Ludwig Munzinger senior
Ludwig Munzinger senior (* 28. August 1877 in Saarburg, Elsaß-Lothringen; † 15. November 1957 in Ravensburg) war ein deutscher Journalist und erster Herausgeber des Munzinger-Archivs.
Leben
Nach dem Besuch des Gymnasiums in Straßburg und Weißenburg (Wissembourg) studierte Munzinger auf Wunsch seiner Familie Rechtswissenschaften in Würzburg, obwohl er eigentlich Offizier werden wollte. 1897 wurde er wie viele Munzingers Mitglied eines grünen Corps und schloss sich wie sein Großvater Ludwig Munzinger, Bezirksgerichtspräsident in Landau und Straßburg,<ref>Kösener Korpslisten 1910, 209, 68</ref> und sein Vater Ludwig Munzinger dem Corps Rhenania Würzburg an.<ref>Kösener Corpslisten 1960, 143, 400</ref> Nach dem Tod des Vaters 1897 trat Munzinger 1898 in das kaiserliche Heer ein und wurde 1899 Leutnant in einem Jägerbataillon im elsässischen Colmar. Nach zweieinhalb Jahren verließ Munzinger das Militär und begann ein Jurastudium in München und Heidelberg. 1901 promovierte er in Heidelberg zum Dr. iur., später darüber hinaus zum Dr. phil. Munzinger gehörte von 1903 bis 1907 der Redaktion der Allgemeinen Zeitung in München an und war dort zuletzt stellvertretender Chefredakteur.
Am 17. März 1913 gab Ludwig Munzinger in Berlin<ref>Archiv für publizistische Arbeit. Zettelarchiv für politische, wirtschaftliche und soziale Zeitfragen. Allgemeines Redaktionsarchiv (Anzeige). In: Der Zeitungs-Verlag. Fachblatt für das gesamte Zeitungswesen / Zeitungs-Verlag, 18. November 1921, S. 2 (online bei ANNO).</ref> die erste Ausgabe des Archivs für publizistische Arbeit – dem späteren Munzinger-Archiv – heraus.<ref name=":0">Über uns – Munzinger-Archiv GmbH. Abgerufen am 27. Dezember 2024.</ref><ref>Willi Winkler: Personen-Archiv - Verleger Ludwig Munzinger gestorben. 11. April 2012, abgerufen am 27. Dezember 2024.</ref> Die Leitung des Munzinger-Archivs übernahm nach seinem Tod der Sohn Ludwig Munzinger junior.
1930 zog er mit seiner Familie nach Dresden (Loschwitz), die Heimatstadt seiner Frau Cora.<ref>Dresdner Neueste Nachrichten, 24. Februar 2011, S. 9.</ref> Nach dem Bombenangriff auf Dresden im Februar 1945 und der damit einhergehenden Zerstörung von Teilen des Verlages floh die Familie Munzinger nach Ravensburg, wo der Verlag neu aufgebaut wurde.<ref name=":0" />
Literatur
- Erika Dillmann: Munzinger, Ludwig. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 18. Duncker & Humblot, Berlin 1997, ISBN 3-428-00199-0, S. Vorlage:VonBis (deutsche-biographie.de).
Weblinks
- Literatur von und über Ludwig Munzinger senior im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Vorlage:Whoswho
- Ludwig Munzinger Internationales Biographisches Archiv 45/2000 vom 30. Oktober 2000, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
- Munzinger – damals und heute – Die Firmengeschichte in Selbstdarstellung
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Munzinger, Ludwig senior |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Journalist und Herausgeber |
| GEBURTSDATUM | 28. August 1877 |
| GEBURTSORT | Sarrebourg |
| STERBEDATUM | 15. November 1957 |
| STERBEORT | Ravensburg |