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Boderitz (Bannewitz)

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Boderitz
Gemeinde Bannewitz
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(234)&title=Boderitz 51° 0′ N, 13° 43′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(234) 51° 0′ 4″ N, 13° 42′ 48″ O
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Fläche: 1,4 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Boderitz, Gemeinde Bannewitz. In: GEOindex. Abgerufen im März 2026.</ref>
Einwohner: 234 (2018)<ref>Bürgerinformationsbröschüre 2018. In: Webauftritt. Gemeinde Bannewitz, S. 7, abgerufen im April 2026.</ref>
Bevölkerungsdichte: 167 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1922
Postleitzahl: 01728
Vorwahl: 0351
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Karte
Lage von Boderitz in Bannewitz
Datei:Boderitz.jpg
Ortseingang Boderitz

Boderitz ist ein Ortsteil der sächsischen Gemeinde Bannewitz im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Der Ortsteil bildet zusammen mit den Ortsteilen Bannewitz, Cunnersdorf und Welschhufe die Ortschaft Bannewitz nach der Sächsischen Gemeindeordnung. Diese hat gemäß ihrer Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 2,35 MBkB) § 14. In: Webauftritt. Gemeinde Bannewitz, abgerufen im April 2026.</ref>

Geschichte

Boderitz wurde 1350 als Podebrese (Ort am Birkenhain) erstmals urkundlich erwähnt. Die Besiedlung könnte schon vor dem Jahr 1000 durch elbslawische Stämme und später dann durch deutsche Siedler erfolgt sein. Dies lässt sich durch die runde bzw. hufeisenförmiger Anordnung der Gehöfte vermuten. Der Rundling war eine typische Siedlungsform der Slawen in diesem Gebiet.

Andere frühere Namen lauteten Podebrese 1350, Bodebriß 1400, Podenbrose 1431, Podenwese 1445, Podieritz 1451, Poderwitz 1551, Paderitz 1561.<ref name=HOV>Boderitz im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum</ref>

Im Jahr 1408 wurde der Dresdner Patrizier Vincenz Busmann mit seinen Brüdern von den Markgrafen Wilhelm II., Friedrich I. und Friedrich dem Friedfertigen neben 14 weiteren Dörfern bei Dresden mit Boderitz belehnt,<ref>Urkundenbuch der Städte Dresden und Pirna (CDS II 5). Leipzig 1875, Nr. 129, S. 117 f.</ref> verpfändete es jedoch bereits 1414<ref>Urkundenbuch der Städte Dresden und Pirna (CDS II 5). Leipzig 1875, Nr. 152, S. 133 f.</ref> und musste es 1431 zur Begleichung von Schulden an den markgräfliche Hofjuden Jordan abgeben, der es an die Dresdner Bürger Nicolaus Tirmann und Peter Zcuzcke weiterveräußerte.<ref>Johann Christian Hasche: Diplomatische Geschichte Dresdens von seiner Entstehung bis auf unsere Tage. Dresden 1817, 3. Teil, Nr. 135, S. (234).</ref>

Bis 1902 war Boderitz nach Dresden eingepfarrt, seitdem nach Bannewitz.

1922 wurde Boderitz nach Bannewitz eingemeindet, und seit 2000 führt Boderitz den Status eines Ortsteiles von Bannewitz.

Kulturgeschichte

Der Marienschacht – ein 1886 geteuftes Steinkohlebergwerk, in dem die Wismut später uranhaltige Steinkohle förderte – befindet sich auf Boderitzer Flur. Sein Malakow-Schachtturm ist Bestandteil des Wappens der Gemeinde Bannewitz.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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