Altenbrunslar
Altenbrunslar Stadt Felsberg
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(269)&title=Altenbrunslar 51° 10′ N, 9° 27′ O
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| Höhe: | 154 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 9,09 km²<ref name="DF" /> | |||||
| Einwohner: | 269 (31. Dez. 2023) HW+NW<ref name="DF">Daten und Fakten. Stadt Felsberg, abgerufen am 19. Februar 2026.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 30 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Februar 1971 | |||||
| Eingemeindet nach: | Brunslar | |||||
| Postleitzahl: | 34587 | |||||
| Vorwahl: | 05662 | |||||
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Altenbrunslar ist einer von 16 Stadtteilen der Stadt Felsberg im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis.
Geografie
Die Gemarkung des Dorfs umfasst eine Fläche von 9,1 km², die von ca. 300 Einwohnern bewohnt wird.<ref name="DF" /> Der Ort liegt am östlichen, orografisch rechten Ufer der Eder. Unmittelbar östlich des Orts liegt der noch heute so genannte Markwald, der einst von einer Markgenossenschaft von Einwohnern der umliegenden Gemeinden bewirtschaftet wurde.
Geschichte
Die älteste bekannte Erwähnung von Brunslar erfolgte im Jahr 1154 unter dem Namen „Bruneslar“ in einer Urkunde des Klosters Breitenau.<ref name="lagis" /> Gesichert ist die Erwähnung von Altenbrunslar im Jahre 1410 im Güterregister derer von Hertingshausen.<ref name="lagis">Altenbrunslar, Schwalm-Eder-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 26. Juni 2020). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref> Von 1413 bis 1807 und von 1813 bis 1821 gehörte Altenbrunslar zum landgräflich-hessischen Amt Felsberg, von 1807 bis 1813 zum Kanton Gensungen des napoleonischen Königreichs Westphalen und ab 1821 zum Landkreis Melsungen im Kurfürstentum Hessen, das 1866 in Preußen aufging.
Am 3. September 1849 war die Main-Weser-Bahn fertig und der erste Zug fuhr durch Altenbrunslar, gezogen von der Henschel-Lokomotive Hassia.<ref>Fabriken: Henschel. In: www.steamy.de. Abgerufen im Oktober 2020.</ref> Erst 1902 erhielt Altenbrunslar einen Bahnhof.<ref>Altenbrunslar Bahnhof. In: www.steamy.de. Abgerufen im Oktober 2020.</ref>
Im Zuge der Gebietsreform in Hessen fusionierten zum 1. Februar 1971 die Gemeinden Altenbrunslar und Neuenbrunslar freiwillig zur Gemeinde Brunslar.<ref>Gemeindegebietsreform: Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 20. Januar 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 6, S. 248, Punkt 328, Abs. 46 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,2 MB]).</ref> Zum 31. Dezember 1971 schloss sich die Gemeinde Wolfershausen der Gemeinde Brunslar an.<ref name=Gemeindeverzeichnis1970bis1982></ref> Am 1. Januar 1974 wurde die Gemeinde Brunslar mit den Gemeinden Gensungen, Helmshausen, Hilgershausen und Rhünda sowie der Stadt Felsberg kraft Landesgesetz zur erweiterten Stadt Felsberg zusammengeschlossen.<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain (GVBl. II 330-22) vom 28. September 1973. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1973 Nr. 25, S. 356, § 18 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 2,3 MB]).</ref><ref></ref> Für alle eingegliederten ehemals eigenständigen Gemeinden von Felsberg wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 36 kB) § 5. In: Webauftritt. Stadt Felsberg, abgerufen im Oktober 2020.</ref>
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Altenbrunslar 303 Einwohner. Darunter waren 6 (2,0 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 57 Einwohner unter 18 Jahren, 102 zwischen 18 und 49, 63 zwischen 50 und 64 und 84 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 132 Haushalten. Davon waren 36 Singlehaushalte, 45 Paare ohne Kinder und 42 Paare mit Kindern, sowie 6 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 39 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 75 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung
Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
- 1555: 25 zinsbare Häuser
- 1585: 34 Haushaltungen
- 1747: 26 Haushaltungen
| Altenbrunslar: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2023 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1834 | 250 | |||
| 1840 | 291 | |||
| 1846 | 303 | |||
| 1852 | 296 | |||
| 1858 | 272 | |||
| 1864 | 263 | |||
| 1871 | 251 | |||
| 1875 | 234 | |||
| 1885 | 248 | |||
| 1895 | 300 | |||
| 1905 | 305 | |||
| 1910 | 284 | |||
| 1925 | 328 | |||
| 1939 | 318 | |||
| 1946 | 477 | |||
| 1950 | 485 | |||
| 1956 | 466 | |||
| 1961 | 437 | |||
| 1967 | 391 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2007 | 321 | |||
| 2011 | 303 | |||
| 2014 | 328 | |||
| 2020 | 306 | |||
| 2023 | 269 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: Stadt Felsberg:<ref name="EW2007" /><ref name="EW2014" /><ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
Historische Religionszugehörigkeit
| • 1885: | 243 evangelische (= 97,98 %), fünf katholische (= 2,02 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
| • 1961: | 382 evangelische (= 87,41 %), 48 katholische (= 10,98 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
Politik
Für Altenbrunslar besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Altenbrunslar) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern.<ref name="HS" /> Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 85,54 %. Alle Kandidaten gehörten der „Dorfliste Altenbrunslar“ an.<ref>Ortsbeiratswahl Altenbrunslar. In: Votemanager. Kommunales Gebietsrechenzentrum, abgerufen im März 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Petra Schaumburg-Reis zur Ortsvorsteherin.<ref>Ortsbeirat Altenbrunslar. In: Webauftritt. Stadt Felsberg, abgerufen im März 2023.</ref>
Bauwerke
Die erste Ederbrücke aus Sandsteinen wurde 1885 erbaut. Vorher gab es nur einen Holzsteg (Specke) im Sommer und einen Fährmann im Winter.
Die denkmalgeschützte kleine evangelische Dorfkirche ist ein ursprünglich romanischer Bau, der in spätgotischer Zeit verändert und um einen Rechteckchor erweitert wurde. Über dem Schiff befindet sich ein fensterloses Fachwerkobergeschoss, das wohl ehemals als Fruchtspeicher genutzt wurde.<ref>Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler: Hessen. Deutscher Kunstverlag, München 1966, S. 10</ref>
Verkehr
Der Haltepunkt Felsberg-Altenbrunslar liegt an der Bahnstrecke Kassel–Frankfurt und wird von den NVV-Linien RB38, RB39 und RE98 bedient.
| Linie | Verlauf | Takt | Betreiber
Vorlage:Linienverlauf SPNV NVV Vorlage:Linienverlauf SPNV NVV Vorlage:Linienverlauf SPNV RMV 9X |
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Literatur
- Vorlage:HessBib
- Vorlage:HessBib
- Suche nach Altenbrunslar. In: Archivportal-D der Deutschen Digitalen Bibliothek
Weblinks
- Stadtteil Altenbrunslar. In: Webauftritt der Stadt Felsberg.
- Altenbrunslar. Mit Ortsbeiratsinformationen und Ortsgeschichte. Private Website
- Altenbrunslar, Schwalm-Eder-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Einzelnachweise
<references> <ref name="EW2007">Stadt Felsberg (Web archiv 2007) </ref> <ref name="EW2014">Stadt Felsberg (Web archiv 2014) </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,0 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 32 und 88, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020. </ref> </references>
Altenbrunslar | Altenburg | Beuern | Böddiger | Gensungen | Helmshausen | Hesserode | Heßlar | Hilgershausen | Lohre | Melgershausen | Neuenbrunslar | Niedervorschütz | Rhünda | Wolfershausen