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Columbia Automobile Company

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 28. Februar 2026 um 16:07 Uhr durch imported>Buch-t ((GR) File renamed: File:Columbia 1904 Rear-Entrance Tonneau on London to Brighton VCR 2010.jpgFile:Columbia, UXG 682, London to Brighton Veteran Car Run 2010, 1904 Rear-Entrance Tonneau.jpg To harmonize the names of a set of images so that only the last parts of all names differ.).
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Datei:Columbia 1901.jpg
Werbeanzeige für Columbia Automobile von 1901
Datei:Columbia Mark III Phaeton.JPG
Der Columbia Mark III Phaeton

Die Columbia Automobile Company war ein führender US-amerikanischer Hersteller von Automobilen, vor allem von Elektroautos aus Hartford (Connecticut). Gegründet wurde die Columbia Automobile Company 1899 als gemeinsame Tochter der Autoabteilung von Colonel Albert A. Popes Pope Manufacturing Company, Hartford (Connecticut), und der Electric Vehicle Company, die kurz vorher von William Collins Whitney gekauft worden war. Eine Kooperation von Pope und Whitney mit dem Ziel, in allen größeren US-Städten ein Taxi-Monopol zu errichten, scheiterte. Es folgte eine Neuausrichtung auf Automobile, anfangs mit Elektroantrieb, später mit einem stetig größeren Anteil an Benzinfahrzeugen im Programm.

Um die Jahrhundertwende verkaufte das Unternehmen jedes Jahr unter dem Markennamen Columbia hunderte Elektroautos. 1908 wurde die Gesellschaft in Columbia Motor Car Co. umbenannt und 1910 von der United States Motor Company aufgekauft.

Elektrofahrzeuge

Schon 1897 wurde ein leichtes, zweisitziges Elektrofahrzeug als Columbia Motor Carriage bzw. Phaeton vorgestellt. Hersteller war die Pope Manufacturing Co., Hartford. Die Reichweite wurde mit 25 Meilen (40 km), die Höchstgeschwindigkeit mit 15 mph (25 km/h) angegeben.<ref>La Columbia Motor Carriage. In: Raoul Vuillemot (Hrsg.): La locomotion automobile. Nr. 28. Paris 15. Juli 1897, S. 325–326.</ref>

1898 erschien der viersitzige Columbia Break.<ref>La Columbia Motor Carriage. In: Raoul Vuillemot (Hrsg.): La locomotion automobile. Nr. 26. Paris 30. Juni 1898, S. 409–410.</ref><ref name=":0">René Brévi: "Columbia" Phaeton électrique. In: P. Jeanniot (Hrsg.): Le Sport universel illustré. Nr. 154. Paris 1. Juli 1899, S. 410.</ref>

1899 wurde die Société l’Électromotion mit Sitz in Levallois-Perret bei Paris gegründet, die Columbia-Fahrzeuge in Lizenz unter der Marke Électromotion baute.<ref name=":0" />

1899 bot Columbia weitere Elektrofahrzeuge mit verschiedenen Aufbauten an: zweisitzige Phaeton und Runabout<ref>Columbia electric Runabout. In: The Automobile. Band I, Nr. 1. New York.</ref>, einen viersitzigen Dos-à-dos, einen Lieferwagen (Delivery vehicle) und einen Omnibus<ref>William Baxter, jun.: Electric Automobiles. In: J. McKeen Cattell (Hrsg.): Popular Science Monthly. Band 57. McClure, Phillips and Co., New York, London September 1900, S. 479–490.</ref>. Der Runabout war das kleinste Modell, ein offener Zweisitzer, der für einen Preis von 750,– Dollar verkauft wurde. Er war nur mit einem Elektromotor, einer Batterie von Exide und Federn von Concord ausgerüstet.<ref name=":1">David Burgess-Wise: The New Illustrated Encyclopedia of Automobiles. ISBN 0-7858-1106-0.</ref>

1900 kamen die viersitzigen Victoria<ref>The Light Road Carriage. In: Fred H. Colvin (Hrsg.): The Automobile Magazine. Band II, Nr. 1. U.S. Industrial Publishing Co., New York April 1900, S. 17–18.</ref>, Surrey und Cabriolet<ref name=":2">Automobile Exhibit at Madison Square Garden. In: Fred H. Colvin (Hrsg.): The Automobile Magazine. Band II, Nr. 8. U.S. Industrial Publishing Co., New York November 1900, S. 717–721.</ref> hinzu. Die Karosserien der Modelle Columbia Surrey und Columbia Victoria ähnelten traditionellen Pferdewagen, nutzten aber das gleiche Antriebssystem wie die größeren Modelle. Sie wurden viel günstiger, für weniger als 1500,– Dollar bzw. 1600,– Dollar verkauft.<ref name=":1" />

Der Columbia Brougham von 1904 war ein Brougham, eine Autobauform. Ausgerüstet mit einem Klappverdeck, bot er vier Passagieren Platz und wurde für 3500,– Dollar verkauft. Zwei Elektromotoren trieben die Hinterräder an. Gleichzeitig wurden das Coupé Columbia Coupe und der Columbia Hansom produziert und zum gleichen Preis verkauft. Die Autos erreichten eine Geschwindigkeit von 13 mph (21 km/h). Der Columbia Victoria Phaeton, Bauart Phaeton, der auf dem gleichen Design beruhte, wurde für 3000,– Dollar verkauft.

Columbias Basismodell war typisch für die Zeit, es ähnelte den Pferdewagen und wurde mit einer Pinne gesteuert. Es wurde für 850,– Dollar verkauft, 200,– Dollar mehr als das zeitgenössische Konkurrenzmodell Oldsmobile Curved Dash. Das 544 kg schwere Fahrzeug mit einer Sitzbank hatte einen Radstand von 162 cm und fuhr auf Holzspeichenrädern von 76 cm Durchmesser mit Lederkotflügeln. Das Antriebskonzept hatte seinen Ursprung in Popes Fahrradgeschäft: Die Hinterachse wurde mit einer Kette angetrieben, die das einzige Geräusch beim Fahren verursachte. Zwischen Motor und Kettenantrieb war ein Getriebe mit drei Vorwärts- und zwei Rückwärtsgängen geschaltet. Zwanzig Batterien von Hersteller Exide, einem mit der Electric Vehicle Company verbundenen Unternehmen, waren über den beiden Achsen platziert, um das Gewicht auszugleichen. An die Bremsen der beiden Hinterräder war eine Glocke angeschlossen, die bei Vollbremsung läutete. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 15 Meilen pro Stunde (24 km/h).

Insgesamt bot Columbia etwa 20 verschiedene Elektroautos bis hin zu elektrischen Bussen, Taxis und Polizeiautos an. Die Autos waren sehr beliebt in den Städten mit relativ guten Straßen, wo ihre leisen und gleichmäßig laufenden Elektromotoren ihre Überlegenheit über die Autos mit Verbrennungsmotoren ausspielten. In den Städten standen auch zahlreiche Möglichkeiten zum Aufladen der Batterien zur Verfügung. Die Reichweite betrug 40 Meilen (64 km). 1903 fuhr ein Columbia die 250 Meilen (400 km) von Boston nach New York City in 23 Stunden. Der Columbia wurde als Luxusauto verkauft, unter anderem in Verkaufsräumen gegenüber dem Metropolitan Opera House in New York.

Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor

1900 bot Columbia mit dem Mark VIII Runabout ihr erstes Fahrzeug mit Benzinmotor an. Der Motor leistete 4,5 PS.<ref>Mr. H. P. Whitney's Columbia Gasoline Voiturette. In: Fred H. Colvin (Hrsg.): The Automobile Magazine. Band II, Nr. 3. U.S. Industrial Publishing Co., New York Juni 1900, S. 245.</ref>

Im November 1900 stellte Columbia im Madison Square Garden neben anderen Elektrofahrzeugen auch ein benzinbetriebenes Dreirad (Tricycle) mit zwei seitlichen Sitzen für Mitfahrende vor. Der Fahrer saß hinten auf einer Art Fahrradsattel.<ref name=":2" /><ref>William Worby Beaumont: Columbia Tricycle. 1902, S. 292, abgerufen am 28. April 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Der Columbia Touring Car war ein völlig anderes Auto. Unter einem Verdeck bot er Platz für sechs Passagiere. Das zu Preisen von 4500,– bis 5000,– Dollar verkaufte Modell verfügte über einen vorn senkrecht eingebauten Vierzylindermotor mit 24 PS (17,9 kW) und ein Vierganggetriebe. Das Auto wog 1361 kg.<ref name=":1" />

1912 und 1913 wurde zusätzlich ein Modell mit einem stärkeren Schiebermotor produziert.

Pkw-Produktionszahlen

Datei:Columbia, LC 21, London to Brighton Veteran Car Run 2010, 1900 Electric Tonneau.jpg
Ein Columbia-Elektroauto von 1900 während des London to Brighton Veteran Car Run
Datei:Columbia, UXG 682, London to Brighton Veteran Car Run 2010, 1904 Rear-Entrance Tonneau.jpg
Columbia von 1904
Jahr Produktionszahl
1898 73
1899 387
1900 1.393
1901 1.427
1902 1.583
1903 1.727
1904 1.937
1905 1.213
1906 1.816
1907 2.210
1908 2.715
1909 2.817
1910 2.923
1911 2.236
1912 1.817
1913 937
Summe 27.211

Quelle:<ref name="Kimes" />

Nutzfahrzeuge

Zwischen 1899 und 1907 entstanden auch Nutzfahrzeuge.<ref name="Commercial" /><ref name="Illustrated" /> Es waren Lastkraftwagen mit bis zu 5 Tonnen Nutzlast und Omnibusse mit bis zu 15 Sitzen.<ref name="Commercial" /><ref name="Illustrated" />

Literatur

Weblinks

Commons: Columbia Automobile Company – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="Kimes">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/0873414284 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref> <ref name="Commercial">George Nicholas Georgano (Herausgeber): The Complete Encyclopedia of Commercial Vehicles. Motorbooks International, Osceola 1979, ISBN 0-87341-024-6, S. 147–148 (englisch).</ref> <ref name="Illustrated">Albert Mroz: The Illustrated Encyclopedia of American Trucks and Commercial Vehicles. Krause Publications, Iola 1996, ISBN 0-87341-368-7, S. 70–71 (englisch).</ref> </references>

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