Heinrich Walpot
Heinrich Walpot (auch Heinrich Waldbott; † vor 1208) war der erste Hochmeister des Deutschen Ordens in der Zeit von 1198 bis spätestens 1207.<ref name="NDB">Kurt Forstreuter: Heinrich Walpot. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 8. Duncker & Humblot, Berlin 1969, ISBN 3-428-00189-3, S. Vorlage:VonBis (deutsche-biographie.de).</ref>
Leben
Da es zahlreiche Familien mit dem Namen Walpot gab, war es der Forschung zumindest bis zum Jahr 1969 nicht möglich auszumachen, aus welchem Geschlecht er stammt.<ref name="NDB" /> Die wenigen Informationen, die über ihn bekannt sind, stammen häufig lediglich aus Theorien von Historikern. Aussagen müssen daher immer wieder auf ihre ursprünglichen Quellen hin überprüft werden. Eine der älteren Theorien behauptet, dass er zur Familie der Walpot von Bassenheim gehört, einem rheinischen Ministerialengeschlecht.<ref name="Voigt">Johannes Voigt: Geschichte Preußens, von den ältesten Zeiten bis zum Untergang der Herrschaft des Deutschen Ordens, 2. Band: Die Zeit von der Ankunft des Ordens bis zum Frieden 1249, Königsberg 1827, S. 36 ff.</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Um 970 kam das Geschlecht der Walpots...] Gemeinde Bassenheim, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 1. April 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> (Ein Siegfried Walpot von Bassenheim war später Komtur und oberster Spittler im Ordensstaat; nach ihm wurde 1386 die Stadt Passenheim in Masuren, heute polnisch Pasym, benannt.) Nach anderen Quellen solle Heinrich Walpot bürgerlicher Herkunft gewesen sein und einer Kaufmannsfamilie aus Mainz entstammen.
Der Ritterorden ging aus einer Spitalbruderschaft hervor, der schon 1196 ein gewisser Heinrich als "Preceptor" vorstand, hinter dem man den gleichen Heinrich Walpot vermuten darf.<ref name="NDB" /> 1198 wurde er dann wohl zum ersten Hochmeister des neu kreierten Ritterordens gewählt. Auf Vermittlung von Papst Innozenz III. erhielt Heinrich 1199 von Gilbert Hérail, Großmeister der Templer, eine Kopie der Klosterregeln des Templerorden, die er für den Deutschen Orden übernahm.
Heinrich starb am 5. November (urkundlich belegt) irgendwann vor dem Jahr 1208 im Heiligen Land, als schon sein Nachfolger amtierte (das genaue Jahr ist unbekannt), und wurde dort in Akkon begraben.<ref name="NDB" /><ref name="Voigt" />
Literatur
- Kurt Forstreuter: Heinrich Walpot. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 8. Duncker & Humblot, Berlin 1969, ISBN 3-428-00189-3, S. Vorlage:VonBis (deutsche-biographie.de).
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Hochmeister (1198 bis 1291), Sitz in Akkon
Heinrich Walpot | Otto von Kerpen | Heinrich von Tunna | Hermann von Salza | Konrad von Thüringen | Gerhard von Malberg | Heinrich von Hohenlohe | Gunther von Wüllersleben | Poppo von Osterna | Anno von Sangerhausen | Hartmann von Heldrungen | Burchard von Schwanden
Hochmeister (1291 bis 1309), Sitz in Venedig
Konrad von Feuchtwangen |
Gottfried von Hohenlohe
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Heinrich Walpot |
| ALTERNATIVNAMEN | Heinrich Waldbott; Heinrich Walpot von Bassenheim |
| KURZBESCHREIBUNG | Hochmeister des Deutschen Ordens |
| GEBURTSDATUM | 12. Jahrhundert |
| STERBEDATUM | vor 1208 |
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- Hochmeister des Deutschen Ordens
- Ritter (Mittelalter)
- Familienmitglied des Adelsgeschlechts Waldbott von Bassenheim
- Person des Christentums (Akkon)
- Geboren im 12. Jahrhundert
- Gestorben im 12. oder 13. Jahrhundert
- Mann