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Neuwesteel

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Neuwesteel
Stadt Norden
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(285)&title=Neuwesteel 53° 32′ N, 7° 10′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(285) 53° 32′ 13″ N, 7° 9′ 37″ O
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Höhe: 1 m
Fläche: 15,07 km²
Einwohner: 285 (31. März 2025)<ref>Stadtportrait. Einwohnerzahlen nach Ortsteilen. In: Webauftritt. Stadt Norden, abgerufen im September 2025.</ref>
Bevölkerungsdichte: 19 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 26506
Vorwahl: 04931
<imagemap>

Bild:Norden-Neuwesteel.svg|rahmenlos|268x335px|zentriert|Karte

  1. Bargebur

poly 319 274 332 269 328 257 322 246 318 248 313 245 309 250 307 247 302 257 311 271 Bargebur

  1. Leybuchtpolder

poly 128 588 138 577 159 580 193 576 195 564 201 562 201 556 207 557 206 531 225 509 183 467 179 469 176 466 98 548 97 559 88 569 97 572 Leybuchtpolder

  1. Neuwesteel

poly 228 514 237 506 248 506 257 497 259 489 270 472 276 460 285 446 282 435 277 430 276 423 292 419 300 407 308 375 307 372 273 361 261 359 258 337 252 346 241 356 242 368 236 380 230 379 219 392 206 405 187 414 175 416 161 414 152 414 153 428 157 436 159 447 178 468 181 466 226 509 Neuwesteel

  1. Norden

poly 277 308 287 294 297 278 302 281 306 273 300 267 304 256 307 248 310 249 314 246 317 248 326 243 330 239 326 232 332 223 337 223 331 210 331 208 317 173 305 176 292 157 284 164 269 170 267 178 274 185 269 191 263 189 249 196 229 210 223 219 209 229 222 246 219 248 220 252 216 255 208 255 203 258 207 266 199 270 194 279 213 295 220 292 233 307 265 290 Norden

  1. Ostermarsch

poly 224 217 246 198 260 190 270 192 275 187 265 178 270 170 283 165 292 156 305 175 316 173 302 140 295 136 282 113 281 104 284 101 275 81 237 106 227 128 207 153 201 148 189 150 186 138 182 140 183 149 176 156 176 166 176 172 168 186 177 191 174 195 194 212 202 221 214 211 Norddeich poly 329 198 339 193 343 175 351 165 352 160 360 160 369 167 377 146 386 138 382 130 374 119 386 100 379 94 383 85 383 64 379 66 375 45 355 50 360 30 356 20 322 37 321 47 316 47 314 53 275 80 283 98 281 104 281 111 292 133 303 139 Ostermarsch

  1. Süderneuland I

poly 304 398 325 399 330 370 320 356 330 348 334 339 338 337 329 322 320 297 308 281 303 280 298 277 277 306 265 316 255 336 258 338 259 350 263 358 273 360 291 365 305 370 310 377 Süderneuland I

  1. Süderneuland II

poly 326 400 328 369 320 355 326 350 332 347 338 335 328 321 320 298 309 281 304 280 306 274 300 268 304 257 310 269 319 277 323 290 322 293 333 309 358 357 377 363 380 368 389 367 392 372 418 366 421 370 414 374 415 379 385 386 348 402 Süderneuland II

  1. Tidofeld

poly 332 269 345 264 339 252 335 240 329 236 325 243 322 246 329 257 Tidofeld

  1. Westermarsch I

poly 153 414 164 415 178 417 194 412 211 404 220 390 230 378 235 384 241 371 243 351 249 349 257 334 260 327 264 323 268 315 276 307 264 290 234 305 217 291 211 293 194 279 190 280 185 278 182 280 176 285 162 277 161 279 154 270 151 272 141 263 137 266 141 284 140 291 138 292 136 283 130 284 128 288 133 309 138 311 132 314 129 307 125 308 125 314 129 316 131 322 123 326 120 320 115 319 115 326 108 326 101 320 94 320 89 320 88 325 81 324 77 328 75 333 83 339 78 348 85 352 85 356 89 352 93 358 92 361 94 366 90 376 99 382 111 389 144 411 Westermarsch I

  1. Westermarsch II

poly 91 377 93 371 95 365 91 361 94 357 90 353 86 354 86 352 79 348 85 339 77 334 77 329 81 325 89 327 89 323 88 320 89 316 95 321 93 326 95 325 97 320 101 320 106 324 113 329 118 327 115 318 120 321 124 326 131 320 128 316 123 312 125 308 128 308 131 313 133 315 138 312 137 308 132 304 127 290 129 283 137 283 139 292 141 292 140 284 138 266 142 261 152 274 153 271 161 278 163 278 176 287 186 277 190 281 200 269 206 265 203 257 210 255 218 255 222 249 221 245 209 229 224 218 214 211 202 218 174 197 176 188 170 187 163 193 169 200 153 219 131 237 100 258 53 310 44 340 61 362 78 371 Westermarsch II

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Lage von Neuwesteel im Stadtgebiet von Norden

Neuwesteel ist seit der Kommunalreform 1972 ein Stadtteil der Stadt Norden in Ostfriesland im nordwestlichen Niedersachsen. Er entstand am 11. Juli 1934 als Ortsteil der damals selbständigen Gemeinde Süderpolder, die im Herbst 1939 in Neuwesteel umbenannt wurde. Die NSDAP und andere nationalsozialistische Organisationen nutzten die Gründung der Bauernsiedlung für ihre Propaganda.

Vor der Eingliederung in die Stadt Norden war Neuwesteel für einige Jahre Mitglied und Verwaltungssitz der Samtgemeinde Leybucht.

Lage und Verkehrsanbindung

Westeel grenzt südwestlich an Leybuchtpolder, nordwestlich an Westermarsch I, nordöstlich an Süderneuland I und im Süden an Osteel, einer der Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Brookmerland.

Geschichte

Auf dem Gebiet des heutigen Stadtteils lag das 1373 beim Einbruch der Leybucht untergegangene Dorf Westeel. Teile der Leybucht wurden im Laufe der Jahrhunderte nach und nach eingedeicht. In früheren Jahrhunderten geschah dies mit Muskelkraft und Spaten, worauf neben der Wasserlinie auch der Spaten im Neuwesteeler Wappen hinweist (sogenanntes Redendes Wappen). In den Jahren 1928 und 1929 wurde der zirka 600 Hektar große Leypolder eingedeicht<ref>Eberhard Rack: Kleine Landeskunde Ostfrieslands, Isensee Verlag, Oldenburg 1998, S. 92</ref> und ab 1930 besiedelt. 1934 entstand Neuwesteel und galt anfangs noch als Ortsteil der Gemeinde Süderpolder. Am 1. Oktober 1939 wurde die gesamte Gemeinde Süderpolder in Neuwesteel umbenannt.<ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Eng mit der eigentlichen Gründung Neuwesteels verbunden war die nationalsozialistische Blut-und-Boden-Ideologie. Neuwesteel galt als „die erste geschlossene Bauernsiedlung im nationalsozialistischen Deutschland“. Zu den Eröffnungsfeierlichkeiten erschien der Reichsbauernführer und Ernährungsminister Walther Darré. In seiner Festrede führte er aus, dass „der Nationalsozialismus Blut und Rasse in den Mittelpunkt des weltanschaulichen Kampfes gestellt habe“. Es sei der Wille des Führers, dass der „deutsche Mensch“ wieder „mit der heimatlichen Scholle“ eine Verbindung eingehe. An der Gründungsfeier, bei der alle Siedlungsgebäude mit Hakenkreuzfahnen beflaggt waren, nahmen auch Abteilungen der SS und der SA teil. Sie entzündeten „altem germanisch-deutschen Brauchtum entsprechend“ die Herdfeuer der neuen Bauernhäuser. Das Feuer hatten sie zuvor in den Höfen des benachbarten Osteel entzündet.<ref>Artikel Bauernsiedlung Neuwesteel. In: Neues Volk. Blätter des Rassenpolitischen Amtes der N.S.D.A.P. 3. Jahrgang, Nr. 1 (1935). S. 27</ref> Der nationalsozialistische Hintergrund des Siedlungsprojektes wird in der heimatkundlichen Literatur nicht erwähnt. Auch das offizielle Grußwort der Stadt Norden anlässlich der 70-Jahr-Feier Neuwesteels im Jahr 2004 schweigt über diese Zusammenhänge.<ref>Presse-Service.de: Ortsteil Neuwesteel feiert 70-jähriges Jubiläum. Grußwort der Stadt Norden (30. Juni 2004); eingesehen am 5. März 2020</ref>

Träger des Siedlungsprojekts war das 1922 gegründete Wohnungsbauunternehmen Niedersächsische Heimstätte (N.S.H.), das sich (auch in der NS-Zeit) als „Organ der staatlichen Wohnungspolitik“ verstand. Bei der N.S.H. gingen 1934 über 400 Anträge williger Siedler ein. Dieser Zahl standen in der Planung lediglich 30 Bauernhöfe, sieben Landarbeiterhäuser und vier Handwerker-Werkstätten gegenüber. Von Anfang an gehörte auch eine Schule zur geplanten Siedlung. Sie war einklassig und wurde von den Neuwesteelern (zumeist Jungbauern aus ländlichen Gegenden Ostfrieslands) in Eigenleistung errichtet. Dem Unterhalt der Schule, die Ostern 1935 mit 47 Schülern eröffnet wurde, diente das Pachtgeld aus zwei Hektar sogenanntem Schulland. Bis 1971 war die Schule in Betrieb. Danach wurden die Neuwesteeler Kinder in Norden und Süderneuland unterrichtet.<ref>Gerhard Canzler: Die Norder Schulen. Verlag H. Risius KG: Weener (Ems) 2005. S. 144f</ref>

Ursprünglich war Neuwesteel als Reihendorf (genauer als „Hufensiedlung“<ref>Eberhard Rack: Ostfriesland. Ein landschaftskundlicher Taschenatlas. Eigenverlag der Arbeitsgemeinschaft ostfriesischer Sparkassen: Norden 1970. S. 81; Sp I</ref>) angelegt. Die Bauernhäuser der ersten Siedlergeneration, die jeweils von ihren Ländereien („Hufen“) umgeben sind, säumen die Hauptstraße, die sich hufeisenförmig durch das Dorf zieht. Von ehemals 34 Höfen wurden 2019 noch 21 bewirtschaftet. 1956 entstand eine weitere Siedlung, die von Einfamilienhäusern geprägt ist. Sie wurde 1993 durch Ausweisung neuen Baulandes erheblich erweitert. In den Anfangsjahren waren auch eine Reihe Handwerksbetriebe im Ort, darunter Schmiede, Schuster, Bäcker sowie eine Tankstelle mit angeschlossenem Taxibetrieb. Sie haben inzwischen aufgegeben. Das letzte Neuwesteeler Lebensmittelgeschäft schloss 2008.<ref>Neuwesteel.de: Kleine Dorfchronik; eingesehen am 5. März 2020</ref>

1965 wurde Neuwesteel Gliedgemeinde der Samtgemeinde Leybucht. Diese wurde im Zuge der niedersächsischen Kommunalreform 1972 nach Norden eingemeindet. Als eingemeindeter Stadtteil hat Neuwesteel bis zum heutigen Tag einen Ortsvorsteher, der die Belange der rund 340 Einwohner<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Norden.de: Einwohnerzahl nach Ortsteilen (Memento vom 16. September 2011 im Internet Archive), abgerufen am 28. August 2024.</ref> gegenüber der Stadt Norden vertritt.

Wirtschaft und Tourismus

Datei:Alter Kahn, Leybuchtsiel zwischen Norden und Greetsiel im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer - panoramio.jpg
Norder Tief – auf der gegenüberliegenden Seite liegt Neuwesteel.

Da der eingedeichte Polderboden sehr fruchtbar ist, wurde das Neuwesteeler Gebiet von Anfang an für landwirtschaftliche Zwecke benutzt. Vorherrschend sind Viehzucht und Ackerbau, vor allem der Anbau von Kartoffeln und die Züchtung von Saatkartoffeln. Eine Reihe von Bauern haben in den vergangenen Jahren Hofläden eröffnet. Manche bieten Urlaub auf dem Bauernhof an.<ref>Neuwesteel.de: Kleine Dorfchronik; eingesehen am 5. März 2020</ref>

Neuwesteel verfügt auch über einen Campingplatz. Er befindet sich am Fährweg 9. Beim Platz befindet sich ein kleiner Fähranleger. Von dort kann man als Fußgänger oder Fahrradfahrer mit einer Kurbelpünte das Norder Tief überqueren.

Sehenswürdigkeit

Eine besondere Sehenswürdigkeit Neuwesteels ist das Schöpf- und Sielbauwerk des Entwässerungsverbandes Norden. Der Vorgängerbau aus dem Jahre 1929, mit dessen Errichtung die Stadt Norden ihre direkte Verbindung zum Meer verlor, konnte im Laufe der Jahrzehnte nicht mehr die Anforderungen erfüllen, die die modernen technischen Standards vorgaben. Vom 31. Mai bis zum 1. Juni 2008 wurden das neue Schöpfwerk und das modernisierte Siel mit einem großen Fest ihrer Bestimmung übergeben. Bereits bis 2001 waren wichtige Vorarbeiten geleistet worden. Seit diesem Zeitpunkt wird nicht mehr in die offene Leybucht gesielt, sondern in den Störtebekerkanal, der das Wasser am Fischerdorf Greetsiel vorbei ins Speicherbecken Leyhörn leitet. Damit hat auch die Stadt Norden wieder einen direkten Zugang zur Nordsee.<ref>NWP Planungsgesellschaft mbH (im Auftrag der Stadt Norden): Dorferneuerungs-/-entwicklungsplanung für die Ortsteile Leybuchtpolder und Neuwesteel. Oldenburg o. J. [2007?]. S. 23</ref>

Literatur

  • Karl Leiner: Panorama Landkreis Norden. Eigenverlag des Landkreises Norden: Norden 1972. S. 309–314
  • Gerhard Canzler: Die Norder Schulen. Verlag H. Risius KG: Weener (Ems) 2005. ISBN 3-88761-097-0. S. 144f (1935–1971: Schule Neuwesteel)

Weblinks

Commons: Neuwesteel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Alte Stadtteile: Armenplatz (heute: Norden-Neustadt) | Bargebur | Ekel | Hollande | Lintel | Westgaste | Westlintel | Zingel.
Neue Stadtteile: Leybuchtpolder | Lintelermarsch / Norddeich | Neuwesteel | Ostermarsch | Süderneuland I | Süderneuland II | Tidofeld | Westermarsch I | Westermarsch II

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