Bois Noir
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Der Bois Noir (deutsch: Schwarzer Wald) ist ein Wald im Unterwallis in der Schweiz zwischen St-Maurice und Evionnaz. Er nimmt eine Fläche von etwa 80 Hektar ein. Neben der Grösse ist auch die Ausdehnung über die ganze Breite des Rhonetals eine Besonderheit.<ref>Forêt du Bois-Noir: Vers un renforcement de la biodiversité et des activités humaines. (PDF) Communiqué pour le médias. In: Canton du Valais. Département des transports, de l’équipement et de l’environnement, 19. Mai 2016, S. 12, abgerufen am 9. Mai 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Der Bois Noir dient primär als Naturschutz- und Erholungsgebiet. Das Waldgebiet steht als Waldreservat unter Schutz.<ref>St-Maurice – Les mesures de l’Espace Bois-Noir sont achevées. In: Canton du Valais. 18. Oktober 2019, abgerufen am 8. Mai 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="CH_GS">Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)</ref> Die Höhe reicht von 450 bis 520 m ü. M. Der jährliche Niederschlag liegt bei 1050 mm.
Geologie
Der Bestand liegt auf einem Schwemmschuttkegel des Baches Torrent de St.-Barthélemy, der die Südseite der Dents du Midi (Cime de l’Est) entwässert und in die Rhone mündet. Der dadurch entstandene Boden ist kalkhaltig, flachgründig und sehr wasserdurchlässig.
Flora
Der Wald ist sehr artenreicher Föhrenmischwald. 1987 wurde geschätzt,<ref>Ernest Coutaz, 1987, Tables des Matieres</ref> dass die Oberschicht zu 80 % aus Waldkiefer, 10 % Fichten und Tannen und zu 10 % aus Laubwald (Birken, Ahorne, Pappeln, Erlen, Mehlbeere) besteht.
Die Unterschicht ist reich an Hartriegel, Felsenbirnen, Hasel, Wacholder, Liguster und Kirschbaum. An verschiedenen Standorten sind auch Orchideen zu finden.
Fauna
Der Wald ist ein Rückzugsgebiet für alle Tiere des Flachlands wie etwa Hase oder Reh.
Aufgrund seiner Ausdehnung quer durchs Tal hat der Wald eine grosse Bedeutung als Wildtierkorridor.<ref name=":0">Wildtierkorridore von überregionaler Bedeutung: VD 22.1 / VS 12. (PDF) In: geo.admin.ch. Bundesamt für Umweltschutz, abgerufen am 9. Mai 2023.</ref>
Geschichte
Der Bois Noir wurde immer wieder durch Murgänge heimgesucht. die Kantonalstrasse sowie die SBB-Linie wurden in den Jahren 1926 und 1931 verschüttet. Ab 1940 wurden Murgangverbauungen am Oberlauf des Baches Torrent de St.-Barthélemy errichtet, so dass es seither zu keinen grösseren Vorkommnissen kam.
Auch die Autobahn A9 führt seit Mitte der 1980er Jahre durch das Waldgebiet. Seit 2009 besteht eine Unterführung für Wildtiere.<ref name=":0" />
Weblinks
- Saint-Maurice Tourisme: Le Bois Noir (französisch)
- Forêt du Bois-Noir: Vers un renforcement de la biodiversité et des activités humaines. Communiqué pour le médias (Kanton Wallis, 19. Mai 2016; PDF; französisch)
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 46° 11′ 23″ N, 7° 0′ 59″ O; CH1903: 567400 / 115450
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