Zum Inhalt springen

Zwieslerwaldhaus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 17. Oktober 2025 um 13:33 Uhr durch imported>Gomera-b (EN).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Zwieslerwaldhaus
Gemeinde Lindberg
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Zwieslerwaldhaus 49° 5′ N, 13° 15′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 49° 5′ 22″ N, 13° 14′ 46″ O
 {{#coordinates:49,089444444444|13,246111111111|primary
dim=10000 globe= name=Zwieslerwaldhaus region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 701 m ü. NN
Postleitzahl: 94227
Vorwahl: 09925
Datei:Das Zwieseler Waldhaus-2.JPG
Karte
Das Zwieseler Waldhaus

Zwieslerwaldhaus ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Lindberg im niederbayerischen Landkreis Regen.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref>

Lage

Das Dorf Zwieslerwaldhaus liegt etwa 3,8 Kilometer nördlich von Ludwigsthal im Erweiterungsgebiet des Nationalparks Bayerischer Wald.

Geschichte

Aus einer Schutzhütte entstand 1764 am sogenannten Böhmweg für die Säumer die feste Schutz- und Einkehrstätte Zwieseler Waldhaus. Das Zwieseler Waldhaus wurde zu einem wichtigen Haltepunkt für Wanderer und Reisende nach Böhmen. 1832 erhielt es eine erste Konzession für den Bierausschank und gilt damit als der älteste Gasthof im Bayerischen Wald.<ref>„Das Zwieseler Waldhaus Gestern“ bei www.zwieselerwaldhaus.de</ref> 1992 wurden 48 Hotelappartements angebaut. Auch das heute ebenfalls als Gasthof dienende ehemalige Zollhaus am Ortseingang ist noch erhalten.

Datei:Ehemaliges Pottasche-Sudhaus.jpg
Altes Pottasche-Sudhaus

Das alte Aschenhaus im Ort erinnert an das Sieden der für die Glasherstellung unentbehrlichen Pottasche.

Zwieslerwaldhaus entwickelte sich im Laufe der Jahre zum Touristenort. Am 4. September 1975 wurde der Verein zur Förderung des Skiwanderzentrums Zwieslerwaldhaus e. V. gegründet. Bereits im Dezember des gleichen Jahres konnte das neue Skistadion eröffnet werden. Das Langlaufzentrum Zwieslerwaldhaus verfügt über vier Loipen mit einer Länge von insgesamt 30 Kilometern, darunter eine grenzüberschreitende Loipe nach Tschechien.

Im Sommer ist Zwieslerwaldhaus beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen, u. a. nach Bayerisch Eisenstein und zum Großen Arber sowie besonders zum Kleinen und Großen Falkenstein und zum Ruckowitzschachten.

Datei:Zwiesel Schwellhaeusl.jpg
Das Schwellhäusl mit angestautem Holztrift-Teich

Knapp zwei Kilometer westlich liegt der heute zur Gemeinde Bayerisch Eisenstein gehörige frühere Ortsteil Schwellhäusl,<ref>„Schwellhäusl“ in RegioWiki Niederbayern</ref> eine ehemalige Klause von Holztriftern, jetzt eine beliebte Ausflugsgaststätte.

Urwald

Schutzgebiete

Im Nordosten von Zwieslerwaldhaus lag das 1939 errichtete, 37,8 ha umfassende Naturschutzgebiet Mittelsteighütte (Wald) am Zwiesler Waldhaus, im Nordwesten das 1950 errichtete, 11,6 ha große Naturschutzgebiet Hans-Watzlik-Hain beim Zwieseler Waldhaus.<ref>„Hans-Watzlik-Hain“ in RegioWiki Niederbayern</ref> Beide Naturschutzgebiete mit ihrem urwaldähnlichen Charakter gingen 1997 bei der Erweiterung des Nationalparks Bayerischer Wald in diesem auf.

Große Waldhaustanne

 {{#coordinates:49,099108|13,230013|
   |dim=500
   |globe=
   |name=Standort Große Waldhaustanne
   |region=DE-BY
   |type=landmark
  }}
Datei:Große Waldhaustanne.jpg
Große Waldhaustanne zwischen Zwieslerwaldhaus und dem Schwellhäusl

Zwischen Zwieslerwaldhaus und dem Schwellhäusl steht auf ungefähr halber Strecke, unweit der Verbindungsstraße, die dickste und wohl auch älteste Weißtanne Deutschlands. Zusammen mit weiteren, monumentalen Baumriesen wächst sie im „Hans-Watzlik-Hain“, einem nach dem deutsch-böhmischen Schriftsteller Hans Watzlik benannten Urwald-Schutzgebiet im Nationalpark.<ref>„Monumentale Bäume Hans-Watzlik-Hain in Bayerisch Eisenstein“ in Monumentale Bäume bei monumentaltrees.com</ref>

Der gigantische Baumveteran steht zwar auf dem Gebiet der Gemeinde Bayerisch Eisenstein, erhielt aber wegen seiner Nähe zum Zwieslerwaldhaus den Namen „Waldhaustanne“.<ref>„Große Waldhaustanne bei Bayerisch-Eisenstein“ im Baumregister, bei www.baumkunde.de</ref> Weitere Namen sind: „Wastlhüttener Tanne“, „Westhütter Tanne“ und „Dicke Tanne“. Die Tanne erfüllt gleich zwei, wenn nicht sogar drei Superlative. Bei einem Stammumfang von 6,87 m in 1 m Höhe (Jahr 2013) und einem Brusthöhenumfang von 6,66 m (2019) ist sie die dickste, mit einem geschätzten Alter von 500–700 Jahren die älteste und durch ihre Höhe von knapp 54 m auch die mutmaßlich höchste Tanne im Land.<ref>„Große Waldhaustanne im Hans-Watzlik-Hain bei Bayerisch Eisenstein“ in „Monumentale Eichen“ (andere Baumarten) von Rainer Lippert, bei www.monumentale-eichen.de</ref><ref>„Weiß-Tanne 'Große Waldhaustanne' Hans-Watzlik-Hain, Bayerisch Eisenstein“ in Monumentale Bäume bei monumentaltrees.com</ref> Sie wurde im Juni 2023 zum Nationalerbe-Baum ausgezeichnet.<ref>Ausrufung der Urwaldtanne im Nationalpark Bayerischer Wald gebührend gefeiert. Deutsche Dendrologische Gesellschaft, 24. Juni 2023, abgerufen am 6. August 2023.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein