Zum Inhalt springen

Hillentrup

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 31. Juli 2025 um 19:06 Uhr durch imported>Sualniets (Geologie).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Hillentrup
Gemeinde Dörentrup
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(3574)&title=Hillentrup 52° 3′ N, 9° 0′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(3574) 52° 2′ 56″ N, 8° 59′ 50″ O
 {{#coordinates:52,048888888889|8,9972222222222|primary
dim=10000 globe= name=Hillentrup region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 171 m ü. NN
Fläche: 13,26 km²
Einwohner: 3574 (31. Dez. 2000)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. Januar 1969
Postleitzahl: 32694
Vorwahlen: 05263, 05265
Datei:Ortsteile von Dörentrup - Hillentrup.svg
Karte
Lage von Hillentrup in Dörentrup
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!

Hillentrup ist ein Ortsteil der Gemeinde Dörentrup im Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen.

Geografische Lage

Hillentrup liegt etwa sechs Kilometer nordöstlich von Lemgo, im Herzen des Lipper Berglands zwischen Weser und dem Teutoburger Wald. Der heutige Ortskern liegt am östlichen Fuße einer bewaldeten Bergkette, dessen höchste Kuppe den Namen Amelungsburg trägt. Östlich des Dorfes grenzt direkt das Landschaftsschutzgebiet Wald- und Grünlandkomplex Mühlenberg an.

Hillentrup erstreckt sich insgesamt über eine Fläche von 13,26 km².<ref name="Statistik" /> Den südlichen Teil des Ortsteils bildet die Siedlung Spork.

Geologie

Hillentrup liegt im engen Tal des Hillbaches, der vom Rande einer Keuper- und Muschelkalkhochfläche von Norden kommend durch den östlichen Ausläufer des Rätkeuper-Schichtkammes der Lemgoer Mark zum Begatal hin austritt.

Geschichte

Hillentrup ist eine Gründung der altsächsischen Siedlungsphase. Die erste urkundliche Erwähnung von Hillentrup stammt aus dem Güterverzeichnis des Mindener Domkapitels von ca. 1260. Im späten Mittelalter war Hillentrup Sitz eines niederen Gerichtes, des Gogerichtes. Die Hillentruper Kirche wurde in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts wahrscheinlich während der Sternberger Fehde von 1424 durch "Raub und Brand" zerstört. Das Hostienbehältnis überstand dieses Unglück jedoch unbeschadet. Hierdurch wurde das unbedeutende Kirchdorf zu einer regional bedeutenden Wallfahrtsstätte und wurde von Gläubigen mit Stiftungen bedacht. Für die Wallfahrer, die vor allem aus Lemgo kamen, wurde eine Bewirtung in einer Schankwirtschaft eingerichtet. Der seit dem 15. Jahrhundert bestehende Krug auf dem Kirchhof in Hillentrup gehört so zu den ältesten nachweisbaren Krügen in Lippe.<ref>Roland Linde: Ländliche Wirtshäuser in Westfalen, im Internet-Portal Westfälische Geschichte (abgerufen am 15. März 2010) [1]</ref> Die Wallfahrten hörten mit der Reformation auf. Noch im 16. Jahrhundert hatte der Johanniterorden das Recht, die Pfarrer von Hilltrup einzusetzen.<ref>Angermann, Gertrud: Volksleben im Nordosten Westfalens zu Beginn der Neuzeit : eine wachsende Bevölkerung im Kräftefeld von Reformation und Renaissance, Obrigkeit und Wirtschaft (Minden - Herford - Ravensburg - Lippe), Münster ; New York : Waxmann, 1995, ISBN 3-89325-321-1, Auszug: [2]</ref>

Am 1. Januar 1969 wurde Hillentrup ein Teil der Gemeinde Dörentrup.<ref>Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 66.</ref>

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1860 928 <ref>Werner Kuhlemann: Die 70 Landgemeinden. In: Herbert Stalling AG in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung (Hrsg.): Landkreis Lemgo - Landschaft, Geschichte, Wirtschaft. Wirtschaftsverlag, Oldenburg (Oldb) 1963, S. 347.</ref>
1885 959 <ref name="Verwaltungsgeschichte">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
1925 1444 <ref name="Verwaltungsgeschichte" />
1933 1692 <ref name="Verwaltungsgeschichte" />
1939 1782 <ref name="Verwaltungsgeschichte" />
06.06.1961 2575 <ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 200.</ref>
31.12.1969 2724 <ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 110.</ref>
31.12.2000 3574
Datei:Unicode Geschlechtersymbole.svg 1793
Datei:Unicode Geschlechtersymbole.svg 1781
<ref name="Statistik">Gemeinde Dörentrup: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Statistische Daten (Memento vom 12. Juli 2007 im Internet Archive)</ref>

Vereine und Kultur

Der größte Verein in Hillentrup ist der Turn- und Sportverein "TSV Hillentrup e. V." Er wurde am 25. Juni 1919 in der Gaststätte Büngener in Hillentrup gegründet. In der Gründungsversammlung traten bereits 50 Bürger dem Verein bei. Weitere Vereine und kulturelle Einrichtungen in Hillentrup sind der Gemischte Chor "Frohsinn Hillentrup" und die Nachbarschaft Hillentrup.

Verkehr

Hillentrup ist über die durch Dörentrup verlaufende B 66 an den Fernverkehr angeschlossen. Über Lemgo erfolgt der Anschluss an die Ostwestfalenstraße. Der Anschluss an den öffentlichen Personennahverkehr erfolgt über die Linie 802 Bösingfeld-Dörentrup-Lemgo.

Persönlichkeiten

  • Rudolph Blankenburg (1843–1918), US-amerikanischer Geschäftsmann und Politiker, lebte während seiner Kindheit in Hillentrup
  • Irmela Wendt (1916–2012), Kinderbuchautorin und Übersetzerin, besuchte in Hillentrup die Grundschule

Literatur

  • Reden, D.v. / Linde, R.: Hillentrup. Kirchdorf und Bauernschaft, Heimatverein Hillentrup 1994, ISBN 3-924481-06-7

Quellen

<references />

Weblinks

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende