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Neptunium(IV)-oxid

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Kristallstruktur
Struktur von Neptunium(IV)-oxid
Vorlage:Farbe Np4+ 0 Vorlage:Farbe O2−
Kristallsystem

kubisch

Raumgruppe

Fm3m (Nr. 225)Vorlage:Raumgruppe/225

Gitterparameter

a = 543,4 pm<ref name="Gmelin_71_C_7_10"/>

Koordinationszahlen

Np[8], O[4]

Allgemeines
Name Neptunium(IV)-oxid
Andere Namen

Neptuniumdioxid

Verhältnisformel NpO2
Kurzbeschreibung

gelbgrüner bis bräunlicher kristalliner Feststoff<ref name="Gmelin_71_C_7_10"/>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 234-830-1
ECHA-InfoCard 100.031.651
PubChem 44148103
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 269 g·mol−1 (237Np)
Aggregatzustand

fest

Dichte

11,1 g·cm−3<ref name="CRC_HANDBOOK_90">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Properties of the Elements and Inorganic Compounds, S. 4-77.</ref>

Schmelzpunkt

2547 °C<ref name="CRC_HANDBOOK_90"/>

Gefahren- und Sicherheitshinweise
Datei:ISO 7010 W003.svg
Radioaktiv
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Die von der Radioaktivität ausgehenden Gefahren gehören nicht zu den einzustufenden Eigenschaften nach der GHS-Kennzeichnung. In Bezug auf weitere Gefahren wurde dieser Stoff entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden. </ref>
Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−256,7 ± 0,6 kcal·mol−1<ref>Elmer J. Huber, Jr., Charles E. Holley, Jr.: Enthalpy of Formation of Neptunium Dioxide, in: Journal of Chemical & Engineering Data, 1968, 13 (4), S. 545–546 (doi:10.1021/je60039a029).</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Neptunium(IV)-oxid, oder auch Neptuniumdioxid, ist eine chemische Verbindung aus den Elementen Neptunium und Sauerstoff. Es ist das chemisch stabilste Oxid des Neptuniums.

Eigenschaften

Datei:Neptunium(IV)-oxid.jpg
Neptuniumdioxid

Neptunium(IV)-oxid ist ein gelbgrüner bis bräunlicher kristalliner Feststoff<ref name="Gmelin_71_C_7_10" /> mit einem hohen Schmelzpunkt von 2547 °C<ref name="CRC_HANDBOOK_90" />. Es ist wenig reaktiv und wird von Wasser fast nicht angegriffen. Neptuniumdioxid weist ein kubisches Kristallsystem auf, hat die Raumgruppe Fm3m (Nr. 225)Vorlage:Raumgruppe/225, die Elementarzellen haben als Gitterparameter a = 543,4 pm<ref name="Gmelin_71_C_7_10">Gmelins Handbuch der anorganischen Chemie, System Nr. 71, Transurane, Teil C, S. 7–10.</ref>, der Strukturtyp ist der CaF2-Typ (Fluorit) und die Koordinationszahlen sind Np[8], O[4]. Die Standardentropie beträgt 19,19 ± 0,1 cal·mol−1·K−1.<ref>Edgar F. Westrum, Jr., J. B. Hatcher, Darrell W. Osborne: The Entropy and Low Temperature Heat Capacity of Neptunium Dioxide, in: Journal of Chemical Physics, 1953, 21 (3), S. 419 (doi:10.1063/1.1698923).</ref>

Darstellung

Neptunium(IV)-oxid entsteht durch thermische Zersetzung von sauerstoffhaltigen Neptuniumverbindungen, z. B. des Nitrats, Oxalats, Hydroxids oder höherer Oxide.<ref name="Gmelin_71_C_7_10"/><ref>J. A. Porter: Production of Neptunium Dioxide, in: Industrial and Engineering Chemistry Process Design and Development, 1964, 3 (4), S. 289–292 (doi:10.1021/i260012a001).</ref>

<chem>Np(C2O4)2 . 6 H2O -> NpO2 + 4 CO + 4 CO2 + 6 H2O</chem>

Es wurde 1944 als erste Verbindung des damals neuen Elements hergestellt.<ref>Robin Giroux: Neptunium, Chemical & Engineering News, 2003.</ref>

Verwendung

Bei der Wiederaufarbeitung von Kernbrennstäben fällt Neptunium(IV)-oxid als Zwischenprodukt an. Als chemisch stabilste Form des Neptuniums findet es selbst wiederum Verwendung in Kernbrennstäben. Dazu wird es (vor allem das Isotop 237Np zusammen mit unwesentlichen Mengen anderer Neptuniumisotope) vom abgebrannten Reaktorbrennstoff abgetrennt und in Brennstäbe gefüllt, die nur Neptunium(IV)-oxid enthalten. Diese werden wieder in den Kernreaktor eingesetzt, wo sie erneut mit Neutronen bestrahlt werden; aus dem 237Np wird 238Pu erbrütet.

Durch Reaktion von Neptuniumdioxid mit Tetrachlormethan bei höheren Temperaturen gelingt die Darstellung von Neptunium(IV)-chlorid.<ref name="Keller">C. Keller: Die Chemie des Neptuniums, in: Fortschr. chem. Forsch., 1969/70, 13/1, S. 69.</ref>

Sicherheitshinweise

Einstufungen nach der CLP-Verordnung liegen nicht vor, weil diese nur die chemische Gefährlichkeit umfassen und eine völlig untergeordnete Rolle gegenüber den auf der Radioaktivität beruhenden Gefahren spielen. Auch Letzteres gilt nur, wenn es sich um eine dafür relevante Stoffmenge handelt.

Einzelnachweise

<references/>

Literatur