Zum Inhalt springen

Uranylfluorid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 24. Januar 2026 um 04:59 Uhr durch imported>ChemoBot (Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Kristallstruktur
Struktur des Uranylfluorids
Vorlage:Farbe U6+ 0 Vorlage:Farbe O2−0 Vorlage:Farbe F
Allgemeines
Name Uranylfluorid
Verhältnisformel UO2F2
Kurzbeschreibung

hellgelber, grünlichstichiger Festkörper<ref name="Katz" /><ref name="Brauer-1218" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 236-898-8
ECHA-InfoCard 100.033.529
PubChem 26096
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 308,02 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

(keiner, zersetzt sich ab 300 °C)<ref name="Myers">W. L. Myers: A literature review on the chemical and physical properties of uranyl fluoride, Appendix A of the PEIS (DOE/EIS-0269) (Los Alamos National Lab)., NM (USA) Illinois Univ. Urbana, IL (USA).</ref>

Löslichkeit

sehr gut in Wasser (64,4 g/100 g Wasser, 20 °C)<ref name="CRC">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Properties of the Elements and Inorganic Compounds, S. 4-97.</ref>

Gefahren- und Sicherheitshinweise
Datei:ISO 7010 W003.svg
Radioaktiv
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.790">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref><ref>Die von der Radioaktivität ausgehenden Gefahren gehören nicht zu den einzustufenden Eigenschaften nach der GHS-Kennzeichnung.</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 330​‐​300​‐​373​‐​411
P: ?
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Uranylfluorid (UO2F2) ist eine Uranverbindung, die ein Zwischenprodukt bei der Umwandlung von Uranhexafluorid UF6 in ein Uranoxid oder in die metallische Form des Urans ist, es entsteht ferner bei der Reaktion von UF6 mit Luftfeuchtigkeit.

Eigenschaften

Uranylfluorid ist ein hellgelber, grünlichstichiger Festkörper, dessen Farbintensität etwas variiert.<ref name="Katz">J.J. Katz, E. Rabinowitch: The chemistry of uranium, Pt. 1, McGraw-Hill, New York – Toronto – London 1951, S. 564–577.</ref><ref name="Brauer-1218">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 1218.</ref> Gut kristallines Uranylfluorid ist nur wenig hygroskopisch. Oberhalb von 300 °C zerfällt UO2F2 – je nach Temperatur und Sauerstoffdruck – in HF und UO3 bzw. U3O8.<ref>F. Coenen: „The preparation of α-UO3 by the high temperature hydrolysis of uranyl halides“, in: J. Inorg. Nucl. Chem., 1966, 28, S. 1733–1734; doi:10.1016/0022-1902(66)80077-5.</ref>

Toxizität

Akute Toxizität geht hauptsächlich von den Fluoridionen der Verbindung aus (Fluorose). Uranylfluorid ist, wie alle Uranverbindungen, sehr giftig. Seine Radioaktivität spielt bezüglich der Gefährlichkeit eine geringere Rolle, obwohl man gewisse Strahlenschutzvorkehrungen treffen sollte, wenn angereichertes Uran (235U) in der Verbindung vorhanden ist, da Natururan ein Alphastrahler ist. Der Stoff ist ätzend und gefährlich beim Einatmen, beim Verschlucken oder Hautkontakt. Eine Inkorporation durch Inhalation oder Verschlucken kann sich verheerend auf den Organismus auswirken. Die Folgen können mit Verzögerung auftreten.<ref>Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 1185–1189.</ref>

Literatur

  • Ingmar Grenthe, Janusz Drożdżynński, Takeo Fujino, Edgar C. Buck, Thomas E. Albrecht-Schmitt, Stephen F. Wolf: Uranium, in: Lester R. Morss, Norman M. Edelstein, Jean Fuger (Hrsg.): The Chemistry of the Actinide and Transactinide Elements, Springer, Dordrecht 2006; ISBN 1-4020-3555-1, S. 253–698; doi:10.1007/1-4020-3598-5_5.
  • Gmelins Handbuch der anorganischen Chemie, Uran, Ergänzungsband C 8, Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg, New York 1980, S. 285.

Einzelnachweise

<references />