Zum Inhalt springen

Maria Anna Sagar

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 26. Februar 2025 um 08:50 Uhr durch 89.206.81.43 (Diskussion) (Name falsch geschrieben. Jüngere Forschung weist mit Bezug von Archivmaterialien nach, dass sich die Autorin sowie behördliche Dokumente "Sager" nicht "Sagar" schreibt. Vgl. Helga Meise: Nachwort. In: Maria Anna Sager: Karolines Tagebuch. Hrsg. von Helga Meise. Hildesheim 2013, S. 305-344.).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Maria anna sagar.jpg
Titelblatt des Romans Die verwechselten Töchter von Maria Anna Sager, anonym erschienen 1771

Maria Anna Sager, geb. Maria Anna Radoschny (* 24. Juli 1727 in Prag; † 4. Juni 1805 in Wien) war eine österreichische Schriftstellerin.

Leben und Werk

Über Maria Anna Sagers Leben ist nur wenig bekannt. Sie war die Tochter des ersten Böhmischen Statthalterei-Registrators Radoschny, nach dessen Tod sie sich in Wien als Magd verdingen musste. 1752 heiratete sie den späteren Schlosshauptmann und Lustspielautor Johann Sager.<ref name="Johann Sagar" /> Ihren Roman Die verwechselten Töchter (1771) veröffentlichte Anna Maria Sager anonym, „von einem Frauenzimmer“; Karolinens Tagebuch (1774) erschien unter dem Kryptonym „M.A.S.“ Den Roman Karolinens Tagebuch charakterisiert Sager im Titel ausdrücklich als einen „ohne ausserordentliche Handlungen oder gerade so viel als gar keine“. Damit stellt sie ihn in die englischen Traditionen einerseits des digressiven Romans im Stile von Laurence Sterne, andererseits von Henry Fieldings An Essay on Nothing.<ref>Ursula Geitner: Soviel wie nichts? Weiblicher Lebenslauf, weibliche Autorschaft um 1800. In: Lebensläufe um 1800. Hrsg. von Jürgen Fohrmann. Max Niemeyer, Tübingen 1998, ISBN 3-484-10769-3, S. 29–50 (S. 49).</ref> Neben Sophie von La Roches Geschichte des Fräuleins von Sternheim (1771) gelten Maria Anna Sagers Werke als frühe Zeugnisse einer deutschsprachigen, von Frauen verfassten Romanliteratur des 18. Jahrhunderts.<ref name="Killy" />

Primärliteratur

  • Die verwechselten Töchter, eine wahrhafte Geschichte, in Briefen entworfen von einem Frauenzimmer. Gerle, Prag 1771. (Digitalisat)
  • Karolinens Tagebuch ohne ausserordentliche Handlungen oder gerade so viel als gar keine. Gerle, Prag 1774. (Digitalisat)

Sekundärliteratur

Weblinks

Einzelnachweise und Anmerkungen

<references> <ref name="Johann Sagar"> Johann Sagar, in Dokumenten auch Saager (* 1718 in Agram; † 1785 in Wien), GND 140527141 </ref> <ref name="Killy"> Birgit Schreiber: Sagar, Maria Anna. In: Wilhelm Kühlmann (Hrsg.): Killy Literaturlexikon. Band 10. De Gruyter, Berlin 2011, ISBN 978-3-11-022042-1, S. 159–160 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> </references>

Vorlage:Hinweisbaustein