Uranylacetat
| Strukturformel | ||||||||||
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| Acetation Uranylion Acetation | ||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||
| Name | Uranylacetat | |||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C4H6O6U | |||||||||
| Kurzbeschreibung |
gelbe rhombische Prismen (Dihydrat)<ref name="GESTIS" /> | |||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||
| Molare Masse | ||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||
| Dichte |
2,89 g·cm−3<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> | |||||||||
| Schmelzpunkt |
110 °C (Verlust des Kristallwassers)<ref name="GESTIS" /> | |||||||||
| Siedepunkt |
275 °C (thermische Zersetzung)<ref name="GESTIS" /> | |||||||||
| Löslichkeit |
mäßig in Wasser (76,94 g·l−1)<ref name="ladd">Datenblatt Uranyl Acetate (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive ) (PDF; 172 kB) bei Ladd Research, abgerufen am 16. März 2014.</ref> | |||||||||
| Gefahren- und Sicherheitshinweise | ||||||||||
| Datei:ISO 7010 W003.svg Radioaktiv | ||||||||||
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| Toxikologische Daten | ||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||
Uranylacetat (UO2(CH3COO)2 · 2 H2O) ist ein gelber, kristalliner Feststoff, bestehend aus rhombischen Kristallen mit leicht essigsaurem Geruch. Bei Temperaturen über 110 °C tritt der Verlust des Kristallwassers ein; wird der Stoff über 275 °C erhitzt, zersetzt er sich thermisch zu Urantrioxid (UO3).
Darstellung
Uranylacetat erhält man aus Urantrioxid durch Umsetzung mit 30%iger Essigsäure:<ref>Hagers Handbuch der pharmaceutischen Praxis, Band 2, Berlin 1910, S. 1069.</ref>
- <chem>UO3 + 2 CH3COOH + H2O -> UO2(CH3COO)2 . 2 H2O</chem>
Verwendung
Uranylacetat findet Verwendung zur Negativkontrastierung in Elektronenmikroskopen. In der Elektronenmikroskopie biologischer Proben ist es auch heute noch oft unentbehrlich.<ref>Schweizerische Eidgenossenschaft - Bundesamt für Gesundheit BAG (Hrsg.): Wegleitung - Kontrastierung mit U-nat: Umgang mit Uranylacetat für Kontrastierungsarbeiten bei der Elektronenmikroskopie. 1. Auflage. Bern 23. August 2019 (admin.ch [PDF]).</ref> Uranylacetatlösungen zeigen Lichtempfindlichkeit und zersetzen sich vor allem unter UV-Strahlung. Die meisten analytischen Anwendungen sind heute aufgrund ungefährlicherer Alternativmethoden obsolet geworden. Ein- und zweiprozentige Uranylacetatlösungen dienten dem qualitativen Nachweis von Natrium als schwerlösliches Natriumuranylacetat mit charakteristischen, gelben, tetraedrischen Kristallen.<ref>Robert Strebinger: Praktikum der qualitativen chemischen Analyse einschließlich Mikro- und Tüpfelreaktionen. Franz Deuticke, Wien 1943, S. 106.</ref> Auch in Gegenwart von Magnesiumacetat bildet Uranylacetat Kristalle von Natriummagnesiumuranylacetat, das im Gegensatz zu anderen Natriumsalzen relativ wenig löslich ist und anhand seiner Kristallform mikroskopisch identifiziert werden kann.<ref>chemikalienlexikon.de: Uranylacetat</ref> Zum Nachweis der Alkali-Kieselsäure-Reaktion in Beton kam ebenfalls Uranylacetat zur Anwendung.<ref>K. Natesaiyer, K. C. Hover: Insitu identification of ASR products in concrete. In: Cement and concrete research. Nr. 18, 1988, S. 455–463.</ref>
Sicherheitshinweise
Kommerzielle Uranylacetatpräparate werden üblicherweise aus abgereichertem Uran hergestellt und besitzen (hydratwasserfrei) eine Radioaktivität von 13,69 bis 18,87 kBq/g (0,37 bis 0,51 µCi/g.)<ref name="ladd" /> Diese geringe Strahlungsintensität ist zu schwach, um gefährlich zu sein, solange das Material nicht inkorporiert wird.
Uranverbindungen sind unabhängig von ihrer Radioaktivität stark giftig.<ref>Abou-Donia MB, Dechkovskaia AM, Goldstein LB, Shah DU, Bullman SL, Khan WA: Uranyl acetate-induced sensorimotor deficit and increased nitric oxide generation in the central nervous system in rats. Pharmacol Biochem Behav. 2002 Jul;72(4):881-90. PMID 12062578.</ref> Auf den menschlichen Körper wirkt es nach der Einnahme (oral, als Staub über die Atemwege oder bei Wundkontakt) sehr giftig. Es sind Risiken für den gesamten Organismus durch eine Langzeitexposition nicht auszuschließen. So können sich Erbgutschäden und Krebs entwickeln.
Literatur
- Ingmar Grenthe, Janusz Drożdżyński, Takeo Fujino, Edgar C. Buck, Thomas E. Albrecht-Schmitt, Stephen F. Wolf: Uranium. In: Lester R. Morss, Norman M. Edelstein, Jean Fuger (Hrsg.): The Chemistry of the Actinide and Transactinide Elements. Springer, Dordrecht 2006, ISBN 1-4020-3555-1, S. 253–698, doi:10.1007/1-4020-3598-5_5.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Wikipedia:Weblink offline
- Radioaktiver Stoff
- Gehört zu einer als gefährlich eingestuften Stoffgruppe (CLP-Verordnung)
- Giftiger Stoff bei Einatmen
- Giftiger Stoff bei Verschlucken
- Gesundheitsschädlicher Stoff (Organschäden)
- Umweltgefährlicher Stoff (chronisch wassergefährdend)
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Uranylverbindung
- Acetat
- Nachweisreagenz
- Elektronenmikroskopie