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Anette Rein

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Anette Rein (* 15. April 1955 in Wiesbaden) ist eine deutsche Ethnologin und Erwachsenenbildnerin. Von 2000 bis 2008 war sie Direktorin des Museums der Weltkulturen in Frankfurt am Main. Seit 2009 unterrichtet sie als Lehrbeauftragte abwechselnd an verschiedenen Universitäten im Fach Ethnologie und bietet Workshops zu verschiedenen thematischen Schwerpunkten mit der Methode des „Kreativen Schreibens und wissenschaftlichen Denkens“ an. Des Weiteren betätigt sie sich als Fachjournalistin und publiziert regelmäßig Artikel u. a. zu verschiedenen Aufgabenfeldern von Museen.<ref name=":0">Profil von Anette Rein. In: bundesverband-ethnologie.de. Abgerufen am 30. Juli 2025.</ref>

Leben

Anette Rein absolvierte ihr Studium an der Freien Universität Berlin und der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Ihr Hauptfach war Ethnologie, die Nebenfächer Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung, Soziologie und Altamerikanistik.<ref>Abschlüsse: M.A. 1984 (Berlin; „Barongan – Zwischen Rangda und Barong. [Zur Ikonographie eines balinesischen Tanzdramas]“); Promotion 1994 (Mainz; „Der Tanz der Reisseelen. Tempeltanz auf Bali“)</ref>

Von 1976 bis 1985 war sie freie Mitarbeiterin im Museum für Völkerkunde West-Berlin. Danach war sie zu Studienzwecken zwei Jahre auf Bali. Ab 1988 arbeitete sie sechs Jahre lang als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ethnologie und Afrika-Studien an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 1994 hatte sie eine Kurzzeitdozentur (DAAD) an der Universitas Nusa Cendana in Kupang auf Timor (Indonesien). Anschließend war sie bis zum Jahr 2000 Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Ethnologie an der Universität Leipzig.<ref name=":0" /> Rein war zudem Mitbegründerin des Zentrums für Frauen und Geschlechterforschung in Leipzig und Mitherausgeberin der Buchreihe Frauenkulturen und Männerkulturen im Lit-Verlag.<ref>Universität Leipzig: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Forschungsbericht 1999 (Memento vom 12. September 2007 im Internet Archive)</ref>

Von 2000 bis 2008 war sie Direktorin des Frankfurter Museums der Weltkulturen. Im September 2008 trat sie von ihrem Amt zurück, da es zwischen der Stadt Frankfurt und Frau Rein zu „unüberbrückbaren Differenzen“ bezüglich der künftigen Gestaltung des Museums gekommen war. Während Rein das Museum als Forum der inter- und transkulturellen Begegnung begriff, forderte Kulturdezernent Felix Semmelroth eine stärkere Konzentration auf Ausstellung von Objekten aus dem Fundus.<ref>Michael Hierholzer: „Direktorin Anette Rein nimmt ihren Abschied“, in: FAZ, 16. September 2008</ref>

Vorstandsfunktionen

Rein ist zudem Vorstandsmitglied des

  • bfe (Bundesverband freiberuflicher Ethnolog_innen e.V.; Gründungsmitglied und 1. Vorsitzende)<ref>Bundesvorstand des bfe</ref>
  • ICME (International Committee for Museums of Ethnography)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ICME Board 2013-2016 (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref>
  • ICOM Deutschland (International Council of Museums; 2004–2010)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorstand (Memento vom 13. Mai 2008 im Internet Archive)</ref>
  • Vorsitzende des Beirates Avicenna-Preis e. V. (bis 2008)

Mitgliedschaften

  • Kulturpolitische Gesellschaft (Mitglied im Sprecherrat Landesgruppe Hessen<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Regionalgruppe Hessen mit neuem Sprecherrat (Memento vom 2. Oktober 2014 im Internet Archive)</ref>)
  • Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main (Mentorin für MainCampus-StipendiatInnen<ref>Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Polytechnik, Ausgabe 2/2013 (Memento vom 8. März 2016 im Internet Archive; PDF)</ref>)
  • Deutscher Museumsbund
  • ICOM Deutschland – Deutsches Nationalkomitee des Internationalen Museumsrats
  • Deutsche Gesellschaft für Völkerkunde

Werke (Auswahl)

  • Tempeltanz auf Bali. Rejang, der Tanz der Reisseelen (Frauenkulturen, Männerkulturen; Bd. 2). LIT-Verlag, Münster 1994, ISBN 3-8258-2089-0 (zugl. Dissertation, Universität Mainz 1993).

Weblink

Einzelnachweise

<references />

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