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Titus (Bibel)

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Datei:Saint Titus (Kosovo, 14th c. Pech Patriarch., S. Nicholas church).jpg
Titus (Bibel)

Titus ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Ágios Títos bzw. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) = heiliger Titus); (* 10 oder 11, Geburtsort vermutlich Korinth; † 105 auf Kreta), der im Neuen Testament als ein Schüler des Apostels Paulus bezeichnet wird, war der erste Bischof von Kreta und gilt als Schutzpatron der kretischen Kirche.<ref>Eusebius von Caesarea: Kirchengeschichte. 3. Buch, Kapitel 4 und 5</ref> Er wurde später zu den Siebzig Jüngern Jesu gezählt. Seine Lebensdaten sind unbekannt, der altkirchlichen Legende nach starb er um 105 n. Chr. mit etwa 94 Jahren auf Kreta.<ref>Georg Ott: Legende von den lieben Heiligen Gottes. Regensburg 1864</ref><ref>Theoharis Detorakis: Der Apostel Titus. In: Erzbistum zu Kreta, Gemeinde des Heiligen Titus. Informationsblatt Nr. 6, Februar 2010</ref>

Leben

Titus wird in den allgemein als echt anerkannten Paulusbriefen mehrmals erwähnt. Aus diesen Briefen geht hervor, dass er ein Heidenchrist war („der Grieche Titus wurde nicht gezwungen, sich beschneiden zu lassen“, Vorlage:Bibel/Link). Titus unterstützte Paulus insbesondere bei heiklen Aufgaben erfolgreich. Er begleitete ihn zum Apostelkonzil in Jerusalem (Vorlage:Bibel/Link) und war wohl auch an der Entschärfung der Krise in Korinth beteiligt, als es Auseinandersetzungen zwischen Paulus und einem Teil der korinthischen Gemeinde gab (Vorlage:Bibel/Link; 7,6 EU; 12,18 EU). Schließlich wurde Titus von Paulus beauftragt, die Kollekte der Gemeinden einzusammeln (Vorlage:Bibel/Link).

Aus den in ihrer Historizität umstrittenen Angaben des Titusbriefes geht hervor, dass Titus später als Missionar auf Kreta gewirkt haben soll. Laut dem 2. Timotheusbrief (4,10 EU) missionierte Titus in Illyrien. Der Überlieferung nach war er der erste Bischof von Gortyn auf Kreta.

Obwohl Titus von Paulus als zuverlässiger Mitarbeiter anerkannt wird, erwähnt ihn die Apostelgeschichte nicht. Die von Titus nun weiterzuführende Missionsarbeit auf Kreta erfolgte vielleicht erst nach der Freilassung des Paulus aus seiner römischen Gefangenschaft, also ab ca. 62 n. Chr.

Kretische Überlieferung

Datei:Iraklion Agios Titos R01.jpg
Kirche Agios Titos in Iraklio

Nach der orthodoxen Tradition wurde Titus auf Kreta geboren, stammte aus einer wohlhabenden Familie und gilt als Nachkomme des mythischen Königs Minos. Er reiste nach Jerusalem und wurde Zeuge der Leiden Christi. Später als Bischof von Kreta gründete er die neun Bistümer Knossos, Ierapitna, Kydonia, Hersonissos, Eleftherna, Lampi, Kisamos, Kantanos und Gortyna.

In Gortys ließ er eine Bischofskirche errichten und nach seinem Tod wurde er dort begraben. Die ursprüngliche Bischofskirche wird die heute teilweise unter einer Straße liegende große Basilika gewesen sein, während die sogenannte Titusbasilika aus dem 10. bzw. 6. Jahrhundert ihren Namen in Unkenntnis der großen Basilika erst im 19. Jahrhundert erhielt.

Verehrung

Entsprechend dem liturgischen Kalender der Armenischen Orthodoxen Kirche, gab es eine Verehrung des Titus als „Heiligen“ bereits vor 261 n. Chr.

961 n. Chr. wurde Handakas (Iraklio) Inselhauptstadt. Deshalb wurde dort eine neue Hauptkirche errichtet und die Gebeine des Titus dorthin überführt (Agios Titos).<ref>Theocharis Detorakis, Der Apostel Titus in Erzbistum zu Kreta, Gemeinde des Heiligen Titus, Informationsblatt Nr. 6, Februar 2010.</ref> Die Kirche wurde mehrmals zerstört und wieder aufgebaut. Bei dem Brand im Jahre 1544 konnte nur das Haupt des Titus vor der Zerstörung bewahrt werden. 1669, nachdem die Türken die Stadt erobert hatten, wurde die Reliquie nach Venedig gebracht und kehrte erst am 15. Mai 1966 zurück.<ref>Niki Kritsotaki, Die Apostel Titus Kirche in Heraklion in Erzbistum zu Kreta, Gemeinde des Heiligen Titus, Informationsblatt Nr. 6, Februar 2010</ref>

Gedenktage

Siehe auch

Literatur

  • Hermann von Lips: Timotheus und Titus: Unterwegs für Paulus. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2008, ISBN 978-3-374-02621-0.

Einzelnachweise

<references />

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