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Bebek

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 10. Januar 2026 um 02:06 Uhr durch imported>Zuebi (Einwohnerzahl aktualisiert. Quelle: https://www.nufusune.com/40232-istanbul-besiktas-bebek-mahallesi-nufusu).
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Datei:Vbebek.JPG
Blick auf Bebek von der Boğaziçi Üniversitesi aus

Bebek ist ein Stadtteil im Nordosten des Istanbuler Bezirks Beşiktaş mit etwa 5.300 Einwohnern (Stand: Ende 2024)<ref>Nufusune.com: BEBEK MAHALLESİ NÜFUSU BEŞİKTAŞ İSTANBUL - İl İlçe Mahalle Köy Nüfusu, abgerufen am 10. Januar 2026</ref>. Der Stadtteil, der zu den wohlhabendsten Istanbuls gehört, ist durch die Promenade am Bosporus und die zahlreichen modischen Geschäfte,<ref></ref> Cafés und Restaurants geprägt.<ref name="lp">Verity Campbell, Jean-Bernard Carillet, Dan Elridge, Frances Linzee Gordon: Turkey. 10. Auflage. Lonely Planet, Oakland, CA 2007, S. 129.</ref>

Geographie

Datei:Besiktas bebek.jpg
Lage Bebeks innerhalb Beşiktaş'

Bebek grenzt im Süden an Arnavutköy und Kültür, im Westen an Etiler und im Norden an Rumeli Hisarı in Sarıyer an. Im Osten bildet die Bucht von Bebek im Bosporus eine natürliche Grenze. Der Bosporus erreicht auf der Linie zwischen der Moschee von Bebek und dem Kap von Kandilli mit 160 m seine tiefste Stelle.<ref>Yusuf Mardin: Bosphorus Through the Ages. T.C. Kültür Bakanlığı, Ankara 1995, ISBN 975-17-1580-6, S. 7.</ref>

Geschichte

Datei:Matejko-Bebek.jpg
Bebek 1872 aus der Sicht von Jan Matejko.

Bis Ende des 17. Jahrhunderts gab es um das heutige Bebek herum jahrhundertelang lediglich einige griechische Fischerdörfer. Im 18. Jahrhundert begann die osmanische Oberschicht um Bebek herum ihre Sommerresidenzen zu bauen.<ref></ref> Noch im 19. Jahrhundert war Bebek ein eigenständiges Dorf.

1840 gründete der amerikanische Missionar Cyrus Hamlin in Bebek ein englischsprachiges theologisches Seminar, aus der später das Robert College entstand, das wiederum die heutige Boğaziçi Üniversitesi hervorbrachte.<ref></ref>

Stadtbild

Datei:Eg-consulate-bebek.jpg
Ägyptisches Konsulat in Bebek im Juli 2008

Bebek ist durch im 19. Jahrhundert erbaute Wohn- und Geschäftshäuser geprägt; im Süden des Viertels liegt ein kleiner Park mit angrenzender, 1913 fertiggestellter<ref name="pf">Dominique Auzias, Jean-Paul Labourdette, Levent Ugürlu, Jan Schmidt-Whitley, Christine Turco: Le Petit Futé Istanbul. 4. Auflage. Le Petit Futé, Paris 2008, ISBN 2-7469-1794-7, S. 369.</ref> Moschee, südlich davon liegt das 1902 im Jugendstil unter Abbas Hilmi II. völlig neugestaltete ägyptische Konsulat,<ref name="pf" /> das derzeit renoviert wird. Die Gebäude der Boğaziçi Üniversitesi sind im Neuenglandstil gehalten.<ref name="lp" /> Außerdem gibt es eine griechisch-orthodoxe Kirche, Aya Haralambos.<ref name="pf" />

Demographie

Bebek ist durch großbürgerliche, meist alteingesessene Istanbuler geprägt, es bildet eine Hochburg des Kemalismus.<ref>Susanne Güsten: Der Riss geht quer durch die Familien; Kemalisten gegen Islamisten: Die Türkei ist eine gespaltene Nation. In: Stuttgarter Zeitung. 12. Juli 2008, S. 4 (Online [abgerufen am 7. August 2008]).</ref> Des Weiteren leben viele Expatriates in Bebek.<ref>Rick Lyman: Istanbul's crosscurrents of past and future. In: International Herald Tribune. 27. September 2005, S. 24 (Online [abgerufen am 8. August 2008]).</ref> Unter anderem dies hat zur Folge, dass die Quadratmeterpreise für Immobilien die höchsten in Istanbul sind.<ref>Marc Semo: La Turquie peu charitable avec ses chrétiens. In: Libération. 27. November 2006, S. 34 f. (Online [abgerufen am 7. August 2008]).</ref>

Infrastruktur

Datei:Bebek Park Cafe.jpg
Bebek-Park mit Schiffsanleger rechts im Bild.

Noch bis in die 1950er Jahre war Bebek Endhaltestelle einer Straßenbahnlinie,<ref></ref> heute beschränkt sich die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln weitgehend auf sechs in Sarıyer beginnenden Buslinien nach Kabataş und Taksim in südlicher Richtung.<ref>İstanbul Elektrik Tramvay ve Tünel (Hrsg.): ohne Titel. 2008 (Online [abgerufen am 8. August 2008]).</ref> Bebek verfügt über einen Schiffsanleger mit fahrplanmäßigem Fährverkehr: Die Linie von Beykoz nach Eminönü wird je Richtung zwei Mal werktäglich bedient;<ref>İstanbul Deniz Otobüsleri A.Ş. (Hrsg.): Boğaz Hatti. 2008 (Online [abgerufen am 7. August 2008]). <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Boğaz Hatti (Memento vom 2. August 2008 im Internet Archive)</ref> die Linie von Emirgan nach Çengelköy wird sieben Mal werktäglich beschifft.<ref name="Hafta">İstanbul Deniz Otobüsleri A.Ş. (Hrsg.): Hafta İçi. 2008 (Online [abgerufen am 7. August 2008]). <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hafta İçi (Memento vom 1. August 2008 im Internet Archive)</ref> Sonn- und feiertäglich wird die Linie von Emirgan nach Bebek neun Mal je Richtung bedient.<ref name="Hafta" />

Kultur

Das Leben in Bebek ist zum einen durch die Boğaziçi Üniversitesi geprägt, zum anderen durch das „rege“<ref name="pf" /> und „schicke“<ref>Jean-Claude Guillebaud: Istanbul: A City In Search of a Continent. In: Ramesh Kumar Biswas (Hrsg.): Metropolis Now!: Urban Cultures in Global Cities. Springer, Wien 2000.</ref> Nachtleben: Insbesondere auf der Promenadenstraße führen die Kinder reicher Eltern ihre Luxuskarossen vor.<ref></ref>

Persönlichkeiten

Datei:BebekN.jpg
Marina von Bebek in der Nacht

Aufgrund seiner Exklusivität wirkten in Bebek deutlich mehr bekannte Personen als in Orten vergleichbarer Größe. Eine Reihe von Persönlichkeiten verlegten ihre Residenz ganz nach Bebek, darunter Mehmed Emin Ali Pascha um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert<ref></ref> und die Industriellen Sakıp Sabancı und Sadberk Koç im Verlaufe des 20. Jahrhunderts.<ref>Chris Reinewald: Stad van hüzün. In: Het Financieele Dagblad. 16. Dezember 2006, S. 40.</ref> Der Poet Abdülhak Hamit Tarhan wurde 1852 in Bebek geboren.<ref>F. Giese: Abd Al-Ḥakk Ḥamit. In: Martin Theodor Houtsma et al.. (Hrsg.): E.J.Brill's First Encyclopaedia of Islam, 1913-1936. Band 1. Brill, Leiden & New York 1913, S. 39.</ref> Der Schriftsteller Aras Ören wuchs in Bebek auf, ihn widert die in seinen Augen „degenerierte, verlogen traditionalistische“ Mittelklassekultur des Ortes an.<ref>Moray McGowan: Istanbul, Turkey, Bosphorus. In: Andy Hollis (Hrsg.): Beyond Boundaries: Textual Representations of European Identity. Rodopi, Amsterdam & Atlanta, GA 2000, S. 52–70, S. 58 f.</ref> Der sich um die türkische Zahnmedizin verdient gemachte Alfred Kantorowicz wohnte ab 1933 in der Cevdet Paşa Caddesi, Sağlık Apt. Nr. 5.<ref>Ali Vicdani Doyum: Alfred Kantorowicz unter besonderer Berücksichtigung seines Wirkens in İstanbul (Ein Beitrag zur Geschichte der modernen Zahnheilkunde). Medizinische Dissertation, Würzburg 1985, S. 95–100.</ref>

Popkultur

In der türkisch-lokalisierten Version des Brettspiels Monopoly nimmt Bebek die Stelle der Pennsylvania Avenue (in der deutsch-lokalisierten Version: Bahnhofstraße) ein.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Bebek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Bebek – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Vorlage:Klappleiste/Anfang Viertel (Mahalle)
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Koordinaten: 41° 4′ 51,3″ N, 29° 2′ 38,1″ O

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