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Eckart Diesch

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Eckart Diesch
Medaillenspiegel
Eckart Diesch, 2010
Eckart Diesch, 2010

Segeln

Deutschland
Olympische Spiele
Gold Montreal 1976 Flying Dutchman
Weltmeisterschaften
Gold 1986 Flying Dutchman
Silber 1977 Flying Dutchman
Silber 1978 Flying Dutchman
Silber 1981 Flying Dutchman
Silber 1983 Flying Dutchman
Silber 1985 Flying Dutchman
Bronze 1975 Flying Dutchman
Bronze 1980 Flying Dutchman

Eckart Diesch (* 1. Mai 1954 in Friedrichshafen) ist ein deutscher Segelsportler, der 1976 Olympiasieger in der Klasse Flying Dutchman wurde.

Eckart Diesch war als Vorschotmann zusammen mit seinem Bruder, dem späteren Orthopäden Jörg Diesch, bereits als Jugendlicher und Junior erfolgreich. 1968 und 1969 gewannen die beiden die deutsche Jugendmeisterschaft im Pirat. 1972 wurden sie vor dem kanadischen Kingston Weltmeister in der Klasse Shark 24 und später im Fireball.<ref>NOK: Los Angeles 1984, Seite 429</ref> Nachdem sie 1973 in den Flying Dutchman umgestiegen waren, gewannen die beiden 1974 bei der Kieler Woche. 1974 gewannen die beiden Bronze bei der Europameisterschaft, ein Jahr später Bronze bei der Weltmeisterschaft. 1976 bei der olympischen Regatta, ebenfalls vor Kingston, gelang den beiden kein einziger Tagessieg. Mit drei zweiten Plätzen, einem dritten Platz und zwei fünften Plätzen wurden die Brüder trotzdem Olympiasieger vor dem britischen Titelverteidiger Rodney Pattison.

Dafür wurde er – zusammen mit seinem Bruder Jörg Diesch – mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.<ref>Stadt Landshut, Sportchronik 1974-76: ... 1976 Empfang der deutschen Olympiamannschaft im Oktober beim Bundeskanzler Helmut Schmidt in Bonn und Auszeichnung mit dem Silbernen Lorbeerblatt ...</ref>

Die Brüder Diesch wurden 1975, 1976, 1977 und 1980 Deutscher Meister. 1980 waren sie auch für die Olympischen Spiele in Tallinn qualifiziert, durften aber wegen des Olympiaboykotts nicht teilnehmen. Vier Jahre später kamen die beiden bei der olympischen Regatta 1984 vor Long Beach doch noch zu ihrer zweiten Olympiateilnahme. Am letzten Regattatag gelang den beiden ihr erster olympischer Tagessieg, in der Gesamtwertung wurden die beiden Fünfte.

1977, 1978, 1981, 1983 und 1985 wurden die Brüder Diesch jeweils Vizeweltmeister im Flying Dutchman<ref>Segeln - Welt- und Europameisterschaften Herren (Olympische Bootsklassen - Flying Dutchman). In: sport-komplett.de. Abgerufen am 15. April 2022.</ref> und gewannen im Februar 1986 vor Rio de Janeiro den WM-Titel in dieser Segelklasse.<ref>… die erfolgreichsten deutschen Segler. In: Hamburger Abendblatt. 25. Februar 1986, abgerufen am 15. April 2022.</ref>

Die Brüder Diesch stammen aus einer Seglerfamilie. Ihr Vater, der mit Antonie Diesch, geborene Schuck, verheiratete Zahnarzt Bruno Diesch,<ref>Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 222.</ref> war vor dem Zweiten Weltkrieg Europameister im 30-qm-Schärenkreuzer. Ihr Hauptkonkurrent in Deutschland war während ihrer Karriere ihr Vetter Albert Batzill, der 1978 (mit seinem Bruder Rudolf Batzill), 1981, 1986 und 1989 Weltmeister wurde, aber sich erst 1988 erstmals für Olympische Spiele qualifizierte. Eckart Diesch ist zudem der Onkel der Seglerin Stefanie Rothweiler, die unter anderem zweimal Europameisterin wurde und an den olympischen Regatten 2004 und 2008 teilgenommen hat.

Eckart Diesch arbeitete viele Jahre als Zahnarzt in Friedrichshafen. Er war 12 Jahre Präsident des Württembergischen Yacht-Clubs, für den sein Vetter, sein Bruder und er gestartet sind. Am 18. März 2016 gab er sein Amt als Präsident des Württembergischen Yacht-Clubs an Oswald Freivogel ab und wurde Ehrenvorsitzender des Vereins.<ref>Mitteilung des WYC über die Jahreshauptversammlung, abgerufen am 15. Mai 2016.</ref>

Literatur

  • Nationales Olympisches Komitee für Deutschland: Los Angeles 1984. Die Olympiamannschaft der Bundesrepublik Deutschland. Frankfurt am Main, 1984.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1960: NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Bjørn Bergvall / Peder Lunde jr. | 1964: NeuseelandDatei:Flag of New Zealand.svg Helmer Pedersen / Earle Wells | 1968: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Iain MacDonald-Smith / Rodney Pattison | 1972: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Christopher Davies / Rodney Pattison | 1976: Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg Eckart Diesch / Jörg Diesch | 1980: Spanien 1977Datei:Flag of Spain (1977 - 1981).svg Alejandro Abascal / Miguel Noguer | 1984: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten William Carl Buchan / Jonathan McKee | 1988: DanemarkDänemark Christian Grønborg / Jørgen Bojsen-Møller | 1992: SpanienSpanien Luis Doreste / Domingo Manrique

Liste der Olympiasieger im Segeln Vorlage:Klappleiste/Ende

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