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Richard von Schlieben

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Datei:Joachim Kaspar Anton Richard von Schlieben.jpg
Richard von Schlieben

Joachim Kaspar Anton Richard von Schlieben (* 23. Juli 1848 in Niederfriedersdorf; † 7. Februar 1908 in Niedertaubenheim) war ein Sächsischer Staats- und Kultusminister.

Leben

Herkunft

Richard war ein Sohn des Herrn auf Nieder-Friedersdorf Anton von Schlieben (1814–1873) und dessen Ehefrau Auguste, geborene von Beust (1815–1900). Sein jüngerer Bruder Egon (1852–1933) war sächsischer Generalleutnant.

Karriere

Schlieben wurde auf einem Rittergut in der Oberlausitz geboren. Nach dem Abitur immatrikulierte er sich am 25. April 1868 an der Universität Leipzig für Rechtswissenschaft. Am 5. Mai 1868 wurde er Fuchs im Corps Lusatia Leipzig.<ref name="ACL">Archiv Corps Lusatia.</ref> Wegen Teilnahme an einem Duell wurde er zu „zwei Tagen Karzer 2. Grades“ verurteilt. Lusatia recipierte ihn am 14. Dezember 1868.<ref>Kösener Korps-Listen 1910, 149, 504.</ref> Als Linkshänder focht er acht Mensuren, davon am 25. Februar 1869 in einer PP-Suite gegen das Corps Saxonia Leipzig. Seit dem 15. Juni 1870 Inaktiver, ließ er sich in der personellen Notlage während des Deutsch-Französischen Krieges reaktivieren.<ref name="ACL" />

Nach den juristischen Examen trat er in die innere Verwaltung des Königreichs Sachsen. Er war in verschiedenen Polizeidirektionen und staatlichen Stellen tätig und wurde Regierungsrat. Schliebens besondere Verdienste um Zittau liegen neben der hervorragenden Führung seiner amtlichen Geschäfte in der Förderung des Verkehrswesens, der Wissenschaften und der sozialen Gerechtigkeit. Er veranlasste die Flussregulierung der Mandau, wodurch die regelmäßigen Überschwemmungen am südlichen Stadtrand Zittaus vermieden und dieser Wasserlauf für die sich ansiedelnde Textilindustrie nutzbar gemacht werden konnte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>

Als Minister für Kultus und Unterricht verfolgte er 1906/07 liberale Ideen im Schulwesen und war Vorkämpfer der Koedukation.<ref name="ACL" />

Datei:Sohland Taubenheim Friedhof Schlieben.jpg
Grabanlage der Familie von Schlieben in Taubenheim

Mit 59 Jahren starb er auf seinem Gutshof in Niedertaubenheim.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />SLUB-Personen-Wiki Dresden (Memento vom 21. Mai 2016 im Internet Archive), Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek.</ref> Zur Beisetzung auf dem Friedhof Taubenheim kam König Friedrich August III. Drei Lausitzer mit der Fahne chargierten.<ref name="ACL" /><ref>Totenschau. In: Carl Hollstein: Dresdner Geschichtsblätter. Nr. 4, Jg. XVII, Hrsg. Verein für Geschichte Dresdens, Otto Richter, Wilhelm Baensch, Dresden 1908, S. 301. Digitalisat</ref>

Familie

Schlieben hatte sich am 27. September 1884 in Klein-Zschocher mit Elisabeth von Raab (1861–1894) verheiratet. Aus der Ehe gingen folgende Kinder hervor:

  • Elisabeth (* 1885) ⚭ 1912 (geschieden 1918) Raimund von Gleichen, preußischer Major und Ehrenritter des Johanniterordens
  • Karin (* 1891) ⚭ 1911 Werner von Beschwitz, sächsischer Major
  • Hansjörg (* 1892) ⚭ 1918 Mita Haase (* 1895)

Ehrungen

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Richard von Schlieben

Öffentliche Ämter

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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