Zum Inhalt springen

Operation Artemis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 31. Juli 2025 um 22:09 Uhr durch imported>SchlurcherBot (Bot: http → https).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Operation Artemis
Teil von: Zweiter Kongokrieg
Datei:Democratic Republic of the Congo (26 provinces) - Ituri.svg
Lage der Provinz Ituri in der Demokratische Republik Kongo
Datum 30. Mai 2003 – 1. September 2003
Ort Ituri, Demokratische Republik Kongo
Ausgang Die Intensität des Konflikts wurde verringert
Konfliktparteien

Kongo Demokratische RepublikDatei:Flag of the Democratic Republic of the Congo.svg Demokratische Republik Kongo
Vereinte NationenVereinte Nationen MONUSCO
Europaische UnionEU, Europäische Union EUFOR

Hema:

Lendu

Die Operation Artemis war eine Militärmission der Europäischen Union zur Unterstützung der UN-Mission MONUC in der Demokratischen Republik Kongo.

Geschichte

Datei:Prov-Congo-Kinshasa - 2006.fr.svg
Provinzen der Demokratischen Republik Kongo

Nachdem im Mai 2003 in der Provinz Ituri im Osten der Demokratischen Republik Kongo Unruhen ausgebrochen waren, bat der Generalsekretär der Vereinten Nationen den französischen Staatspräsidenten zunächst inoffiziell um Prüfung, ob eine Entsendung von militärischen Kräften möglich wäre, mit denen das UN-Bataillon der Vereinten Nationen vor Ort aus Uruguay unterstützt werden könnte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Peacekeeping Best Practices Unit Military Division: „Operation Artemis: The lessons of the interim emergency multinational force“, Oktober 2004 (PDF, 388 kB) (Memento vom 3. Februar 2018 im Internet Archive)</ref>

Am 30. Mai 2003 erteilte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit der Resolution 1484 das Mandat für die Mission, die am 12. Juni 2003 vom EU-Rat beschlossen wurde. Innerhalb von 17 Tagen (am 16. Juni 2003) war die knapp 2.000 Mann starke Friedenstruppe, unter französischer Führung, vor Ort. Das UN-Mandat wurde zeitlich bis zum 1. September 2003 befristet, am 7. September verließ der letzte EUFOR-Soldat Bunia. Nach Ende der Mission übernahm die UN-Mission MONUC wieder das Kommando in Bunia, deren Umfang mittlerweile durch die Resolution 1493 erheblich vergrößert worden war.

Auftrag

Die Hauptaufgaben der Operation waren die Stabilisierung des Sicherheitsumfeldes und die Verbesserung der humanitären Lage in der Provinzhauptstadt Bunia. Darüber hinaus bestand der Auftrag der Truppen darin, bis zur Ablösung durch die UN, örtliche Flüchtlingslager zu schützen, den Flughafen von Bunia zu sichern und für die Sicherheit der Zivilbevölkerung, der UN-Mitarbeiter und der Mitarbeiter von Hilfsorganisationen zu sorgen.<ref>EU-Pressemitteilung „EU launches the "Artemis" military operation in the Democratic Republic of Congo (DRC)“ vom 12. Juni 2003 (PDF, 96kb)</ref> Unterstützt wurde der Einsatz durch Einheiten, die zur logistischen Unterstützung in Entebbe, Uganda, stationiert waren.

Organisation

Führung

Geführt wurde die Operation vom französischen General Bruno Neveux mit dem Operational Headquarters in Paris. Auch der Force Commander als Befehlshaber im Einsatzgebiet war mit dem Brigadegeneral Jean-Paul Thonier ein Franzose.<ref>OPÉRATION ARTÉMIS (République Démocratique du Congo). Abgerufen am 4. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Gerhard Marchl: Die EU auf dem Weg zur Militärmacht? Hrsg.: Gerhard Marchl. Institut für Religion und Frieden, 2010, ISBN 978-3-902761-05-7, Operation Artemis - Eine Bilanz aus ethischer Sicht, S. 121–149 (bmlv.gv.at [PDF]).</ref>

Beteiligte Nationen

Den größten Teil der Kräfte stellte Frankreich. Weitere beteiligte Nationen waren Österreich, Belgien, Brasilien, Kanada, Zypern, Griechenland, Ungarn, Irland, Italien, Niederlande, Portugal, Südafrika, Spanien, und das Vereinigte Königreich. Deutschland beteiligte sich durch zwei Stabsoffiziere im Operational Headquarters, durch Lufttransport mit Transall C-160 und mit der Bereitstellung der Fähigkeit zur Rückholung von Verwundeten.<ref>„Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage [...] Abgeordneter und der Fraktion der FDP – Drucksache 15/1766 – Ergebnisse der Operation ARTEMIS in der Demokratischen Republik Kongo“ vom 10. November 2003 (PDF, 92 kB)</ref>

Literatur

  • Heinz-Gerhard Justenhoven (Hrsg.): Intervention im Kongo: eine kritische Analyse der Befriedungspolitik von UN und EU. W. Kohlhammer Verlag 2008, ISBN 3-17-020781-4. Vorschau bei books.google
  • Gustav Lindström: Im Einsatzgebiet: ESVP-Operationen. 2004. In: Nicole Gnesotto (Hrsg.): Die Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU. Die ersten fünf Jahre (1999–2004). S. 131–153.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Programme:

EUFOR | EUJUST | EULEX | EUMM | EUPOL

Laufende
Missionen:

EUMM Georgia | EUFOR Althea | EUBAM Rafah | EUPOL COPPS | EUBAM Moldau/Ukraine | EULEX Kosovo | EUNAVFOR MED IRINI | EU NAVFOR Somalia (Operation Atalanta) | EUTM Somalia | EUCAP Somalia | EUCAP Sahel Mali | EUTM Mali | EUAM Ukraine | EUMAM Ukraine | EUTM RCA | EUBAM Libya | EUAM Iraq

Abgeschlossene
Missionen:

AMM | Concordia | Artemis | EUNAVFOR MED SOPHIA | EUPOL Proxima | EUPAT | EUJUST Themis | EUFOR RD Congo | EUPOL Kinshasa | EUMM Jugoslawien | EUFOR Tchad/RCA | EU SSR Guinea-Bissau | EUFOR RCA | EUPM | EUAVSEC South Sudan | EUPOL RD CONGO | EUJUST LEX | EUPOL Afghanistan | EUMAM RCA | EUSEC RD Congo | EUCAP Sahel Niger

Vorlage:Klappleiste/Ende