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Burg Richstein

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Burg Richstein
Datei:Burg Richstein.jpg
Fundamentenreste (2008)

Fundamentenreste (2008)

Staat Deutschland
Ort Richstein
Entstehungszeit vermutlich zweiten Hälfte des 14. Jhd.
Burgentyp Höhenburg
Erhaltungszustand Fundamentreste
Ständische Stellung Grafen
Geographische Lage 50° 59′ N, 8° 27′ OKoordinaten: 50° 59′ 6,8″ N, 8° 27′ 28,7″ O
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Burg Richstein (Nordrhein-Westfalen)
Burg Richstein (Nordrhein-Westfalen)

Die Burg Richstein befand sich auf einem Berg oberhalb des gleichnamigen Ortes. Richstein ist ein Ortsteil der Stadt Bad Berleburg im Kreis Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen.

Geschichte

Die Höhenburg dürfte erst in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erbaut worden sein. Urkundlich wurde sie erstmals im Jahre 1384 genannt. Landgraf Hermann II. von Hessen übergab in diesem Jahr die Burg als Lehen an den Grafen Johann I. von Sayn-Wittgenstein (1384–1427).<ref>Fritz Krämer: Die erstmalige Erwähnung des Schlosses Richstein in dem Lehnsbrief vom 11. Juni 1384 (BA, Urkunde Nr. 452), in: Das mittlere Edertal - Dotzlar, Arfeld, Richstein, Verlag Karl Pöppel, Bad Berleburg 1982, S. 491 ff.</ref> Das Lehensverhältnis wurde 1416, 1427 und 1490 bestätigt.

Bereits seit 1415 saßen auf der Burg Amtmänner der Grafen von Sayn-Wittgenstein. 1502 wies Graf Wilhelm der Ältere von Sayn-Wittgenstein (1494–1568) seiner Frau Johannetta von Isenburg die Burg als Witwensitz zu.

Nachdem die Burganlage militärisch wertlos geworden war, verfiel sie in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. 1590 brannte das Dorf am Burgberg nieder und wurde im Tal wieder aufgebaut. Hierbei nutzte man die verfallene Burg als Steinbruch. Heute zeigt die ehemalige Burganlage nur noch geringe Fundamentreste.

Literatur

  • Jens Friedhoff: Sauerland und Siegerland. Theiss Burgenführer. Herausgegeben von Joachim Zeune. Theiss, Stuttgart 2002, ISBN 3-8062-1706-8, S. 120.
  • Handbuch der historischen Stätten, Band III, ISBN 978-3-520-27303-1

Einzelnachweise

<references />