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Schloss-Kaserne

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Schloss-Kaserne
Schloss-Kaserne Eingang etwa 1910

Schloss-Kaserne Eingang etwa 1910

Land Deutschland
Gemeinde Butzbach
Koordinaten: 50° 26′ 0″ N, 8° 40′ 28″ OKoordinaten: 50° 26′ 0″ N, 8° 40′ 28″ O
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Eröffnet 1818
Ehemals stationierte Truppenteile
Leib-Dragoner-Regiment
Infanterie-Regiment Nr. 168
Infanterieregiment Nr. 36

22nd Infantry Regiment

Datei:Flagge Großherzogtum Hessen ohne Wappen.svg
Datei:Flagge Großherzogtum Hessen ohne Wappen.svg
Deutsches ReichDatei:War ensign of Germany (1938-1945).svg
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten

Lage der Schloss-Kaserne in Hessen

Datei:Schloss Kaserne1.JPG
Schloss-Kaserne 1959, US Army
Datei:Butzbach Schloss-Kaserne Luftbild.jpg
Schloss-Kaserne Luftbild Mai 1954

Die Schloss-Kaserne in Butzbach war eine der ältesten und am längsten (1818–1992) genutzten Kasernenanlagen Europas. Teil der Kaserne war das ehemalige landgräfliche Schloss.

Von 1609 bis 1643 wurde Butzbach von einer Seitenlinie Hessen-Darmstadts, dem Landgrafen Philipp III. von Hessen-Darmstadt-Butzbach regiert. In dieser Zeit ließ der Landgraf das vorhandene und heruntergekommene kleine Schloss zu einem repräsentativen Schlossbau umwandeln. Das Gebäude bestand aus einem Haupttrakt mit zwei Nebenflügeln, deren südlicher mit zwei Rundtürmen versehen war. Die Stadtmauer verlief vor dieser Seite des Schlosses, wurde später abgetragen und diente bis zur Vergrößerung der Liegenschaft als Kasernenmauer. Im Jahre 1818 wurde das bis dahin anderweitig genutzte Schloss (die Linie der Landgrafen von Hessen-Darmstadt-Butzbach war bereits 1643 ausgestorben) in eine Kaserne umgewandelt. Stationiert wurden hier eine Eskadron des Großherzoglich Hessischen Garde-Chevaulegers Regiments. Die Anlage erhielt den Namen Chevaulegers-Kaserne. Gleichzeitig wurde ein Marstall und eine Reit- und Exerzierhalle errichtet.

Mit Erlass vom 1. Dezember 1859 bestimmte Großherzog Ludwig III. die Umgliederung des bisherigen "Garde-Chevaulegers-Regiment" in zwei Kavallerie-Regimenter bzw. eine Kavallerie-Brigade. Das 1. Regiment behielt die Bezeichnung "Garde-Chevaulegers-Regiment", das 2. Regiment erhielt den Namen "Leib-Chevaulegers-Regiment".

Daraufhin wurde die Kaserne mit noch zwei Eskadronen des "Leib-Chevaulegers-Regiment" belegt.

Nach dem Krieg gegen Frankreich 1870/71 wurden die Chevaulegers in Dragoner umbenannt, die Kaserne behielt jedoch ihren Namen bei.

Da die Kaserne in Butzbach nach der Heeresvermehrung von 1898 für das I. Bataillon des neuerrichteten 5. Großherzoglich Hessischen Infanterie-Regiments Nr. 168 benötigt wurde, zogen die Dragoner aus, um der Infanterie Platz zu machen. Die Kaserne wurde nunmehr in Schloss-Kaserne umbenannt.

Im Zuge der Aufrüstung der Wehrmacht belegte man die Kaserne 1935 erneut mit Truppen. Stationiert wurde hier das II. Bataillon des Infanterieregiments Nr. 36.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Im Jahre 1945 beschlagnahmte die amerikanische Besatzungsmacht die leerstehenden Gebäude und wies heimatlose Kriegsflüchtlinge (Displaced Persons) ein. Bis 1951 wurde die Liegenschaft dementsprechend genutzt. Bis zur Schließung der Kaserne im Jahre 1993 waren hier unter anderem untergebracht:

Im Zuge der Konversion ging das Gelände an die Stadt Butzbach und wurde seit 1999 einer zivilen Nutzung zugeführt. (Im rechten Flügel des Schlosses befindet sich inzwischen das Rathaus der Stadt.)

Beschreibung der Liegenschaft

Die Kaserne bestand aus dem Landgräflichen Schloss, zwei Mannschaftsblocks (abgebrochen), einem Wirtschaftsgebäude (abgebrochen), einem Stabsgebäude, einem Marstall, einer Reit- und Exerzierhalle (bereits von der US Army zur Turnhalle umfunktioniert), dem als Lager genutzten Landgräflichen Ballhaus, und verschiedenen Nebengebäuden (alle abgebrochen). Ebenfalls abgebrochen wurden die von der US Army zusätzlich errichteten Gebäude und der außerhalb des eigentlichen Kasernengeländes liegende Motor-Pool (technischer Bereich) sowie der größte Teil der die Kaserne umgebende Bruchsteinmauer.

Commons: Schloss-Kaserne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

Einzelnachweise

<references />