Nieder-Mockstadt
Nieder-Mockstadt Stadt Florstadt
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| Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1436)&title=Nieder-Mockstadt 50° 20′ N, 8° 57′ O
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| Höhe: | 134 (127–148) m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 9,05 km²<ref name="lagis" /> | |||||
| Einwohner: | 1436 (2022)<ref name="EW2022">Wetteraukreis: Bevölkerung: Einwohner/-innen nach Ortschaften. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. August 2023; abgerufen am 11. September 2023.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 159 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. August 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 61197 | |||||
| Vorwahl: | 06041 | |||||
Nieder-Mockstadt ist ein Stadtteil von Florstadt im hessischen Wetteraukreis.
Geografische Lage
Durch das Dorf führen die Bundesstraße 275 und die Landesstraße 3190. Westlich des Ortes verläuft die Bundesautobahn 45, die Teil der Europastraße 41 ist.
Geschichte
Ortsgeschichte
Vom 20. März 930 stammt die älteste bekannte urkundlich Erwähnung des Ortes als „inferiore Muggunstat/Muggistat“.<ref>Ernst Friedrich Johann Dronke, Traditiones et Antiquitates Fuldensis (TAF). Fulda 1844, S. 313 f, Nr. 677.</ref> Im 12. Jahrhundert wurde eine Pfarrei gegründet. Dieser wurde später ein Kollegiatstift angegliedert. Dort wurden Laienpriester ausgebildet. Das Stift Mockenstadt wurde im 16. Jahrhundert nach Frankfurt am Main verlegt. Im Jahre 1706 wurde der Ort Amtssitz. Er wurde von einem Amtmann verwaltet, der in den Dörfern des Amtes je einen Schultheiß einsetzte. Das Amt Mockenstadt bestand bis 1822.
Während des Novemberpogroms 1938 wurde die Inneneinrichtung der Synagoge zerstört; das Gebäude wurde von der Kommune erworben und diente als Feuerwehrgerätehaus. Der letzte jüdische Einwohner wurde Ende 1942 nach Theresienstadt deportiert. 2016 wurden vom Künstler Gunter Demnig Stolpersteine zur Erinnerung an die Opfer verlegt.<ref>Nieder Mockstadt (Hessen). In: www.jüdische-gemeinden.de. Abgerufen am 26. März 2025.</ref>
Im Jahre 1971 wurde eine Kirche errichtet. Zum 1. August 1972 wurde Nieder-Mockstadt im Zuge der Gebietsreform in Hessen kraft Landesgesetz in die Gemeinde Florstadt eingemeindet.<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Büdingen und Friedberg (GVBl. II 330-19) vom 11. Juli 1972. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 230, § 13 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 11 kB]).</ref> Für Nieder-MockstadtStaden wurde ein Ortsbezirk errichtet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 82 kB) § 6. In: Webauftritt. Stadt Florstadt, abgerufen im April 2024.</ref>
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Nieder-Mockstadt angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>
- vor 1806: Heiliges Römisches Reich, Ysenburg-Büdingen, Amt Mockstadt
- ab 1806: Fürstentum Isenburg (Rheinbund),<ref group="Anm.">Infolge der Rheinbundakte.</ref> Amt Mockstadt
- ab 1813: Generalgouvernement Frankfurt,<ref group="Anm.">Infolge der Befreiungskriege.</ref> Amt Mockstadt
- ab 1815: Kaisertum Österreich,<ref group="Anm.">Mediatisierung infolge der Beschlüsse des Wiener Kongresses.</ref> Amt Mockstadt
- ab 1816: Großherzogtum Hessen (Souveränitätslande),<ref group="Anm.">Durch Staatsvertrag mit Österreich und dem Königreich Preußen sowie Einigung mit Kurhessen.</ref> Provinz Oberhessen, Amt Mockstadt (zur Standesherrschaft Isenburg gehörig)
- ab 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Büdingen<ref group="Anm.">Trennung zwischen Justiz (Landgericht Büdingen) und Verwaltung.</ref>
- ab 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Nidda
- ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
- ab 1867: Norddeutscher Bund,<ref group="Anm.">Der Norddeutsche Bund war der erste deutsche Bundesstaat unter der Führung Preußens. Er war die geschichtliche Vorstufe des Deutschen Reichs. Infolge des Deutschen Krieges wurde die Provinz Oberhessen dort zwangsweise Mitglied.</ref> Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
- ab 1871: Deutsches Reich, Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
- ab 1918: Deutsches Reich,<ref group="Anm.">Infolge des Ersten Weltkriegs entsteht die Weimarer Republik.</ref> Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
- ab 1938: Deutsches Reich, Volksstaat Hessen, Landkreis Büdingen<ref name="RB1937" /><ref group="Anm.">Im Zuge der Gebietsreform 1938 wurde die Provinz Oberhessen aufgelöst.</ref>
- ab 1945: Amerikanische Besatzungszone,<ref group="Anm.">Infolge des Zweiten Weltkriegs.</ref> Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Büdingen
- ab 1946: Amerikanische Besatzungszone, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Büdingen
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Büdingen
- ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis, Gemeinde Florstadt<ref group="Anm.">Am 1. August 1972 als Ortsteil zur Gemeinde Florstadt.</ref>
- ab 2007; Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis, Stadt Florstadt
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Nieder-Mockstadt 1503 Einwohner. Darunter waren 39 (2,6 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 270 Einwohner unter 18 Jahren, 693 zwischen 18 und 49, 318 zwischen 50 und 64 und 222 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 666 Haushalten. Davon waren 192 Singlehaushalte, 216 Paare ohne Kinder und 180 Paare mit Kindern, sowie 69 Alleinerziehende und 9 Wohngemeinschaften. In 102 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 510 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung
| Nieder-Mockstadt: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2022 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1834 | 621 | |||
| 1840 | 641 | |||
| 1846 | 677 | |||
| 1852 | 699 | |||
| 1858 | 710 | |||
| 1864 | 680 | |||
| 1871 | 676 | |||
| 1875 | 709 | |||
| 1885 | 757 | |||
| 1895 | 714 | |||
| 1905 | 741 | |||
| 1910 | 753 | |||
| 1925 | 707 | |||
| 1939 | 750 | |||
| 1946 | 1.036 | |||
| 1950 | 1.016 | |||
| 1956 | 914 | |||
| 1961 | 869 | |||
| 1967 | 947 | |||
| 1970 | 997 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2011 | 1.503 | |||
| 2015 | 1.469 | |||
| 2022 | 1.436 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Gemeinde Florstadt<ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />; 2022<ref name="EW2022" /> | ||||
Historische Religionszugehörigkeit
| • 1961: | 760 evangelische (79,64 %), 96 katholische (11,05 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
Politik
Für Nieder-Mockstadt besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Nieder-Mockstadt) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat besteht aus sieben Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung 48,45 %. Dabei wurden gewählt: ein Mitglied der CDU, zwei Mitglieder der SPD und vier Mitglieder des Bündnis 90/Die Grünen.<ref>Ortsbeiratswahl Staden. In: Votemanager. Stadt Florstadt, abgerufen im Mai 2024.</ref> Der Ortsbeirat wählte Stephan Mickel (Grüne) zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Nieder-Mockstadt. In: Ratsinformationssystem. Stadt Florstadt, abgerufen im April 2024.</ref>
Infrastruktur
Verkehr
Nieder-Mockstadt liegt an der Bundesstraße 275 und der Landesstraße 3190. Über die B 275 ist die nächste Anschlussstelle der Bundesautobahn 45 rund einen Kilometer entfernt.
Den öffentlichen Personennahverkehr mit Bussen stellt die Verkehrsgesellschaft Oberhessen GmbH im Rahmen des Rhein-Main-Verkehrsverbundes sicher.
Öffentliche Einrichtungen
- Bürgerhaus Nieder-Mockstadt
- Freiwillige Feuerwehr Nieder-Mockstadt
- Sportplatz Nieder-Mockstadt
Kulturdenkmäler
Siehe: Liste der Kulturdenkmäler in Nieder-Mockstadt
Persönlichkeiten
- Gustav Hoffmann (* 4. Januar 1806 in Nieder-Mockstadt; † 6. Dezember 1872 in Dieburg), Förster und Politiker
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Nieder-Mockstadt, Wetteraukreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 24. Mai 2023). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="RB1937"> Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen vom 1. April 1937. In: Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler (Hrsg.): Hessisches Regierungsblatt. 1937 Nr. 8, S. 121 ff. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 11,2 MB]). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 50 und 104, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021. </ref> <ref name="DF"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Einwohner Statistik. ( vom 11. August 2016 im Internet Archive) In: Webauftritt der Stadt Florstadt, abgerufen im August 2016. </ref> </references>
Literatur
Weblinks
- Chronik der Stadtteile: Nieder-Mockstadt im Internetauftritt der Stadt Florstadt
- Nieder-Mockstadt, Wetteraukreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).