges Römisches Reich, adliges Gut
- vor 1803: Heiliges Römisches Reich, Fürstabtei Fulda, Amt Uerzell
- ab 1803: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Amt Uerzell<ref group="Anm.">Durch den Reichsdeputationshauptschluss.</ref>
- 1806–1810: Staat des Fürstprimas,<ref group="Anm.">Infolge der Napoleonischen Kriege.</ref> Fürstentum Fulda, Amt Salmünster
- 1810–1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Salmünster
- ab 1816: Kurfürstentum Hessen,<ref group="Anm.">Infolge der Beschlüsse des Wiener Kongresses.</ref> Großherzogtum Fulda, Amt Salmünster<ref name="KHK1818" />
- ab 1821/22: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Kreis Salmünster<ref>Verordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. (kurhess GS 1821) S. 76.</ref><ref group="Anm.">Trennung von Justiz (Justizamt Salmünster) und Verwaltung.</ref>
- ab 1830: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Kreis Schlüchtern
- ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hanau
- ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Kreis Schlüchtern
- ab 1867: Königreich Preußen,<ref group="Anm.">Infolge des Deutschen Krieges.</ref> Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Schlüchtern
- ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Schlüchtern
- ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Schlüchtern
- ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Nassau, Landkreis Schlüchtern
- ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone,<ref group="Anm.">Infolge des Zweiten Weltkriegs.</ref> Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Schlüchtern
- ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Schlüchtern
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Schlüchtern
- ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Schlüchtern
- ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Schlüchtern, Gemeinde Ulmbach
- ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis, Stadt Steinau
- ab 1978: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis, Stadt „Steinau an der Straße“
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Sarrod 231 Einwohner. Darunter waren 3 (1,3 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 42 Einwohner unter 18 Jahren, 108 waren zwischen 18 und 49, 48 zwischen 50 und 64 und 30 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 84 Haushalten. Davon waren 21 Singlehaushalte, 18 Paare ohne Kinder und 39 Paare mit Kindern, sowie 6 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 9 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 57 Haushaltungen leben keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung
| • 1790: | 9 halbe Bauern, 5 Hintersiedler, 7 Hüttner<ref name="lagis" /> |
| • 1812: | 22 Feuerstellen, 202 Seelen<ref name="lagis" /> |
| Sarrod: Einwohnerzahlen von 1812 bis 2022 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1812 | 202 | |||
| 1834 | 371 | |||
| 1840 | 375 | |||
| 1846 | 414 | |||
| 1852 | 391 | |||
| 1858 | 376 | |||
| 1864 | 364 | |||
| 1871 | 326 | |||
| 1875 | 337 | |||
| 1885 | 339 | |||
| 1895 | 296 | |||
| 1905 | 292 | |||
| 1910 | 298 | |||
| 1925 | 291 | |||
| 1939 | 303 | |||
| 1946 | 456 | |||
| 1950 | 418 | |||
| 1956 | 344 | |||
| 1961 | 348 | |||
| 1967 | 352 | |||
| 1970 | 336 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2008 | 261 | |||
| 2011 | 231 | |||
| 2015 | 226 | |||
| 2022 | 234 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Stadt Steinau<ref name="EW" /><ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
Historische Religionszugehörigkeit
| • 1885: | 11 evangelische (= 3,24 %), 328 katholischer (= 96,76 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
| • 1961: | 17 evangelische (= 4,89 %), 331 katholische (= 95,11 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
Politik
- Ortsbeirat
Für Sarrod besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Sarrod) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat besteht aus drei Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 56,06 %. Alle Kandidaten gehören der „Freien Wählerliste Sarrod“ an.<ref>Ortsbeiratswahl Sarrod. In: Votemanager. Stadt Steinau an der Straße, abgerufen im August 2024.</ref> Der Ortsbeirat wählte Helmut Stein zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Sarrod. In: Ratsinfosystem. Stadt Steinau an der Straße, abgerufen im August 2024.</ref>
- Gemeindepartnerschaft
Zwischen der ungarischen Gemeinde Sarród im Kreis Sopron und Sarrod besteht seit dem Jahre 2000 eine Gemeindepartnerschaft.
Weblinks
- Stadtteil Sarrod. In: Webauftritt der Stadt Steinau an der Straße.
- Sarrod, Main-Kinzig-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
- Vorlage:HessBib
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise
<references>
<ref name="lagis">Sarrod, Main-Kinzig-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 24. Mai 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
</ref>
<ref name="KHK1818">
Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 158 f. (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).
</ref>
<ref name="EW">2008:Übersicht, Einwohnerzahlen (- ca. 12 Nebenwohnungen). In: Webauftritt. Gemeinde Steinau an der Straße, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen im Februar 2021.
2015:Übersicht, Einwohnerzahlen (- ca. 12 Nebenwohnungen). In: Webauftritt. Gemeinde Steinau an der Straße, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen im Februar 2021.
</ref>
<ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 30 und 84, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021.
</ref>
</references>
Bellings | Hintersteinau | Marborn | Marjoß | Neustall | Rabenstein | Rebsdorf | Sarrod | Seidenroth | Uerzell | Ulmbach