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Mariposa Monarca

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Datei:Monarca 1 (60725860).jpg
Monarchfalter
Datei:Santuario de la Mariposa Monarca (3088019191).jpg
Informationsschild im Reservat

Mariposa Monarca ist ein Biosphärenreservat an der Grenze zwischen den mexikanischen Bundesstaaten Michoacán und México. Es umfasst 56.259 Hektar und liegt etwa 100 km nordwestlich von Mexiko-Stadt in bergigem Gebiet.<ref name="whc">Monarch Butterfly Biosphere Reserve auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO (englisch und französisch).</ref> Die Höhenlagen beherbergen vielfältige Mikroklimata und zahlreiche endemische Arten von Flora und Fauna.

2008 wurde das Reservat von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt, nachdem es schon 1980 als Biosphärenreservat ausgewiesen und 2000 erweitert worden war.<ref name="whc" />

Geschichte und Schutzstatus

Die Überwinterungsgebiete der Monarchfalter wurden 1975 lokalisiert.<ref>Klaus D. Günther: Die wunderbare Reise der Monarchfalter. In: brasilienportal.ch. 31. Oktober 2023, abgerufen am 26. Juli 2025.</ref> Seitdem steht das Reservat unter staatlichem Schutz, um das einzigartige Ökosystem und die Wanderrouten der Falter zu erhalten.

Flora und Fauna

Die Wälder bestehen vor allem aus Oyamel-Tannen (Abies religiosa), Kiefern, Eichen und Zedern. Die dichten Kronen der Oyamel-Tannen bieten Schutz und ein stabiles Mikroklima für die Schmetterlinge.<ref>Cuauhtémoc Sáenz-Romero, Verónica Osuna-Vallejo, Patricia Herrejón-Calderón, Legna A. Pérez-Cruz, M. Guadalupe Joaquín-Juan, Ana Laura Cruzado-Vargas, Gregory A. O’Neill, Ana Gabriela Zacarías-Correa, Gyorgy E. Manzanilla-Quijada, Roberto Lindig-Cisneros, Arnulfo Blanco-García, Ángel R. Endara-Agramont, Leonel Lopez-Toledo: Establishing monarch butterfly overwintering sites for future climates: Abies religiosa upper altitudinal limit expansion by assisted migration. In: Frontiers in Forests and Global Change. Band 7, 18. September 2024, ISSN 2624-893X, doi:10.3389/ffgc.2024.1440517 (frontiersin.org [abgerufen am 26. Juli 2025]).</ref> Insgesamt leben hier 184 Wirbeltierarten, darunter Vogel-, Säugetier und Amphibienarten, sowie zahlreiche endemische Pflanzen.<ref>Biosphärenreservat Mariposa Monarca. In: mexico-info.netmare.de. Abgerufen am 26. Juli 2025.</ref><ref>Guadalupe Cornejo-Tenorio, Guillermo Ibarra-Manriquez: Flora of the core zones of the Monarch Butterfly Biosphere Reserve, Mexico: composition, geographical affinities and beta diversity. In: Botanical Sciences. Band 95, Nr. 1, 18. März 2017, ISSN 2007-4476, S. 103–129, doi:10.17129/botsci.803 (com.mx [abgerufen am 26. Juli 2025]).</ref>

Migration und Biologie

Jeden Herbst sammeln sich Millionen oder Milliarden Monarchfalter aus Nordamerika zur Überwinterung in den Wäldern des Reservats und färben ganze Baumkronen orange. Die Populationsdichte erreicht durchschnittlich um die 21 Millionen Falter pro Hektar, was so großes Gewicht erzeugt, dass Äste brechen können.<ref name=":0">Karen Oberhauser: Monarch Winter 2024–2025 Population Numbers Released. In: monarchconservation.org. Monarch Butterfly Fund, 6. März 2025, abgerufen am 26. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref></ref>

Im Frühjahr beginnt die bis zu achtmonatige Wanderung in Richtung Kanada. Diese wird von einer „Generationenkette“ aus vier aufeinanderfolgenden Falter-Generationen vollzogen.<ref name="whc" /> Lediglich die sogenannte „Methusalem-Generation“ lebt ausreichend lange, um anschließend die Rückreise nach Mexiko durchzuführen.<ref>Florian Sanktjohanser: Monarchfalter zwischen Mexiko und USA - Unbeirrbar. In: Süddeutsche Zeitung. 28. Januar 2017, abgerufen am 26. Juli 2025.</ref> Die Navigation der Falter bleibt wissenschaftlich faszinierend und nur teilweise verstanden.

Populationsentwicklung und Bedrohungen

Die Gesamtfläche der Überwinterungs-Kolonien ist in den letzten Jahrzehnten drastisch geschrumpft: von 18,19 Hektar (1996/97) auf 0,9 Hektar (2023/24), zeitweise etwas erholt auf 1,79 Hektar (2024/25).<ref name=":0" />

Zu den zentralen Gefahren zählen Lebensraumverlust durch Abholzung – auch illegal im Reservat –, Einsatz von Pestiziden (besonders Glyphosat), der die für die Raupen existenzielle Seidenpflanze zerstört, und der Klimawandel, der Mikroklimata und damit die Überwinterung massiv beeinträchtigen kann.<ref name="whc" /><ref>John M. Pleasants, Karen S. Oberhauser: Milkweed loss in agricultural fields because of herbicide use: effect on the monarch butterfly population. In: Insect Conservation and Diversity. Band 6, Nr. 2, März 2013, ISSN 1752-458X, S. 135–144, doi:10.1111/j.1752-4598.2012.00196.x (wiley.com [abgerufen am 26. Juli 2025]).</ref><ref>Threats. In: monarchjointventure.org. The Monarch Joint Venture, abgerufen am 26. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Schutzinitiativen reichen von Wiederaufforstung bis zur gezielten Pflanzung von Seidenpflanzen auf den Wanderrouten und im Brutgebiet,<ref>Frank Bures: Mitglieder von Rotary setzen sich ein für Wiederherstellung des verschwindenden Lebensraums des Monarchfalters. In: rotary.org. Rotary International, Oktober 2020, abgerufen am 26. Juli 2025.</ref> Monitoring-Programmen sowie internationaler Kooperation zur Sicherung der Wanderkorridore.<ref></ref>

Weblinks

Commons: Monarch Butterfly Biosphere Reserve – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Kulturerbe: Historisches Zentrum von Mexiko-Stadt und Xochimilco (1987) | Präkolumbische Stadt und Nationalpark von Palenque (1987) | Präkolumbische Stadt Teotihuacán (1987) | Altstadt von Oaxaca und Ruinen von Monte Albán (1987) | Historisches Zentrum von Puebla (1987) | Historisches Zentrum und Bergwerksanlagen von Guanajuato (1988) | Vorkolumbische Stadt Chichén Itzá (1988) | Altstadt von Morelia (1991) | Präkolumbische Stadt El Tajín (1992) | Altstadt von Zacatecas (1993) | Felszeichnungen in der Sierra de San Francisco (1993) | Früheste Klöster des 16 Jh. an den Hängen des Popocatepetl (1994) | Präkolumbische Stadt Uxmal (1996) | Denkmalensemble von Querétaro (1996) | Cabañas-Hospiz in Guadalajara (1997) | Denkmalbereich von Tlacotalpan (1998) | Archäologische Stätten von Paquimé in Casas Grandes (1998) | Archäologische Stätte Xochicalco (1999) | Historische Stadt und Festung von Campeche (1999) | Franziskanermissionen in der Sierra Gorda (2003) | Haus und Studio von Luís Barragán (2004) | Agavenlandschaft und historische Tequila-Produktionsstätten (2006) | Universitätscampus der Universidad Nacional Autónoma de México (2007) | Festungsstadt San Miguel de Allende und Wallfahrtskirche Jesús de Nazareno in Atotonilco (2008) | Camino Real de Tierra Adentro (2010) | Prähistorische Höhlen von Yagul und Mitla im Tal von Oaxaca (2010) | Aquädukt von Padre Tembleque (2015)

Naturerbe: Biosphärenreservat Sian Ka'an (1987) | Walschutzgebiet von El Vizcaíno (1993) | Inseln und Schutzgebiete im Golf von Kalifornien (2005) | Biosphärenreservat Mariposa Monarca (2008) | Biosphärenreservat El Pinacate y Gran Desierto de Altar (2013) | Revillagigedo-Inselgruppe (2016)

Kultur-/Naturerbe: Maya-Stadt Calakmul und Tropische Regenwälder in Campeche (2002)

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Koordinaten: 19° 32′ 10″ N, 100° 15′ 32″ W

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