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Butenin

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Strukturformel
Strukturformel von Butenin
Allgemeines
Name Butenin
Andere Namen
  • Vinylacetylen
  • Vinylethin
  • 1-Buten-3-in
  • Monovinylacetylen
  • But-1-en-3-in (IUPAC)
Summenformel C4H4
Kurzbeschreibung

instabiles, entzündbares Gas<ref name="GESTIS"/>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 211-713-3
ECHA-InfoCard 100.010.650
PubChem 12720
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 52,07 g·mol−1
Aggregatzustand

gasförmig

Dichte

0,71 g·l−1 (0 °C, 1013 hPa)<ref name="GESTIS"/>

Schmelzpunkt

−92 °C<ref name="GESTIS"/>

Siedepunkt

5 °C<ref name="GESTIS"/>

Dampfdruck

250 kPa (30 °C)<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Brechungsindex

1,4161 (1 °C)<ref name="CRC90_3_74">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Physical Constants of Organic Compounds, S. 3-74.</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS"/>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 220​‐​280
P: 210​‐​377​‐​410+403<ref name="GESTIS"/>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Butenin, häufig auch als Vinylacetylen bezeichnet, ist ein farbloses Gas. Es ist eine organisch-chemische Verbindung und ist der kleinstmögliche Vertreter der Enine, einer Gruppe mehrfach ungesättigter Kohlenwasserstoffe, die strukturell sowohl Alken- als auch Alkincharakter haben.

Herstellung

Im Labor ist es am einfachsten durch zweifache Dehydrohalogenierung (Eliminierung) von 1,3-Dichlor-2-buten zugänglich.<ref>G. F. Hennion, Charles C. Price, Thomas F. McKeon, Jr.: Vorlage:Linktext-Check In: Organic Syntheses. 38, 1958, S. 70, doi:10.15227/orgsyn.038.0070; Coll. Vol. 4, 1963, S. 683 (PDF).</ref> Technisch ist Butenin durch die katalytische Dimerisierung von Ethin (Acetylen) herstellbar. Die Dimerisation wird durch den Einsatz eines Nieuwland-Katalysators (Kupfer(I)-chlorid) in wässriger Phase begünstigt.<ref>Klaus Weissermel, Hans-Jürgen Arpe Industrielle organische Chemie: Bedeutende Vor- und Zwischenprodukte. Wiley-VCH, Weinheim 2007, ISBN 3-527-31540-3, S. 132.</ref> Butenin wurde in größeren Mengen erstmals von Mitarbeitern der Firma DuPont 1931 produziert.<ref>J. A. Nieuwland u. a.: Acetylene Polymers and Their Derivatives. I. The Controlled Polymerization of Acetylene. In: Journal of the American Chemical Society 53/1932, S. 4197–4202; doi:10.1021/ja01362a041.</ref>

Eigenschaften

Als stark ungesättigte Verbindung neigt Vinylacetylen zum spontanen Zerfall. Es ist nicht lagerstabil und in reiner Form nicht käuflich erhältlich. Aus Sicherheitsgründen sollte es nur mit inerten Gasen verdünnt gehandhabt werden. Auch wenn es noch keine offizielle Gefahrstoffkennzeichnung trägt, so ist es – wie jeder gasförmige Kohlenwasserstoff – als hochentzündlich zu betrachten. Seine Gemische mit Luft sind in bestimmten Konzentrationsgrenzen explosionsgefährlich.

Weitere physikalische Daten

Die kritische Temperatur liegt bei 183 °C.

Verwendung

Vinylacetylen wurde früher als Zwischenprodukt für die Synthese von Chloropren (2-Chlor-1,3-butadien) verwendet. Das Chloropren wurde durch Addition von Chlorwasserstoff an Butenin hergestellt.<ref>W. H. Carothers u. a.: Acetylene Polymers and their Derivatives. II. A New Synthetic Rubber: Chloroprene and its Polymers In: Journal of the American Chemical Society 53/1937, S. 4203–4225.</ref>

Die Chloroprensynthese aus Ethin über Butenin
Die Chloroprensynthese aus Ethin über Butenin

Vinylacetylen lässt sich kontrolliert zu Polyvinylacetylen polymerisieren,<ref>S. G. Grigoryan u. a.: Polymerization of vinylacetylene compounds under the action of palladium salt in conditions of homogeneous catalysis. In: Polymer Science U.S.S.R. 27/1985, S. 1886–1890.</ref> das beispielsweise als Ausgangsprodukt für Kohlenstofffasern geeignet ist.<ref>A. Mavinkurve u. a.: An initial evaluation of poly(vinylacetylene) as a carbon fiber precursor. In: Carbon 33/1995, S. 757–761. doi:10.1016/0008-6223(95)00013-4</ref>

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

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