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Lichterfelde (Barnim)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Lichterfelde
Gemeinde Schorfheide
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1905)&title=Lichterfelde 52° 52′ N, 13° 45′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1905) 52° 52′ 4″ N, 13° 44′ 56″ O
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Höhe: 40 m ü. NHN
Fläche: 22,88 km²
Einwohner: 1905 (16. Nov. 2023)<ref>Einwohnerstatistik. Gemeinde Schorfheide, 16. November 2023, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Dezember 2023; abgerufen am 14. Dezember 2023.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gemeinde-schorfheide.de</ref>
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner/km²
Eingemeindung: 30. Dezember 1997
Eingemeindet nach: Finowfurt
Postleitzahl: 16244
Vorwahl: 03334
Lage von Lichterfelde in Brandenburg

Lichterfelde ist ein Ortsteil der Gemeinde Schorfheide im Landkreis Barnim in Brandenburg.<ref>Schorfheide | Service Brandenburg. Abgerufen am 1. Mai 2024.</ref>

Geografie

Bewohnte Gemeindeteile Lichterfeldes sind

hinzu kommt der Wohnplatz Margaretenhof.

Geschichte

Vorgeschichtliche Zeit

Spuren und Funde lassen auf eine Besiedlung des Gebietes bereits in der Mittelsteinzeit schließen. Ein Gräberfeld der Nähe des Britzer Sees und Waffenfunde nordöstlich von Buckow stammen aus der Bronzezeit (2000–500 v. Chr.). Slawische Ackerbauern und Viehzüchter siedelten sich im 7. bis 12. Jahrhundert an.

Mittelalter

Im 12./13. Jahrhundert ist das Gebiet eng mit dem Geschlecht der Askanier verbunden, die die Slawen im Wendenkreuzzug weiter nach Osten vertrieben. In der darauf folgenden mittelalterlichen deutschen Ostsiedlung siedelten sich im Gebiet auch flämische Siedler an. Dies spiegelt sich im Ortsnamen wider, der auf das Westflämisch lichtervelde zurückzuführen ist (wie z. B. auch Lichtervelde in Flandern).<ref>Elisabeth Berner: Brandenburgische Sprachlandschaft. In: Historisches Lexikon Brandenburgs. 5. April 2019 (brandenburgikon.net): „An die flämischen Siedler erinnern auch die aus Flandern mitgebrachten Ortsnamen Brück, Niemegk und Lichterfelde.“</ref> Forscher deuten den ursprünglichen Namen auf die Ortslage „lichtes Feld“. Eine erste urkundliche Erwähnung erfährt der Ort im Rahmen einer Schenkungsurkunde vom 27. Juni 1277, in der Lichterfelde bei der Grenzbeschreibung als ville Lichtervelde genannt wird.

Datei:Lichterfelde, Dorfkirche.jpg
Dorfkirche
Datei:2018 05 Buckow Barnim IMG 1620.JPG
Gemeindeteil Buckow
Datei:2018 05 Barnim Buckow IMG 1646.JPG
Weidelandschaft um Lichterfelde

Neuzeit

Anfang 1900 gab es 1050 Einwohner in Lichterfelde. Bis zum Jahr 1912 wuchs die Einwohnerzahl auf 1565 Bürger.

Da in Lichterfelde nach dem Ersten Weltkrieg große Wohnungsnot herrschte, wurde am 17. Juni 1920 ein Siedlungsverein gegründet. Im Winter 1925 gab es erstmals Straßenlicht in Lichterfelde.

Ab dem Jahr 1969 betrieb der VEB Schweinezucht und -mast Eberswalde (SZME), ab 1983 ein Betrieb des Kombinats Industrielle Tierproduktion, einen Schweinemastbetrieb in Lichterfelde. Der Aufbau dieses Betriebs geschah in Zusammenarbeit mit dem jugoslawischen Agrarkombinat „Emona“. Mit dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Schlacht- und Verarbeitungskombinat Eberswalde/Britz wurde die SZME zu einem Hauptlieferanten von Schlachttieren für diesen Betrieb.<ref>VEB Schweinezucht- und Mastkombinat Eberswalde (SZME) – Aufbauphase. Abgerufen am 13. März 2025.</ref>

Im August 1992 bildeten die eigenständigen Gemeinden Lichterfelde, Eichhorst, Finowfurt und Werbellin das Amt Barnim-Nord, das am 30. Dezember 1997 in die neue Gemeinde Finowfurt (mit den Ortsteilen Lichterfelde, Eichhorst, Finowfurt und Werbellin) umgewandelt wurde. 2003 entstand durch den Zusammenschluss der Gemeinden Finowfurt (inklusive der ehemaligen, zwischenzeitlich eingegliederten Gemeinde Altenhof) und der Gemeinde Groß Schönebeck die neue Gemeinde Schorfheide.

Wappen

Das Wappen von Lichterfelde nimmt Bezug auf die ehemaligen Gutsherren von Lichterfelde:<ref name=":0">Brandenburgisches Landeshauptarchiv: Gutachten für das Wappen der Gemeinde Lichterfelde. Hrsg.: Brandenburgisches Landeshauptarchiv. Potsdam 14. Juli 1995.</ref>

  • Sieben goldene Sterne, die dem Wappen der märkischen Adelsfamilie von Sparr entlehnt sind. Die Familie Sparr besaß das Gut Lichterfelde von 1365 bis 1614
  • Die silberne Lanze bezugnehmend auf das Wappen der Familie von der Groeben bzw. deren Erben, die das Gut von 1614 bis 1760 besaßen.
  • Die eingebogene goldene Spitze symbolisiert den Gemeindenamen in Form eines redenden Wappens.
  • Der Eichenzweig versinnbildlicht die älteste Eiche im Ort.

Politik

Ortsvorsteher von Lichterfelde ist Matthias Gabriel.<ref>Ortsvorsteher Lichterfelde. In: www.gemeinde-schorfheide.de. Abgerufen am 26. Oktober 2021.</ref>

Sehenswürdigkeiten und Kultur

  • Dorfkirche Lichterfelde, Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert mit Kanzelaltar aus dem Jahr 1728 und einer Orgel von 1857
  • Freiwillige Feuerwehr Lichterfelde
  • Jugendklub
  • Kita „Kleiner Strolch“
  • Grundschule Lichterfelde
  • verschiedene Vereine

Weblinks

Commons: Lichterfelde (Schorfheide) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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