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Krebsbach (Fallbach)

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Krebsbach
historisch: Köbel
Datei:Krebsbach (Fallbach).jpg
Der Krebsbach in Bruchköbel

Der Krebsbach in Bruchköbel

Daten
Gewässerkennzahl DE: 247882
Lage Rhein-Main-Tiefland

Deutschland


Rhein-Main-Gebiet

Flusssystem Rhein
Abfluss über Fallbach → Kinzig → Main → Rhein → Nordsee
Quelle nordöstlich von Calbach
50° 16′ 46″ N, 9° 3′ 26″ O
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Quellhöhe ca. 185 m ü. NHN
Mündung bei Hanau in den FallbachKoordinaten: 50° 8′ 58″ N, 8° 54′ 55″ O
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50° 8′ 58″ N, 8° 54′ 55″ O {{#coordinates:50,14945|8,9153|
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Mündungshöhe ca. 105 m ü. NHN
Höhenunterschied ca. 80 m
Sohlgefälle ca. 3,2 ‰
Länge ca. 25 km<ref name="hmulv">Gewässerkartendienst des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Hinweise)</ref>
Datei:Krebsbachmündung (Fallbach).jpg
Der Krebsbach (links) mündet in den Fallbach (rechts)

Der Krebsbach (links) mündet in den Fallbach (rechts)

Der Krebsbach ist ein etwa fünfundzwanzig Kilometer langer rechter Zufluss des Fallbachs in Hessen.

Name

Ein früherer Namen des Krebsbachs war u. a. „Köbel“.<ref>freenet Webhosting - Die All-in-One Lösung für Ihre eigene Website - freenet.de. Abgerufen am 14. Februar 2023.</ref> Daher auch die Ortsnamen Marköbel (Mark an der Köbel) und Bruchköbel (Bruch (alter Name für Mühle, aber auch für Sumpf- oder Moorlandschaft lt. Grimmschen Wörterbuch) an der Köbel).

Geographie

Verlauf

Der Krebsbach entspringt (Position der Krebsbachquelle siehe Karte

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Zuflüsse

Flusssystem Kinzig

Geschichte

Datei:Teilung Krebsbach und Salisbach.jpg
Teilung von Krebsbach (von hinten nach rechts) und Salisbach (nach vorne links)

Die Bifurkationen der vier Bäche im Norden Hanaus sind künstlich und wurden erst durch den Menschen in der Neuzeit angelegt. Der Grund hierfür liegt im Wasserbedarf für die Gewässer der benachbarten Kuranlage Wilhelmsbad und der Fasanerie, zudem befanden sich südlich der heutigen Maintaler Straße Seen zur Fischzucht (Weiherfeld, An den Güntherteichen) zwischen Krebs- und Salisbach.

Ursprünglich strebten Krebs-, Salis- und Fallbach in separaten Betten zur Kinzig, während der Braubach seinen Ausgang nicht in Wilhelmsbad, sondern in seinem Hauptzufluss, dem von Wachenbuchen kommenden Säulbach nahm. Auf den früheren Verlauf des Krebsbaches, etwa unter der heutigen Elsa-Brändström-Straße, verweist noch der Krebsbachweg. Die ehemalige Mündung lag noch im 20. Jahrhundert etwa 50 m oberhalb der Kinzigbrücke an der Hanauer Vorstadt. Der geringe Höhenunterschied und die geringen Fließgeschwindigkeiten ermöglichten die Anlage künstlicher Verbindungen, so dass der Krebsbach heute über Fallbach, Salis- und Braubach entwässert.<ref>Kurt Lotz: Die Erdgeschichte oder Geologie des hessischen Kinzigtales. Dausien, Hanau 1983, ISBN 3-7684-6359-1, S. 130–132.</ref>

Natur und Umwelt

Datei:Krebsbachaue Issigheim01.jpg
Naturschutzgebiet Krebsbachaue zwischen Nieder- und Oberissigheim mit renaturiertem Krebsbach und Storchennest, Mai 2014.

2009 wurde der Krebsbach und der Zufluss Riedbach im Bereich Rüdigheim in Teilen renaturiert.<ref>Seite der Ausführenden Gartenbaufirma <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />portal.bh-gmbh.de (Memento des Vorlage:IconExternal vom 14. Juli 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/portal.bh-gmbh.de</ref> Zusätzlich wurde 2008 die Kläranlage Neuberg-Rüdigheim geschlossen. Das Abwasser wird nun mit einer Pumpleitung über Neuberg-Ravolzhausen nach Erlensee und dort in die Kinzig geleitet. Nur bei starken Regenfällen wird der Krebsbach in Neuberg-Rüdigheim noch belastet.

Im flussabwärts anschließenden Bereich zwischen Ober- und Niederissigheim wurde 2010 ein 15 ha großer Retentionsraum angelegt und der Flussverlauf auf einer Länge von 550 m in Schleifen gelegt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Klimaschutz am Krebsbach – www.bruchkoebel.de (Memento vom 15. Februar 2020 im Internet Archive)</ref> Auf dem Gebiet der Stadt Hanau erfolgte eine Renaturierung im Mündungsbereich zum Fallbach in den Bruchwiesen im Jahr 2012. Möglich wurde dies als Ausgleichsmaßnahme für den Bau des Einkaufszentrums Kinzigbogen.<ref>Wasser darf sich wieder winden. Abgerufen am 14. Februar 2023.</ref>

Literatur

  • Lothar Nitsche/Sieglinde Nitsche: Naturschutzgebiete in Hessen. Schützen – Erleben – Pflegen. Band 1 – Main-Kinzig-Kreis und Stadt Hanau. Herausgegeben vom Naturschutzring Nordhessen e. V. und der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e. V., Arbeitskreis Main-Kinzig. Cognitio, Niedenstein 2002, ISBN 3-932583-05-1, S. 112.

Weblinks

Commons: Krebsbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />