Titus Tatius
Titus Tatius ist eine sagenhafte Gestalt der römischen Frühzeit. Wie bei fast allen Personen und Ereignissen der römischen Königszeit lässt sich kaum noch feststellen, ob die Überlieferung auf einen wahren Kern zurückgeht.
Nach den (deutlich später entstandenen) antiken Quellen war Titus Tatius König der Sabiner und belagerte nach dem Raub der Sabinerinnen das Kapitol,<ref>Marcus Terentius Varro, De lingua Latina 5,46; Titus Livius, Ab urbe condita 1,10,1 f.; Plutarch, Romulus 17.</ref> nahm es durch Verrat der Tarpeia (Tarpejischer Fels) ein<ref>Titus Livius, Ab urbe condita 1,11,6 ff.; Dionysios von Halikarnassos, Antiquitates Romanae 2,38 ff.; Plutarch, Romulus 17 f.; Ovid, Metamorphosen 14,775 f. u. a.</ref> und herrschte danach gemeinsam mit Romulus über Rom,<ref>Dionysios von Halikarnassos, Antiquitates Romanae 2,50; u. a.</ref> bis er in Lavinium von Laurentinern ermordet wurde.<ref>Marcus Terentius Varro, De lingua Latina 5, 152; Titus Livius, Ab urbe condita 1,14,1 f.; Dionysios von Halikarnassos, Antiquitates Romanae 2,52; Plutarch, Romulus 23.</ref> Sein Grab war auf dem Aventin.
Literatur
- Konrad Glaser: Tatius 1. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band IV A,2, Stuttgart 1932, Sp. 2471–2477 (Digitalisat).
- Jan Stenger: Tatius, T. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 12/1, Metzler, Stuttgart 2002, ISBN 3-476-01482-7, Sp. 44.
Weblinks
Anmerkungen
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