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Elpe

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Elpe
Stadt Olsberg
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(468)&title=Elpe 51° 16′ N, 8° 27′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(468) 51° 16′ 28″ N, 8° 26′ 50″ O
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Höhe: 451 m
Einwohner: 468 (31. Dez. 2025)<ref name="Einwohnerzahl">Zahlen, Daten & Fakten. Stadt Olsberg, abgerufen am 23. Januar 2026.</ref>
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 59939
Vorwahl: 02983
Datei:Elpe-Heinrichsdorf in Olsberg.svg
Karte
Lage von Elpe und Heinrichsdorf in Olsberg
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Elpe ist ein Stadtteil und Ort der Stadt Olsberg im Sauerland, Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen. Ende 2025 hatte Elpe 468 Einwohner.<ref name="Einwohnerzahl" />

Geschichte

Am 6. März 1945 wurden 3000 Fremdarbeiter, darunter Frauen und Kinder, unter Bewachung von Ordnungspolizei und Volkssturm bei fußtiefem Schnee aus Ramsbeck ins Dorf gebracht.<ref>Hugo Cramer: Der Landkreis Brilon im zweiten Weltkriege 1939-1945. 1955, Abschnitt Medebach, S. 77–81.</ref> Diese mussten von der Gemeinde versorgt werden. Am Morgen zog der Elendszug zu Fuß, teils mit Handwagen und Karren, weiter. Einige sonderten sich vom Zug ab und kehrten ins Dorf zurück. Ein italienischer Gefangener starb im Dorf und wurde auf dem Friedhof begraben. Noch weitere acht Tage zogen Fremdarbeiter durch. Am 29. März wurde der Volkssturm im Dorf ausgerufen. Der Volkssturm sollte nach Olsberg ausrücken. Nach einem Tag Bahnwache kehrten alle zurück. Am 31. März war das Dorf von deutschen Soldaten belegt. Am 4. April erschien Generalfeldmarschall Walter Model, Kommandant aller Einheiten im Ruhrkessel, im Dorf um den Einsatz der Truppen zu koordinieren. Am 5. April wird der Volkssturm erneut aufgerufen. Die Männer versteckten sich nun im Wald. Nun wurde das Dorf von US-Truppen beschossen. Ein Zivilist wurde getötet und einer verwundet. Die Bevölkerung floh in die Stollen am Lüttenberg und in die Riesstollen. Es wurden 1600 Granateinschläge, davon 180 im Dorf, gezählt. Zwölf Häuser wurden beschädigt. Beim Hof Bükers wurden sieben Militärpferde durch Volltreffer getötet. Die Soldaten sprengten Straßenbäume um den Vormarsch der US-Truppen zu verlangsamen und rückten ab. Am 6. April erschien die Wehrmacht wieder und führte einen Angriff Richtung Brunskapel durch. Dabei waren auch zwei Panzer vom Typ Königstiger. Nach erfolglosem Angriff zog sich die Wehrmacht endgültig zurück. Wieder wurde das Dorf beschossen. Am 7. April zogen die US-Soldaten ins Dorf. Wegen eines befürchteten Gegenangriffs musste die Bevölkerung noch einen Tag in den Stollen bleiben. Zwölf deutsche Gefallene mussten begraben werden. Die Masse der US-Truppen zog am 12. April weiter. Der Rest folgte am 19. April.

Datei:Trümmer Learjet.JPG
Trümmerkleinteile des Learjet etwa 110 m östlich der Bebauung von Elpe

Im Zweiten Weltkrieg fielen 41 Männer aus der Gemeinde Elpe als Soldaten, davon die meisten an der Ostfront.<ref>Hugo Cramer: Der Landkreis Brilon im zweiten Weltkriege 1939-1945. 1955, Ehrentafel Abschnitt Elpe, S. 161–163.</ref>

Am 1. Januar 1975 wurde Elpe durch das Sauerland/Paderborn-Gesetz nach Olsberg eingemeindet.<ref></ref>

Am 31. Dezember 2006 hatte das Dorf 619 Einwohner und somit 16 weniger als zu Beginn des Jahres.<ref>olsberg.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zahlen und Fakten – Einwohnerstatistik, Zeitraum: 01.01.2006 – 31.12.2006 (Memento vom 10. Mai 2008 im Internet Archive)</ref> Der Fluss Elpe durchfließt den Ort. Am 10. August 2007 wurde in der Ortsmitte der Laurentius-Brunnen eingeweiht.

Am 23. Juni 2014 kam es zum Absturz eines Learjets der Gesellschaft für Flugzieldarstellung am Dorfrand.<ref>Flugzeug nach Kollision mit Kampfjet Eurofighter im Sauerland abgestürzt. Spiegel online, 23. Juni 2014, abgerufen am 24. Juni 2014.</ref>

Gebäude

Im Mittelpunkt des Ortes steht die St.-Lucia-Kirche.

Politik

Ortsvorsteher ist Frank Kreutzmann.<ref>die-elper.eu: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Ortsvorsteher (Memento vom 2. August 2021 im Internet Archive)</ref>

Persönlichkeiten

Literatur

  • Hugo Cramer: Der Landkreis Brilon im zweiten Weltkriege 1939–1945: Erlebnisberichte vieler Mitarbeiter aus dem ganzen Kreisgebiet. Josefs-Druckerei, Bigge 1955.

Weblinks

Commons: Elpe (Olsberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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