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Dolores Huerta

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 19. März 2026 um 19:12 Uhr durch imported>Kaethe17 (sexuelle Belästigung durch Chavez / NYT).
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Dolores Huerta (2016)

Dolores Clara Fernández Huerta (<phonos file="Es-dolores-huerta-2025.ogg">anhören</phonos>/?; * 10. April 1930 Dawson, New Mexico) ist eine US-amerikanische Gewerkschafterin und Bürgerrechtsaktivistin. Sie ist Mitbegründerin und Schatzmeisterin der Landarbeitergewerkschaft United Farm Workers (UFW) und Vizepräsidentin der kalifornischen AFL-CIO.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Dolores Huerta Biography (Memento vom 7. September 2011 im Internet Archive) (englisch).</ref> Sie ist eine bekannte Aktivistin, die in ihrem Engagement die Gleichberechtigung der Frauen und Fragen der sozialen Gerechtigkeit immer zusammengedacht hat.

Leben und Werk

Jugend und Ausbildung

Dolores war das zweite von drei Geschwistern. Ihr Vater Juan Fernandez war ein Land- und Bergarbeiter, der später als Gewerkschafter aktiv war und 1938 als Abgeordneter ins Parlament von New Mexico gewählt wurde.<ref name=":4">Dolores Huerta. In: Britannica. 16. April 2025, abgerufen am 18. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Eltern ließen sich scheiden, als Dolores drei Jahre alt war. Die Mutter, Alicia Fernandez, zog mit den Kindern nach Stockton im kalifornischen San Joaquin Valley. Dolores’ Großvater half bei der Versorgung der Kinder, während die Mutter als Kellnerin und Fabrikarbeiterin für den Lebensunterhalt der Familie sorgte. Nach einiger Zeit konnte die Mutter mit ihrem Ersparten ein Hotel-Restaurant erwerben. Sie bot dort Zimmer für Arbeiter zu erschwinglichen Preisen an<ref>Dolores Huerta: A Life of Activism, Justice, and Voting Rights. In: Fair Elections Center. Abgerufen am 18. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und zeigte auch ansonsten viel soziales Engagement. Damit prägte sie ihre Tochter Dolores.<ref name=":0">Debra Michals: Biography: Dolores Huerta. In: National Women’s History Museum (NWHM). Abgerufen am 18. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ebenso prägend wirkten Erfahrungen mit Rassismus: So wurde Dolores Huerta mehrfach verdächtigt, ihre Schularbeiten nicht selbst geschrieben zu haben. Die Lehrer ihrer High School trauten einer Latina mit einer alleinerziehenden Mutter keine guten Leistungen zu.<ref name=":1" /> 1945 wurde Huertas Bruder zusammengeschlagen, weil er einen – damals bei Latinos beliebten – Zoot Suit trug.<ref name=":0" />

Nach ihrem Schulabschluss 1948 heiratete Huerta ihren Jugendfreund Ralph Head, mit dem sie zwei Kinder bekam. Die Ehe wurde nach drei Jahren geschieden. Huerta machte ein Lehrerdiplom und unterrichtete die Kinder von Landarbeitern.<ref name=":1" /> Betroffen von deren großer Armut beschloss sie, lieber die Situation der Eltern zu verbessern, als den Kindern Englisch beizubringen.<ref name=":3">Ellen Terrell: Research Guides: This Month in Business History: Dolores Huerta, Labor Activist Born. In: Library of Congress. Abgerufen am 23. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Gründung von CSO und AWA

1955 gründete Huerta zusammen mit Fred Ross<ref name=":2">Aaron Grizzell: Dolores Huerta. In: Northern California Dr. Martin Luther King, Jr. Community Foundation. Abgerufen am 22. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> die Ortsgruppe der Community Service Organization (CSO) in Stockton. Die CSO ermutigte Latinas und Latinos, ihre Bürgerrechte wahrzunehmen. Huerta führte Aktionen zur Wählerregistrierung durch, unterstützte Kandidaten, die neben Englisch auch Spanisch sprachen und setzte sich generell für die Gleichberechtigung von Latinos in Stockton ein.<ref name=":1">Life Story: Dolores Huerta (1930– ). In: Women & the American Story (WAMS). Abgerufen am 21. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

In dieser Zeit heiratete Huerta ihren CSO-Kollegen Ventura Huerta. Das Paar bekam fünf Kinder. Während Ventura sich wünschte, dass seine Frau in erster Linie für die Familie sorgen sollte, arbeitete Dolores viel und war häufig im Auftrag der CSO unterwegs. Die Ehe wurde 1964 geschieden.<ref name=":1" />

1960 gründete Huerta die Agricultural Workers Association (AWA).<ref>Dolores Huerta (U.S. National Park Service). In: National Park Service. Abgerufen am 23. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Diese Vereinigung bot Landarbeitern Englischunterricht, ärztliche Behandlung und eine Genossenschaftsbank und ermunterte sie dazu, sich als Wähler registrieren zu lassen.<ref name=":3" />

Gründung der NFWA und Streik der Arbeiter im Traubenanbau

Zusammen mit dem damaligen Leiter der CSO, César Chávez, verließ Huerta die CSO, um 1962 die Gewerkschaft National Farmworkers Association (NFWA) zu gründen. Chávez wurde Präsident der NFWA, Huerta Vizepräsidentin. Huerta reiste viel, um neue Mitglieder für die Gewerkschaft zu rekrutieren und kümmerte sich um die Belange der Landarbeiterinnen und -arbeiter. Sie setzte sich für bessere Versicherungsleistungen und medizinische Versorgung ein sowie für Möglichkeiten der Kinderbetreuung. Sie selbst verdiente mit dieser Arbeit wenig und nahm ihre Kinder oft auf die Reisen mit. Von ihren männlichen Kollegen wurde Huerta oft respektlos behandelt und ausgegrenzt, was sie später einem tief sitzenden und weit verbreiteten Sexismus zuschrieb.<ref name=":5">Sarah Hurtes, Manny Fernandez: 6 Takeaways From the NYT Investigation Into Allegations Against Cesar Chavez. In: The New York Times. 18. März 2026, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 19. März 2026]).</ref> Trotz vieler Schwierigkeiten war sie überzeugt, dass sie und ihre Kinder diese Opfer für das Gemeinwohl bringen mussten.<ref name=":1" />

1965 schloss sich die NFWA mit einer anderen landwirtschaftlichen Gewerkschaft zusammen, dem Agricultural Workers Organizing Committee (AWOC). Sie organisierten einen Streik, an dem 3000 kalifornische Arbeiterinnen und Arbeiter im Traubenanbau beteiligt waren. Dieser maßgeblich von Huerta mitorganisierte Streik dauerte fünf Jahre. Während des Streiks vereinigten sich die beiden beteiligten Gewerkschaften und bildeten die neue Vereinigung United Farmworkers of America (UFW). Huerta wurde die Vize-Präsidentin und einzige weibliche Führungskraft der neuen Gewerkschaft. Sie rief zu einem landesweiten Trauben-Boykott auf, dem über 17 Millionen US-Amerikaner folgten.<ref name=":1" /> Anschließend war die kalifornische Traubenindustrie bereit, einen dreijährigen Tarifvertrag mit den United Farm Workers zu unterzeichnen.<ref name=":2" />

Während ihrer Arbeit für die UFW begann Huerta eine Beziehung mit César Chavez’ Bruder Richard. Das Paar bekam vier Kinder, sie blieben bis zu Richards Tod 2011 zusammen.

Erst im 2026, im Alter von 95 Jahren, machte Huerta öffentlich, dass sie von César Chavez 1960 zu Sex genötigt und 1966 von ihm vergewaltigt worden sei. Zwei ihrer Kinder stammten aus diesen Begegnungen. Huerta gab an, das Erlebte verdrängt zu haben, um die Arbeiterbewegung nicht zu schwächen.<ref name=":5" />

Als Teilnehmerin von gewaltfreien Protestaktionen wurde Huerta über 20-mal festgenommen. Während einer Demonstration in San Francisco 1988 wurden der damals 58-Jährigen von mit Schlagstöcken bewaffneten Polizisten mehrere Rippen gebrochen, außerdem erlitt sie eine Milzruptur.<ref>$825,000 Proposed for Union Activist Injured by Police. In: L. A. Times. 25. Januar 1991, abgerufen am 30. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Huerta verklagte die Polizeibehörde und bekam 1991 die Rekordsumme von 825.000 Dollar zugesprochen.<ref></ref>

In den 1980er Jahren war Huerta Mitgründerin eines Radiosenders der United Farmworkers. Zwischen 1988 und 1993 gehörte sie einer staatlichen Kommission an, die sich um die Belange von Landarbeitern kümmerte. 2002 gründete sie eine eigene Stiftung, die Dolores Huerta Foundation.<ref name=":4" /> Bis heute (Stand 2024) setzt sich die über Neunzigjährige als Aktivistin für die Rechte von Landarbeitern, Einwanderern, Frauen und LGBTQ+ ein.<ref>Irene Gonzalez: Dolores Huerta turns 94. Here's a look at the civil rights icon's legacy. -. In: CBS Sacramento. 14. Juni 2024, abgerufen am 3. Juni 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Einfluss und Ehrung

Huerta wird als eine der bekanntesten und respektiertesten Gewerkschafterinnen der Vereinigten Staaten sowie als harte Verhandlerin beschrieben.<ref>Glenna Matthews: The Rise of Public Woman: Woman’s Power and Woman’s Place in the United States, 1630–1970. S. 232 (Google Books)</ref> Im Rahmen der Gewerkschaftsarbeit prägte sie den Slogan „Sí se puede“, wörtlich „Ja, man kann“. Der Ausruf wurde später von Barack Obama als Wahlkampf-Slogan „Yes We Can“ übernommen.<ref></ref> Als erste Latina wurde Huerta 1993 in die National Women’s Hall of Fame aufgenommen.<ref>Acting Governor Eleni Kounalakis proclaims Dolores Huerta Day. In: State of California. 10. April 2025, abgerufen am 22. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Auszeichnungen

Dokumentarfilm

  • Dolores. Buch: Peter Bratt, Jessica Congdon; Regie: Peter Bratt; USA 2017; 95 Min.<ref>Duane Byrge: ‘Dolores’: Film Review | Sundance 2017. In: The Hollywood Reporter. 30. Januar 2017, abgerufen am 18. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Weblinks

Commons: Dolores Huerta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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