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Cetona

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Cetona
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien/Wartung/Wappen fehltVorlage:Platzhalterbild
Staat Italien
Region Toskana
Provinz Siena (SI)
Koordinaten 42° 58′ N, 11° 54′ OKoordinaten: 42° 58′ 0″ N, 11° 54′ 0″ O
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Höhe 385 m s.l.m.
Fläche 53,19 km²
Einwohner 2.445 (31. Dez. 2024)<ref>Bilancio demografico e popolazione residente per sesso al 31 dicembre 2024. ISTAT. (Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2024).</ref>
Postleitzahl 53040
Vorwahl 0578
ISTAT-Nummer 052008
Bezeichnung der Bewohner Cetonesi
Schutzpatron Santo Stefano (26. Dezember)<ref>Comuni Italiani zu Cetona, abgerufen am 5. Juni 2014 (italienisch)</ref>
Website www.comune.cetona.si.it

Cetona ist eine italienische Gemeinde (comune) mit 2445 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024) in der Provinz Siena, Region Toskana.

Geografie

Datei:Map of comune of Cetona (province of Siena, region Tuscany, Italy).svg
Lage von Cetona in der Provinz Siena

Der Ort erstreckt sich über 53 km². Er liegt am gleichnamigen Berg Monte Cetona und im seneser Teil des Chianatal (Val di Chiana senese). Die Gemeinde liegt etwa 60 km südöstlich der Provinzhauptstadt Siena und rund 100 km südöstlich der Regionalhauptstadt Florenz. Italiens Hauptstadt Rom liegt ca. 130 km südlich. Cetona liegt in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone D, 2 000 GG<ref>Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 25. Dezember 2014 (italienisch) (PDF; 330 kB)</ref>. Wichtige Gewässer im Gemeindegebiet sind die Torrenti Bargnano (7 von 7 km im Gemeindegebiet), Chietino (5 von 5 km im Gemeindegebiet) und Astrone (5 von 22 km), die alle zum Flusssystem des Tiber gehören.<ref>Offizielle Webseite des Sistema Informativo Ambientale della Regione Toscana (SIRA) zu den Flüssen in Cetona, abgerufen am 25. Dezember 2014 (italienisch)</ref>

Zu den Ortsteilen von Cetona zählt Piazze (399 m, ca. 725 Einwohner)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Offizielle Webseite (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. Juni 2021 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/dawinci.istat.it des Istituto Nazionale di Statistica (2001), abgerufen am 5. Juni 2014 (italienisch)</ref>, das ca. 8 km südlich vom Hauptort liegt und seit 1808 zu Cetona gehört. Das nahegelegene Gebiet von Camporselvoli kam erst 1814 dazu und gehörte vorher zu San Casciano dei Bagni.<ref name="AngeloMolaioli">Angelo Molaioli: Cetona. Ricordi per il futuro.</ref>

Die Nachbargemeinden sind Chiusi, Città della Pieve (PG), Fabro (TR), San Casciano dei Bagni und Sarteano.

Namensursprung

Über den Namensursprung Cetonas gibt es folgende Vermutungen:

  • Cetona oder Citonia soll vom lateinischen Wort caedita (deutsch „gefällt“ bzw. „entwaldet“) kommen.
  • Laut anderer Quellen könnte der Name Cetona aus einer etruskischen Siedlung in der Nähe des Bachs Chieteno entstanden sein.

Geschichte

Der Ort Cetona ist um den Hügel der Burg (Rocca) entstanden. Die Burg wurde im Jahre 1207 das erste Mal erwähnt und gehörte zu den Aldobrandeschi<ref name="LuoghiFede">Laura Martini (Hrsg.): I Luoghi della Fede: Montepulciano e la Valdichiana senese.</ref>. Nach einem langen Streit mit Siena erobert Orvieto im Jahre 1260 Cetona. Die Herrschaft von Orvieto dauerte bis 1354, dann übernahmen die Grafen von Montemarte und Corbara den Ort bis 1367, als der Kirchenstaat das Gebiet einnahm.<ref name="AngeloMolaioli" /> Braccio da Montone, der Herr (signore) Perugias, besetzte 1418<ref name="TouringClubItaliano">Touring Club Italiano: Toscana.</ref> Cetona. Dann kaufte die Republik Siena das Dorf, verstärkte die Stadtmauern und rüstete sie mit drei Stadttoren aus.<ref name="TouringClubItaliano" /> 1455 wurde Cetona kurzzeitig von dem Condottiere Jacopo Piccinino, Sohn des Niccolò Piccinino, besetzt und stark beschädigt.<ref name="AngeloMolaioli" /> Die Burg wurde von der Republik Siena bis 1458 wieder in Stand gesetzt und die Stadtmauern verstärkt.<ref name="Repetti">Emanuele Repetti: CETONA (Citonia) in Val di Chiana.</ref> Nach der Niederlage Sienas 1555 erschienen 1556 vor Cetona kaiserliche Truppen. Daraufhin ergaben sich die Einwohner ohne Widerstand. Daraufhin fiel Cetona an das Großherzogtum Toskana. Cosimo I. verkaufte im gleichen Jahr Cetona an Chiappino Vitelli<ref name="Repetti" />, der das Ortszentrum vom Borgo unterhalb der Burg auf die heutige Piazza Garibaldi verlegte.<ref name="LuoghiFede" /> Später fiel der Ort wieder an das Großherzogtum Toskana zurück. Nach der Gebietsreform 1777 von Pietro Leopoldo d’Asburgo-Lorena gehörte Cetona zunächst zu Sarteano und wurde 1807 unabhängige Gemeinde.<ref name="AngeloMolaioli" />

Sehenswürdigkeiten

Datei:CetonaChiesaTrinita2.JPG
Die Kirche Collegiata della Santissima Trinità in Cetona (Borgo)
Datei:CetonaRivellino.JPG
Der Rivellino in Cetona am Zugang zum Borgo
Datei:CetonaCastello.JPG
Die Burg/Rocca/Castello di Cetona

Burgen, Palazzi und Stadtbefestigung

  • Die Burg (Castello, auch Rocca genannt) ist im Privatbesitz.
  • Castello Camporsevoli, Burg und Borgo oberhalb des Ortsteils Piazze.
  • Auf dem anderen wichtigen Hügel findet man den Park und den Palazzo a Parco Terrosi mit der Villa La Vagnola, die ab 1750 zur Hochzeit von Salustio Terrosi und Maria Antonietta Vagnoli entstanden ist.<ref>cultura.toscana.it: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. (italienisch)</ref>
  • Ospedale Umberto I., von 1914 bis 1964 aktives Krankenhaus.<ref name="AngeloMolaioli" />
  • Palazzo Minutelli, Palast aus dem 16. Jahrhundert, seit 1873 Rathaussitz und seit 1990 zudem Sitz des Museums.<ref name="ProLoco">Webseite des Pro Loco Cetona</ref>
  • Rivellino, Turm der Wehrbefestigung, entstand im 16. Jahrhundert.<ref>I borghi più belli d’Italia. Borghipiubelliditalia.it, abgerufen am 6. August 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> (Die schönsten Orte Italiens).
  • Porta di Finoglio, Stadttor, das unter den Medici entstand und auf das heute nur noch ein Hinweisschild verweist.<ref name="ProLoco" />

Kirchen und Klöster

  • Collegiata della Santissima Trinità, erstmals 1228 erwähnte Kirche im Ortskern unterhalb der Rocca. Die heutige Struktur entstand von 1471 bis 1475, das Seitenschiff ist aus dem späten 16. Jahrhundert. Im 17. Jahrhundert wurde der Kirche ein Barock-Stil verpasst, was 1942 korrigiert wurde. Im gleichen Jahr wurden bei den Renovierungsarbeiten die Fresken entdeckt.<ref name="LuoghiFede" /> Enthält das Fresko Assunzione della Vergine, das dem Pinturicchio zugeschrieben wird.<ref name="TouringClubItaliano" />
  • Monastero della Congregazione della Beata Vergine della regola delle Domenicane, meist nur Le Monache genannt, ehemaliges Kloster der Dominikaner innerhalb des Borgo. Wurde 1605 eingeweiht<ref name="ProLoco" /> und 1809 aufgegeben.<ref name="Repetti" />
  • Chiesa di San Michele Arcangelo, auch San Michele Arcangelo al Trivio genannt, 1155 erbaute und 1614 erweiterte Kirche im unteren Ortskern nahe der Piazza. Enthält eine Holzstatue (Madonna delle Grazie, erste Kapelle rechts) und ein Leinwandbild (Madonna e Santi, zweiter Altar rechts) aus dem 16. Jahrhundert. Das Taufbecken aus Travertin stammt aus dem Jahr 1938.<ref name="LuoghiFede" />
  • Chiesa della Santissima Annunziata, ehemalige Kirche an der Piazza. Wird heute als Museum (Sala Santissima Annunziata) und Touristeninformation genutzt.<ref>ecomuseovaldichiana.org: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Cetona – Ecomuseo Val di Chiana (Memento vom 26. Dezember 2014 im Internet Archive) (italienisch)</ref>
  • Convento di San Francesco (auch Convento del Monte Pessolano genannt), 1212 entstandener Konvent, der ca. 1 km nordwestlich von Cetona liegt. Enthielt das Werk Madonna col Bambino (auch Madonna del Soccorso genannt) von Sano di Pietro sowie eine Madonna col Bambino von Girolamo di Benvenuto (befinden sich beide heute im Museum von Chiusi).<ref name="LuoghiFede" />
  • Eremo di Santa Maria in Belverde, 1367 errichtete Einsiedelei zwischen dem Monte Cetona und Cetona bei Belverde.
  • Chiesa di San Lazzaro, ehemalige Kirche aus dem 16. Jahrhundert im Ortszentrum des Ortsteils Piazze.<ref name="LuoghiFede" />
  • Cappella del Tamburino, Kapelle im Ortsteil Piazze.<ref>Chiese Italiane: Cappella del Tamburino. In: chiesacattolica.it. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 16. Dezember 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).@1@2Vorlage:Toter Link/www.chieseitaliane.chiesacattolica.it (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
  • Chiesa di San Giovanni Battista a Camporsevoli, Kirche innerhalb der Burg von Camporsevoli aus dem 13. oder 14. Jahrhundert mit Fresken aus dem 16. Jahrhundert.<ref name="LuoghiFede" />

Museen

  • Museo Civico per la Preistoria del Monte Cetona, Museum im Palazzo Minutelli im Ortskern (Borgo)
  • Parco Archeologico Naturalistico di Belverde

Auszeichnungen

Verkehr

  • Cetona ist über die Anschlussstelle Chiusi-Chianciano Terme an die A1 (Autostrada del Sole) angeschlossen. Die Anschlussstelle liegt ca. 7 km nördlich von Cetona.
  • Der nächstgelegene Bahnhof ist der von Chiusi-Chianciano Terme in Chiusi Scalo, ca. 7 km nordöstlich von Cetona.

Literatur

  • Laura Martini (Hrsg.): I Luoghi della Fede: Montepulciano e la Valdichiana senese. Arnoldo Mondadori Editore, Mailand 1999, ISBN 88-04-46787-8, S. 163–168.
  • Angelo Molaioli: Cetona. Ricordi per il futuro. Testimonianze, foto, cartoline d’epoca per una storia scritta dalla gente. Emmecipi, Bologna 2006, ISBN 978-88-902082-1-8 (Auszüge bei Google Books)
  • Emanuele Repetti: CETONA (Citonia) in Val di Chiana. In Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846), Onlineausgabe der Universität Siena (pdf, ital.)
  • Touring Club Italiano: Toscana. Mailand 2003, ISBN 88-365-2767-1, S. 767 ff.

Weblinks

Commons: Cetona – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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