Natacha Gachnang
Natacha Gachnang (* 27. Oktober 1987 in Vevey) ist eine ehemalige Schweizer Automobilrennfahrerin.<ref name="driverdb">DriverDB – Internetseite: Natacha Gachnang. In: www.driverdb.com. Abgerufen am 4. Juli 2021.</ref> Sie ist eine Cousine des Rennfahrers Sébastien Buemi.<ref name="bild">Bild – Internetseite: Das ist Natacha Gachnang. In: www.bild.de. Abgerufen am 4. Juli 2021.</ref> Ihr Großvater Georges Gachnang war ebenfalls Rennfahrer und konstruierte in den 1960er Jahren Renn- und Sportwagen der Marke Cegga.
Karriere
Mit fünf Jahren wurde Natacha Gachnang und ihr Cousin Sébastien Buemi durch ihren Vater im Kartsport trainiert. Von 1996 bis 2002 fuhr sie Kartrennen<ref name="driverdb" /> und erzielte mit dem Junior-Meistertitel in der Schweizer Kartmeisterschaft ihren größten Erfolg im Kartsport.<ref name="bild" /> Sie wurde von Willi Weber, dem Manager von Michael Schumacher, unter Vertrag genommen.<ref> Motorsport-Magazin – Internetseite: Frauenpower in der DTM? In: www.motorsport-magazin.com. 6. Februar 2006, abgerufen am 4. Juli 2021.</ref>
Sie wechselte 2003 in den Formelsport und startete bis 2005 mit verschiedenen Teams in der deutschen Formel BMW. In ihrer letzten Saison fuhr sie zusammen mit Nico Hülkenberg und Nick de Bruijn im Team Josef Kaufmann Racing. Dort erreichte sie mit dem sechsten Gesamtplatz ihr bestes Resultat in dieser Rennserie.<ref name="driverdb" />
2006 ging sie mit dem Team Bordoli Motorsport in mehreren Formel-3-Rennserien an den Start. Im Deutschen Formel-3-Cup wurde sie mit einem Podiumsplatz in 14 Rennen 13. in der Gesamtwertung. In der österreichischen Formel 3 gewann sie ein Rennen und konnte sich so den vierten Gesamtplatz sichern. Parallel startete sie auch mit Bordoli Motorsport und Jo Zeller Racing in der Formel-3-Euroserie und beendete die Saison punktelos auf den 24. Platz.<ref name="driverdb" />
Im folgenden Jahr 2007 trat sie mit dem Team AIM Autosport in der nordamerikanischen Star Mazda Series an und wurde zum Saisonende 15. in der Gesamtwertung.<ref name="driverdb" /> Im Spätsommer 2007 wurde sie Rookie-Pilotin im A1GP-Team der Schweiz. Zu Renneinsätzen kam sie jedoch nicht.
2008 wechselte sie in die spanische Formel-3-Meisterschaft und trat für das spanische Team Campos Racing an. Mit mehreren Podiumsplätzen wurde sie Dritte im Gesamtklassement. Da sie mit einem älteren Dallara F306 in der Meisterschaft startete, wurde sie parallel in der Copa de España gewertet und gewann diese mit fünf Siegen.<ref name="driverdb" /><ref name="bild" />
In der Saison 2009 stieg Gachnang in der neu ausgeschriebenen FIA-Formel-2-Meisterschaft ein. Sie erzielte nur in einem Rennen zwei Punkte und wurde in der Gesamtwertung 23.<ref name="driverdb" /><ref name="bild" /> Neben Formel-Rennen fuhr sie mit dem Team Hope Pole Vision Racing auch in zwei Sportwagenprototypen-Meisterschaften. Mit einem Oreca FLM09 startete sie in der Formula Le Mans.<ref name="racingsportscars">Racingsportscars – Internetseite: Complete Archive of Natacha Gachnang. In: www.racingsportscars.com. Abgerufen am 4. Juli 2021.</ref> Dort belegte sie nach sieben Läufen den zehnten Platz in der Gesamtwertung. Parallel trat sie mit einem Radical SR5 in der Radical European Masters Series an und belegte am Ende den fünften Platz.<ref name="driverdb" />
2010 startete sie mit einem Ford GT1 des Teams Matech Competition in der FIA-GT1-Weltmeisterschaft. Beim Qualifying zum ersten Rennen der Saison auf dem Yas Marina Circuit hatte sie einen schweren Unfall und erlitt dabei einen doppelten Bruch des rechten Beins.<ref> Motorsport-Total – Internetseite: Gachnang hat Operation gut überstanden. In: www.motorsport-total.com. 17. April 2010, abgerufen am 4. Juli 2021.</ref> Dadurch musste sie mehrere Monate pausieren und konnte erst wieder zum 24-Stunden-Rennen von Le Mans zusammen mit Cyndie Allemann und Rahel Frey für das Team antreten. Das Rennen konnten sie wegen technischer Probleme nicht beenden.<ref name="racingsportscars" /> In der GT1-Weltmeisterschaft fuhr sie nur noch ein Rennen und schloss die Saison ohne Punkte ab.<ref name="driverdb" />
In derselben Saison trat sie mit dem Team Charouz-Gravity Racing in der Auto GP an und konnte wegen ihrer Verletzung nur an sechs von 12 Läufen teilnehmen. Die Auto-GP-Saison 2010 schloss sie mit dem 21. Rang ab.<ref name="driverdb" />
2012 fuhr sie einen Toyota GT86 für das Toyota Swiss Racing Team in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring und beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Das Langstreckenrennen beendete sie mit einem Klassensieg in der V3-Wertung.<ref name="driverdb" /><ref name="racingsportscars" />
Ein Jahr später startete sie mit einem Morgan LMP2 in der European Le Mans Series (ELMS) und beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2013. Beim 24-Stunden-Rennen wurde sie zusammen mit Franck Mailleux und Olivier Lombard Elfte im Gesamtklassement und Fünfte in der LMP2-Wertung. Die ELMS-Saison beendete sie mit dem siebten Platz in der LMP2-Klasse.<ref name="driverdb" /><ref name="racingsportscars" />
In den Jahren 2011 und 2015 fuhr sie mit einem Norma M20 F vereinzelte Rennen in der V de V Langstreckenmeisterschaft. 2015 erzielte sie mit dem elften Rang in der Gesamtwertung ihr bestes Ergebnis in der Rennserie.<ref name="driverdb" />
Danach ging sie nicht mehr an professionellen Rennen an den Start.
Statistik
Einzelergebnisse in der Formel 2
| Jahr | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | Punkte | Rang |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2009 | Spanien VAL | Datei:Flag of the Czech Republic.svg BRN | Datei:Flag of Belgium (civil).svg SPA | Vereinigtes Königreich BRH | Vereinigtes Königreich DON | Deutschland OSC | Italien IMO | Spanien CAT | 2 | 24. | ||||||||
| 11 | DNF | 14 | DNF | 11 | 13 | 14 | 15 | 13 | DNF | 11 | 12 | 15 | DNF | 7 | 13 | |||
Le-Mans-Ergebnisse
| Jahr | Team | Fahrzeug | Teamkollege | Teamkollege | Platzierung | Ausfallsgrund |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2010 | Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Machtech Competition | Ford GT1 | Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Cyndie Allemann | Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Rahel Frey | Ausfall | Wagenbrand |
| 2013 | Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Morand Racing | Morgan LMP2 | Frankreich Franck Mailleux | Frankreich Olivier Lombard | Rang 11 |
Einzelergebnisse in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft
| Saison | Team | Rennwagen | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2013 | Morand Racing | Morgan LMP2 | Datei:Flag of the United Kingdom.svg SIL | Datei:Flag of Belgium (civil).svg SPA | Datei:Flag of France.svg LEM | Datei:Flag of Brazil.svg SAO | Datei:Flag of the United States.svg AUS | Datei:Flag of Japan.svg FUJ | Datei:Flag of the People's Republic of China.svg SHA | Datei:Flag of Bahrain.svg BAH |
| 11 |
Weblinks
Einzelnachweise
<references/>
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gachnang, Natacha |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Automobilrennfahrerin |
| GEBURTSDATUM | 27. Oktober 1987 |
| GEBURTSORT | Vevey, Schweiz |