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Hunds-Quecke

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Hunds-Quecke
Datei:Elymus caninus, Flora Danica 1447.png

Hunds-Quecke (Elymus caninus), Illustration

Systematik
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Süßgräser (Poaceae)
Unterfamilie: Pooideae
Gattung: Quecken (Elymus)
Art: Hunds-Quecke
Wissenschaftlicher Name
Elymus caninus
(L.) L.

Die Hunds-Quecke (Elymus caninus, Syn.: Agropyron caninum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Quecken (Elymus) innerhalb der Familie der Süßgräser (Poaceae).

Beschreibung

Vegetative Merkmale

Die Hunds-Quecke wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 120 Zentimetern.<ref name="Conert1997" /> Sie besitzt keine Ausläufer. Die Halme sind aufrecht oder gekniet-aufsteigend, glatt und kahl und sind durch zwei bis fünf kurz behaarte Knoten gegliedert.<ref name="Conert1997" />

Die Blattspreite ist 4 bis 7, selten bis zu 12 Millimeter breit, 10 bis 30 Zentimeter lang<ref name="Conert1997" />, randlich rau, dünn, kaum gerieft, oberseits matt, unterseits glänzend. Die starren Öhrchen sind mit einer Länge von 1 Millimeter relativ kurz. Das Blatthäutchen (Ligula) ist etwa 1 Millimeter lang, gestutzt und fein gezähnelt.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Juni bis August. In einem endständigen, schlaffen, 5 bis 20 Zentimeter langen<ref name="Conert1997" /> und etwas überneigenden ährigen Blütenstand befinden sich die sitzenden Ährchen einzeln mit der Breitseite zur Achse gestellt. Die 0,8 bis 2 Zentimeter langen Ährchen enthalten ein bis sechs, selten bis zu acht Blütchen. Die Hüllspelzen sind drei- bis fünf-nervig und 7 bis 10 Millimeter lang.<ref name="Conert1997" /> Die Deckspelze ist fünfnervig, 9 bis 12 Millimeter lang und läuft in eine 6 bis 18, selten bis zu 25 Millimeter lange, raue, oft etwas geschlängelte Granne aus.<ref name="Conert1997" /> Die Vorspelze ist etwa so lang wie die Deckspelze.<ref name="Conert1997" /> Die Staubbeutel sind 1,5 bis 3 Millimeter lang.<ref name="Conert1997" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.<ref name="Oberdorfer2001" />

Vorkommen

Datei:Elymus caninus sl8.jpg
Bestand der Hunds-Quecke

Das Verbreitungsgebiet der Hunds-Quecke reicht von Europa bis Sibirien und bis zum westlichen Himalaja.<ref name="POWO" />

Man findet die Hunds-Quecke ziemlich häufig im Auwald, im Auengebüsch, an Ufern, Waldwegen oder in Schlägen. Die Hunds-Quecke gedeiht am besten auf sickernassen bis frischen, humosen, lockeren Lehm- und Tonböden. Nach Ellenberg ist sie ein Schwachsäure- bis Schwachbasezeiger sowie ein ausgesprochener Stickstoffzeiger. Sie ist eine Charakterart der Erlen- und Edellaub-Auenwälder (Verband Alno-Ulmion). Sie kommt aber auch in Gesellschaften der Ordnung Glechometalia hederaceae oder des Verbands Filipendulion vor.<ref name="Oberdorfer2001" /> In den Allgäuer Alpen steigt sie in Bayern im Sperrbachtobel bei Spielmannsau bis zu einer Höhenlage von 1600 Metern auf.<ref name="Dörr-Lippert2001" /> In Graubünden steigt sie am Piz d’Esan bis 2410 Meter auf.<ref name="Conert1997" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3+w (feucht aber mäßig wechselnd), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 3+ (unter-montan bis ober-kollin), Nährstoffzahl N = 4 (nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Taxonomie

Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Namen (Basionym) Triticum caninum durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, Seite 86. Die Neukombination wurde von ihm 1755 in Flora Suecica (Svecica) Exhibens Plantas per Regnum Sveciae Crescentes., 2. Auflage, Seite 39 als Elymus caninus <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) L. veröffentlicht. Weitere Synonyme für Elymus caninus <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) L. sind: Agropyron caninum <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) P.Beauv., Agropyron biflorum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Brign.) Schult., Agropyron caninum subsp. biflorum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Brign.) Arcang.<ref name="Euro+Med" /> Nach POWO ist auch die 2011 aus der Schweiz erstbeschriebene Art Schweizer Quecke<ref name="InfoFlora" /> (Elymus helveticus <templatestyles src="Person/styles.css" />Schmid-Holl.) zu Elymus caninus zu stellen.<ref name="POWO" />

Galerie

Literatur

  • Hans Joachim Conert: Pareys Gräserbuch. Die Gräser Deutschlands erkennen und bestimmen. Parey, Berlin 2000, ISBN 3-8263-3327-6.

Einzelnachweise

<references> <ref name="InfoFlora"> Elymus caninus (L.) L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="Dörr-Lippert2001"> Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 1, IHW, Eching 2001, ISBN 3-930167-50-6, S. 211. </ref> <ref name="Conert1997"> Hans Joachim Conert: Familie Poaceae. In: Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 3. Auflage, Band I, Teil 3, S. 785–787. Verlag Paul Parey, Berlin und Hamburg 1997, ISBN 3-489-52020-3. </ref> <ref name="Euro+Med"> B.Valdés, H.Scholz; with contributions from E. von Raab-Straube & G.Parolly (2009+): Poaceae (pro parte majore). Datenblatt Elymus caninus In: Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="POWO"> Rafaël Govaerts, 2011: World checklist of selected plant families published update. Facilitated by the Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Deren Quelle aus The Poaceae generic classification system originated from the GrassBase database stammt, die es aus Genera Graminum 1985 übernommen haben. Datenblatt Elymus helveticus bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Hunds-Quecke (Elymus caninus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien