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Susan Alcorn

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Datei:Susan Alcorn steel guitar.jpg
Susan Alcorn (2008)

Susan Alcorn (* 4. April 1953 in Allentown, Pennsylvania; † 31. Januar 2025 in Baltimore, Maryland)<ref>Susan Alcorn, pedal steel virtuoso, has died aged 71. In: jazzwise.com. 3. Februar 2025, abgerufen am 4. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> war eine US-amerikanische Improvisationsmusikerin (Pedal-Steel-Gitarre, Komposition). Sie komponierte und spielte Improvisations- und zeitgenössische Musik.

Leben und Wirken

Alcorn begann das Gitarrenspiel im Alter von zwölf Jahren. Sie hatte schnell Interesse an Folk, Blues und der Popmusik der Sechzigerjahre. Als die Musik von Muddy Waters sie zum Spielen der Slide-Gitarre anregte und sie mit 20 Jahren einen Pedal-Steel-Spieler in einem Club in DeKalb erlebte, arbeitete sie sich autodidaktisch in die Pedal-Steel-Gitarre ein. 1981 zog sie nach Houston, wo sie sofort Arbeit fand und in verschiedenen Country- and Western-Bands spielte.<ref name="radio">Matthew Blackwell: Bandcamp: Susan Alcorns revolutionäre Pedal Steel. In: radiohoerer.info. 25. Juni 2025, abgerufen am 25. Juni 2025.</ref>

Jahrelang führte Alcorn dort ein Doppelleben: Nachts spielte sie in den dortigen Tanzlokalen und Honky-Tonk-Bars, tagsüber verschanzte sie sich allein, um weitere Musikgenres zu studieren. So begann sie, die klassischen Spieltechniken mit Einflüssen aus dem Free-Jazz, klassischer Avantgarde-Musik, indischen Ragas und verschiedenen Richtungen der weltweiten Volksmusik zu kombinieren. 1990 besuchte sie als eine der ersten Schülerinnen Pauline Oliveros‘ Deep-Listening-Workshops und begann, „die Note selbst nur als einen Aspekt von etwas viel Größerem zu sehen, zu dem auch die Obertöne, die Harmonien, die Stille gehörten.“<ref name="radio" />

Nachdem Alcorns 1997 zu einer Konzertreihe in Houston namens „12 Minutes Max“ eingeladen wurde, 12 Minuten lang ohne Einschränkungen zu spielen, was sie wollte, gab sie ihr erstes, frei improvisiertes Solokonzert. Dieses kurze Konzert war der Wendepunkt; sie begann im Bereich der freien Improvisationsmusik aufzutreten. 2006 löste sie sich schließlich von der Countryszene und zog nach Baltimore.<ref name="radio" />

Obwohl Alcorn im Folgenden hauptsächlich Soloauftritte durchführte, arbeitete Alcorn mit Künstlern wie Pauline Oliveros, Eugene Chadbourne, Peter Kowald, Chris Cutler, Joe Giardullo, Caroline Kraabel, Lê Quan Ninh, Sean Meehan, Joe McPhee, LaDonna Smith, Mike Cooper, Walter Daniels, Jandek, dem London Improvisers Orchestra und Johanna Varner zusammen. Zu hören ist sie u. a. auch auf Ancient Songs of Burlap Heroes (2022) von Nate Wooley & Columbia Icefield.

Alcorn wurde neben Joe McPhee 2018 mit dem hochdotierten Instant Award in Improvised Music ausgezeichnet.<ref>Maxi Broecking: Instant Award: Bobby Bradford & Marilyn Crispell. In: Jazz thing. 9. Mai 2025, abgerufen am 11. Mai 2025.</ref>

Alcorn schrieb zudem in den Musikzeitschriften Resonance und CounterPunch.<ref>The Road, the Radio and the Full Moon. counterpunch.org, abgerufen am 1. Mai 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ihr Artikel The Road the Radio, and the Full Moon, eine Abrechnung mit der Countryszene,<ref name="radio" /> wurde in die Liste der besten Musikartikel des Jahres 2006 von Da Capo Press aufgenommen.

Diskografie

Weblinks

Commons: Susan Alcorn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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