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Hyazinthen

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Hyazinthen
Datei:Hyacinthus orientalis0.jpg

Gartenhyazinthe (Hyacinthus orientalis)

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
Unterfamilie: Scilloideae
Gattung: Hyazinthen
Wissenschaftlicher Name
Hyacinthus
L.
Datei:Hyacinth glass culture.jpg
Anzucht im Hyazinthen-Glas<ref>Aufzucht im Spezialglas</ref>

Die Hyazinthen (Hyacinthus) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). In der Vergangenheit wurden sie zu den Liliengewächsen (Liliaceae) gezählt. Die Gattung besteht aus drei Arten, die im Frühjahr blühen. Ihre Heimat befindet sich im Orient. Die heute bekannten, dekorativen und duftenden Sorten sind Nachfahren von Hyacinthus orientalis, der Typusart der Gattung. Die Hyazinthe wurde im 16. Jahrhundert als Zierpflanze in Europa eingeführt. Seit dem 18. Jahrhundert entstanden durch intensive Kreuzung und Selektion viele neue Sorten mit großen Blüten und in zahlreichen Farben (weiß, gelb, rot und rosa in verschiedenen Schattierungen, blau, violett und blau bis fast schwarz).

Beschreibung

Hyacinthus-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Die Zwiebeln dieser Geophyten sind gedrungen und von fleischigen Schuppen umgeben. Die glänzend grünen Laubblätter, die gleichzeitig mit den Blüten erscheinen, sind schmal und streifenartig.

Die Blüten drängen sich auf kurzen traubigen Blütenständen. Die vergleichsweise kurz gestielten Blüten sind zwittrig, dreizählig und duften durchdringend süß. Die sechs gleichgestaltigen Blütenblätter sind auf 25 bis 23 ihrer Länge röhrig verwachsen; der freie Teil ist zurückgebogen. Die Griffel sind kurz. Die Blütezeit reicht von März bis April.

Es werden Kapselfrüchte gebildet. Die kugeligen Samen sind schwärzlich braun.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16, 18.

Name

Der Name entstammt der griechischen Mythologie. Nach einer Version wurde der schöne Jüngling Hyakinthos ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) versehentlich von seinem Liebhaber, dem Gott Apollon, durch einen Diskus getötet. Aus Trauer darüber verwandelte Apollo die Blutstropfen in Blumen.<ref name="Grunert1990" /><ref name="Koehlein" />

Vorkommen

Das Areal der Hyazinthen reicht vom Nahen Osten bis nach Süd-Turkmenistan und Nordost-Iran.

Arten

Die Gattung der Hyazinthen umfasst folgende Arten:<ref name="WCSP" />

  • Hyacinthus litwinovii <templatestyles src="Person/styles.css" />Czerniak.: Die Heimat ist Turkmenistan und der nördliche Iran.
  • Gartenhyazinthe (Hyacinthus orientalis <templatestyles src="Person/styles.css" />L.): Die Heimat reicht von der südlichen Türkei bis Israel; mit den Unterarten:
    • Hyacinthus orientalis subsp. orientalis
    • Hyacinthus orientalis subsp. chionophilus <templatestyles src="Person/styles.css" />Wendelbo: Die Heimat ist die Türkei.
  • Hyacinthus transcaspicus <templatestyles src="Person/styles.css" />Litv.: Die Heimat ist Turkmenistan und der nordwestliche Iran.

Galerie

Literatur

  • M. Pfosser, F. Speta: Phylogenetics of Hyacinthaceae based on plastid DNA sequences. In: Annals of the Missouri Botanical Garden. Band 86, 1999, S. 852–875.
  • Franz Speta: Hyacinthaceae. In: Klaus Kubitzki (Hrsg.): The Families and Genera of Vascular Plants, Volume 3, Lilianae. 1998, Hyacinthus S. 282 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).

Einzelnachweise

<references> <ref name="Grunert1990">Christian Grunert: Das große Blumenzwiebelbuch. Berlin: VEB Deutscher Landwirtschaftsverlag, 1990, ISBN 3-331-00193-7.</ref> <ref name="Koehlein">Fritz Köhlein, Das große Buch der Steingartenpflanzen. Ulmer, Stuttgart 1994, ISBN 3-8001-6559-7.</ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> </references>

Weblinks

Commons: Hyazinthen (Hyacinthus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien