Gerhard Weber (Architekt)
Johannes Gerhard Weber (* 11. Juni 1909 in Mylau im Vogtland; † 17. März 1986 in Berg am Starnberger See) war ein deutscher Architekt und Universitätsprofessor.
Werdegang
Weber studierte unter anderem 1931 bis zu deren Schließung 1933 an der Hochschule für Gestaltung in Dessau, dem berühmten Bauhaus, und bei Ludwig Mies van der Rohe in Berlin. Von 1938 bis 1945 arbeitete Weber in der Montanblock-Baustab GmbH der Reichswerke Hermann Göring in Salzgitter-Lebenstedt.<ref>Monika Ryll: Bauhäusler in Mannheim nach 1945. Gerhard Weber. In: Dies.: Bauhaus-Architektur. Einzug der Moderne in Mannheim. 2. Auflage, Rhein-Neckar-Industriekultur e.V., Mannheim 2024, ISBN 978-3-00-079638-8, S. 64f.</ref> 1955 wurde er Ordinarius für Gebäudelehre an der Technischen Hochschule München.
Als einer der profiliertesten Architekten der Bundesrepublik erhielt er zahlreiche Aufträge für markante Bauwerke. Zu seinen herausragenden Arbeiten gehören die Neubauten der Hamburgischen Staatsoper, des Nationaltheaters in Mannheim und des Forschungsreaktors München (genannt „Atomei“) in München-Garching. Auch das Verwaltungsgebäude der Farbwerke Hoechst in Frankfurt, der Neubau des Deutschlandfunks in Köln<ref>Gebäude des Deutschlandfunks in Köln soll unter Denkmalschutz gestellt werden. In: deutschlandfunk.de. 31. Dezember 2023, abgerufen am 5. Januar 2024.</ref> und der August-Thyssen-Hütte in Duisburg zählen dazu. Der einzig bekannte Kirchenbau von Gerhard Weber ist die evangelisch-lutherische St.-Lukas-Kirche in Schweinfurt von 1969.
Für das Nationaltheater Mannheim und das Zuschauerhaus der Hamburger Staatsoper (1953–1955) erhielt Weber bei der vierten Biennale in São Paulo 1957 den ersten Preis für Theaterbauten der Gegenwart.<ref name="dmm">Mannheimer Morgen. 25. April 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. April 2018; abgerufen am 30. April 2018. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Bauten
- 1956: Haus Weber, Allmannshausen (unter Denkmalschutz)<ref>DenkmalAtlas 2.0. Abgerufen am 16. August 2022.</ref>
- 1957: Hamburgische Staatsoper, Hamburg
- 1957: Nationaltheater, Mannheim
- 1957: Forschungsreaktor, Garching
- 1969: St.-Lukas-Kirche, Schweinfurt
- 1977: Oberpostdirektion (City Nord), Hamburg<ref>Central Post Administration Building Post-Pyramide. Abgerufen am 1. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- 1979: Deutschlandradio-Funkhaus, Köln (unter Denkmalschutz)<ref>Denkmalschutz für Kölner Deutschlandfunk-Hochhaus. In: Deutschlandradio.de. 29. Januar 2024, abgerufen am 31. Januar 2024.</ref>
Ehemalige Mitarbeiter
- Georg Küttinger (1959–63: Mitarbeit, 1963–69: wissenschaftlicher Assistent)<ref>1996: Georg und Ingrid Küttinger. Bauten + Projekte. München</ref>
Weblinks
- Baugeschichte der St.-Lukas-Kirche auf den Internetseiten der Kirchengemeinde
- Kurzbiografie Webers von Jan Lubitz
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Weber, Gerhard |
| ALTERNATIVNAMEN | Weber, Johannes Gerhard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Architekt und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 11. Juni 1909 |
| GEBURTSORT | Mylau, Vogtland |
| STERBEDATUM | 17. März 1986 |
| STERBEORT | Berg am Starnberger See |
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