Zum Inhalt springen

Cosimo Pinto

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 2. September 2024 um 12:28 Uhr durch imported>Sokrates 399 (Typografie.).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Cosimo Pinto Vorlage:SportPicto
Datei:Cosimo Pinto 1964.jpg
Cosimo Pinto (1964)
Daten
Geburtsname Cosimo Pinto
Geburtstag 14. März 1943
Geburtsort Novara
Nationalität ItalienItalien Italienisch
Gewichtsklasse Halbschwergewicht
Medaillenspiegel
Olympische Spiele
Gold Tokio 1964 Halbschwergewicht

Cosimo Pinto (* 14. März 1943 in Novara) ist ein ehemaliger italienischer Boxer. Er war Olympiasieger 1964 in Tokio im Halbschwergewicht.

Werdegang

Cosimo Pinto wuchs in Novara auf und begann als Jugendlicher mit dem Boxen. Er trat schon bald in die italienischen Streitkräfte ein und wurde dort intensiv gefördert. Im Alter von 20 Jahren hatte er sich neben Giulio Saraudi zum besten italienischen Amateurboxer im Halbschwergewicht entwickelt.

1963 startete er für Italien bei den Mittelmeerspielen in Neapel und gewann dort im Halbschwergewicht durch einen Sieg im Finale über den Franzosen Cosimo Bruno. Im gleichen Jahr gelang ihm auch der Turniersieg bei den Vorolympischen Spielen in Tokio durch einen techn. K.-o.-Sieg in der 3. Runde über den Japaner Tadayuki Maruyama.

Im Mai des Jahres 1964 gewann er bei der CISM-Militär-Weltmeisterschaft in Tunis im Mittelgewicht. Er besiegte dabei den bundesdeutschen Starter Schneider durch Abbruch in der 1. Runde. Wie wichtig den italienischen Militärs dieser Sieg war, kann man daraus ersehen, dass Cosimo Pinto für diese Meisterschaft fast 8 kg abtrainieren musste, um im Mittelgewicht starten zu können, da im Halbschwergewicht Giulio Saraudi eingesetzt wurde. In Anbetracht der bevorstehenden Olympischen Spiele in Tokio, in der Cosimo Pinto wieder im Halbschwergewicht starten wollte, ein riskantes Unterfangen.

Cosimo Pinto steckte diese Rosskur aber gut weg, wie man an seinem Resultat bei den Olympischen Spielen in Tokio ersehen konnte. Er wurde nämlich Olympiasieger im Halbschwergewicht. Auf dem Weg dorthin besiegte er Rudi Lubbers, Niederlande, mit 5:0 Richterstimmen und Jürgen Schlegel aus der DDR mit 4:1 Richterstimmen nach Punkten. Im Halbfinale wurde er Abbruchsieger über den Bulgaren Alexander Nikolow und im Finale gelang ihm ein knapper 3:2-Punktsieg über den sowjetischen Starter Alexei Kisseljow.

In den folgenden Jahren dosierte Cosimo Pinto seine Starts sehr. Er wurde nur in den Jahren 1965 und 1967 italienischer Meister im Halbschwergewicht. Erst 1967, als die Europameisterschaft der Amateurboxer in Rom stattfand, nahm er wieder an einer internationalen Meisterschaft teil. Er gewann dort im Halbschwergewicht gegen Georgi Stankow aus Bulgarien durch Disqualifikation in der 3. Runde und besiegte Kurt Baumgartner aus Österreich nach Punkten. Gegen Peter Gerber aus der Bundesrepublik Deutschland verlor er aber im Halbfinale durch techn. K. o. in der 3. Runde und belegte damit den 3. Platz.

Danach trat er, erst 25 Jahre alt, zurück und widmete sich seiner Militärlaufbahn. Berufsboxer ist er nie geworden.

Internationale Erfolge

(OS = Olympische Spiele, WM = Weltmeisterschaft, EM = Europameisterschaft, Mi = Mittelgewicht, Hs = Halbschwergewicht)

Länderkampf

1963 in Bukarest, Rumänien gegen Italien, Hs, Punktsieger über Mentzel

Quellen

  • Fachzeitschrift Box Sport aus den Jahren 1963 bis 1967
  • Box Almanach 1920–1980, Herausgeber Deutscher Amateur-Box-Verband e. V., 1980
  • Website www.amateur-boxing.strefa.pl
  • Website www.boxrec.com
  • Website www.samuraiservice.it

Weblinks

Vorlage:Klappleiste/Anfang

1920: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Edward Eagan | 1924: Vereinigtes Konigreich 1801Datei:Flag of the United Kingdom.svg Harry Mitchell | 1928: ArgentinienDatei:Flag of Argentina.svg Víctor Avendaño | 1932: Sudafrika 1928Datei:Flag of South Africa (1928-1982).svg David Carstens | 1936: Dritte Französische RepublikDatei:Flag of France (1794–1815, 1830–1974, 2020–present).svg Roger Michelot | 1948: Sudafrika 1928Datei:Flag of South Africa (1928-1982).svg George Hunter | 1952: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Norvel Lee | 1956: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg James Boyd | 1960: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Cassius Clay | 1964: Vorlage:ITA-1946 Cosimo Pinto | 1968: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Danas Pozniakas | 1972: JugoslawienDatei:Flag of Yugoslavia (1946-1992).svg Mate Parlov | 1976: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Leon Spinks | 1980: JugoslawienDatei:Flag of Yugoslavia (1946-1992).svg Slobodan Kačar | 1984: JugoslawienDatei:Flag of Yugoslavia (1946-1992).svg Anton Josipović | 1988: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Andrew Maynard | 1992: DeutschlandDeutschland Torsten May | 1996: KasachstanDatei:Flag of Kazakhstan.svg Wassili Schirow | 2000: RusslandRussland Alexander Lebsjak | 2004: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Andre Ward | 2008: China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Zhang Xiaoping | 2012: RusslandRussland Jegor Mechonzew | 2016: KubaDatei:Flag of Cuba.svg Julio César La Cruz | 2020: KubaDatei:Flag of Cuba.svg Arlen López | 2024: UkraineUkraine Oleksandr Chyschnjak

Liste der Olympiasieger im Boxen

Vorlage:Klappleiste/Ende